
Russlands massivster Luftangriff auf Kiew: 27 Tote und ein Ruf nach mehr Flugabwehr
Bei dem schwersten russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt seit Kriegsbeginn starben mindestens 27 Menschen; Washington zeigt sich optimistisch für eine Friedenslösung, während Kiew dringend mehr Luftabwehrsysteme und Produktionslizenzen fordert.
In der Nacht zum 2. Juli 2026 hat Russland den nach ukrainischen Angaben schwersten Luftangriff auf Kiew seit Beginn der großflächigen Invasion im Februar 2022 geflogen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Moskau 74 Raketen – darunter ballistische Flugkörper – und 496 Drohnen ein. Der Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, bezifferte die Zahl der Todesopfer am Folgetag auf mindestens 27, mehr als 90 Menschen wurden verletzt. Der Bürgermeister Vitali Klitschko sprach vom „massivsten Angriff des Feindes auf die Hauptstadt“ und rief für den 3. Juli einen Trauertag aus. Neben Wohnhäusern wurden ein Hotel, ein Logistikzentrum des Roten Kreuzes sowie ein Bücherlager zerstört; die EU-Botschafterin in der Ukraine, Katarina Mathernova, berichtete von Schäden an einer von Diplomaten genutzten Unterkunft.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es handele sich um einen Vergeltungsschlag für ukrainische Angriffe auf zivile Infrastruktur in Russland. Man habe militärische und energetische Ziele getroffen. Kremlsprecher Dmitri Peskow kündigte an, Moskau werde den Druck auf die „Kiewer Regierung“ weiter erhöhen, um die eigenen Ziele zu erreichen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der einen Irland-Besuch abgebrochen hatte, kündigte eine entschlossene Antwort an und machte Verzögerungen bei der Lieferung zugesagter Flugabwehrsysteme für die hohen Opferzahlen mitverantwortlich. Er forderte von den USA Lizenzen zur Eigenproduktion von Patriot-Raketen und drängte darauf, die Luftverteidigung zum zentralen Thema des bevorstehenden NATO-Gipfels zu machen.
Aus Washingtoner Sicht äußerte sich ein namentlich nicht genannter Beamter des Weißen Hauses: Präsident Donald Trump habe ein „humanitäres Herz“ und wolle das „sinnlose Töten“ beenden; er bleibe optimistisch, dass ein Friedensabkommen erreicht werden könne. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte an, sie werde neue Sanktionen gegen Unternehmen vorschlagen, die den russischen militärisch-industriellen Komplex unterstützen. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Angriffe auf Zivilisten als klaren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht und forderte eine sofortige und bedingungslose Waffenruhe.
Der Angriff unterstreicht die anhaltende Eskalationsdynamik des seit über vier Jahren andauernden Krieges. Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien – zuletzt in der Region Nischni Nowgorod – haben nach Darstellung westlicher Medien in Russland zu Treibstoffengpässen geführt. Präsident Wladimir Putin räumte ein, dass die Angriffe Probleme verursachten. Gleichzeitig leidet die Ukraine unter einem Mangel an Abfangraketen für ihre westlichen Luftabwehrsysteme, was die Abwehrquote bei ballistischen Raketen verringert. Laut einer Studie des Center for Strategic and International Studies (CSIS) hat der Krieg inzwischen mehr als zwei Millionen militärische Opfer gefordert.
Das Dossier steht vor dem NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara im Mittelpunkt, bei dem Selenskyj die Luftverteidigung zu einem der zentralen Ergebnisse machen will. Die von Washington vermittelten Waffenstillstandsgespräche sind derzeit festgefahren. Die EU bereitet unterdessen weitere Sanktionen vor, während Moskau eine Fortsetzung der massiven Schläge signalisiert.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Russland entfesselte einen brutalen Luftangriff auf Kiew, den größten seit Beginn der Invasion, bei dem mindestens 17 Zivilisten getötet und Dutzende verletzt wurden. Wohngebiete wurden von Drohnen und Raketen getroffen, was die örtlichen Behörden als 'Nacht des Terrors' bezeichneten. Die Offensive wird als rücksichtslose Bestrafung der Zivilbevölkerung gesehen.
Die Nachricht vom russischen Angriff auf Kiew wird knapp und sachlich, oft als Nebenschauplatz zwischen anderen Inlandsmeldungen, vermeldet. Die steigende Opferzahl wird ohne emotionale Betonung mitgeteilt, was eine gewisse Distanz oder Ermüdung gegenüber dem anhaltenden Konflikt widerspiegelt.
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