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SportMittwoch, 1. Juli 2026

Toronto wird zur Bühne des Abschieds: Ronaldo oder Modric vor letztem WM-Auftritt

Im Achtelfinal-Duell zwischen Portugal und Kroatien endet für eine der beiden Fussball-Ikonen die Weltmeisterschaftskarriere – der Sieger trifft auf Spanien oder Österreich.

Im BMO Field von Toronto endet an diesem Donnerstag eine Ära. Wenn Portugal und Kroatien im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 aufeinandertreffen, steht für Cristiano Ronaldo oder Luka Modric das letzte WM-Spiel der Karriere bevor. Beide sind 40 Jahre oder älter, beide bestreiten ihr sechstes Turnier – und erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs stehen sich zwei Feldspieler jenseits der 40 in einer K.-o.-Partie gegenüber. Der Verlierer verabschiedet sich, der Sieger bekommt eine weitere Chance auf den Titel.

Der Weg in diese direkte Begegnung war für beide Mannschaften von Unwägbarkeiten geprägt. Portugal, als einer der Mitfavoriten gestartet, kam in Gruppe K nicht über den zweiten Platz hinaus. Einem 1:1 gegen die Demokratische Republik Kongo folgte ein 5:0 gegen Usbekistan, bei dem Ronaldo mit zwei Treffern als erster Spieler in sechs verschiedenen Weltmeisterschaften traf. Das torlose Remis gegen Kolumbien offenbarte jedoch erneut die Schwächen im Angriffsspiel, portugiesische Medien sprachen von einer enttäuschenden Vorrunde. Kroatien wiederum fand nach einer 2:4-Auftaktniederlage gegen England zu seiner typischen Widerstandskraft. Ein 1:0 gegen Panama und ein 2:1 gegen Ghana sicherten Platz zwei in Gruppe L. Modric, der gegen England noch einen Strafstoß verursacht hatte und früh ausgewechselt worden war, bereitete gegen Ghana den Siegtreffer vor und wurde damit zum ältesten Assistgeber einer WM-Geschichte.

Die taktische Ausrichtung beider Teams rückt das Mittelfeld ins Zentrum. Kroatiens Trainer Zlatko Dalić sprach von einer „Schlacht der Mittelfeldspieler“ und verwies auf die technische Klasse beider Reihen. Portugal setzt auf ein variables Zentrum um Vitinha, João Neves und Bruno Fernandes, während Kroatien mit Modrić, Mateo Kovačić und Martin Baturina auf Erfahrung und Ballkontrolle baut. Roberto Martínez, der portugiesische Nationaltrainer, bezeichnete die K.-o.-Phase als „zweite Weltmeisterschaft“ und verteidigte den Verbleib Ronaldos über die volle Spielzeit – trotz öffentlicher Kritik an dessen Effektivität. „Es gibt kein physisches oder mentales Problem“, sagte Martínez, für den das Alter nur eine Zahl ist.

Die emotionale Aufladung der Partie geht über das Duell der Kapitäne hinaus. Auf portugiesischer Seite jährt sich am Tag nach dem Spiel der Tod von Diogo Jota, dessen Andenken die Mannschaft zusätzlich motiviert. In asiatischen Medien wird zudem an die Parallele zur Europameisterschaft 2016 erinnert, als Portugal nach einer durchwachsenen Gruppenphase im Achtelfinale Kroatien bezwang und später den Titel holte. Internationale Beobachter verweisen auf die gegensätzlichen WM-Bilanzen der beiden Superstars: Während Modrić als Golden-Ball-Gewinner 2018 und WM-Dritter 2022 glänzte, wartet Ronaldo in K.-o.-Spielen noch auf sein erstes Tor.

Für den Sieger geht der Weg weiter gegen den Gewinner der Partie Spanien gegen Österreich. So wird das Duell in Toronto nicht nur über das Ende einer großen Karriere entscheiden, sondern auch die Kräfteverhältnisse im oberen Turnierbaum neu ordnen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

57%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseSüdostasiatische Presse
Lateinamerikanische Presse
AlarmTriumphPragmatismus

Die lateinamerikanische Presse inszeniert das Spiel als emotionalen Abschied von einem Fußballdenkmal, wobei die Fanbegeisterung die Ticketweiterverkäufe auf Rekordhöhen getrieben hat. Gleichzeitig warnt sie praktisch vor extremer Hitze und Gewittern in Toronto und mahnt zur Vorsicht. Die Erzählung verbindet die Huldigung der Ikonen mit pragmatischer Sorge um die Sicherheit.

Südostasiatische Presse
IronieSkepsisDistanz

Südostasiatische Medien betonen die Ironie, dass das kleinste Stadion des Turniers den letzten Akt für Ronaldo oder Modric bildet. Mit Distanz weisen sie darauf hin, dass Ronaldo noch nie in einem WM-K.o.-Spiel getroffen hat, und verbinden Respekt vor den Legenden mit leiser Skepsis gegenüber ihrer aktuellen Form.

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Mittwoch, 1. Juli 2026

Toronto wird zur Bühne des Abschieds: Ronaldo oder Modric vor letztem WM-Auftritt

Im Achtelfinal-Duell zwischen Portugal und Kroatien endet für eine der beiden Fussball-Ikonen die Weltmeisterschaftskarriere – der Sieger trifft auf Spanien oder Österreich.

Im BMO Field von Toronto endet an diesem Donnerstag eine Ära. Wenn Portugal und Kroatien im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 aufeinandertreffen, steht für Cristiano Ronaldo oder Luka Modric das letzte WM-Spiel der Karriere bevor. Beide sind 40 Jahre oder älter, beide bestreiten ihr sechstes Turnier – und erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs stehen sich zwei Feldspieler jenseits der 40 in einer K.-o.-Partie gegenüber. Der Verlierer verabschiedet sich, der Sieger bekommt eine weitere Chance auf den Titel.

Der Weg in diese direkte Begegnung war für beide Mannschaften von Unwägbarkeiten geprägt. Portugal, als einer der Mitfavoriten gestartet, kam in Gruppe K nicht über den zweiten Platz hinaus. Einem 1:1 gegen die Demokratische Republik Kongo folgte ein 5:0 gegen Usbekistan, bei dem Ronaldo mit zwei Treffern als erster Spieler in sechs verschiedenen Weltmeisterschaften traf. Das torlose Remis gegen Kolumbien offenbarte jedoch erneut die Schwächen im Angriffsspiel, portugiesische Medien sprachen von einer enttäuschenden Vorrunde. Kroatien wiederum fand nach einer 2:4-Auftaktniederlage gegen England zu seiner typischen Widerstandskraft. Ein 1:0 gegen Panama und ein 2:1 gegen Ghana sicherten Platz zwei in Gruppe L. Modric, der gegen England noch einen Strafstoß verursacht hatte und früh ausgewechselt worden war, bereitete gegen Ghana den Siegtreffer vor und wurde damit zum ältesten Assistgeber einer WM-Geschichte.

Die taktische Ausrichtung beider Teams rückt das Mittelfeld ins Zentrum. Kroatiens Trainer Zlatko Dalić sprach von einer „Schlacht der Mittelfeldspieler“ und verwies auf die technische Klasse beider Reihen. Portugal setzt auf ein variables Zentrum um Vitinha, João Neves und Bruno Fernandes, während Kroatien mit Modrić, Mateo Kovačić und Martin Baturina auf Erfahrung und Ballkontrolle baut. Roberto Martínez, der portugiesische Nationaltrainer, bezeichnete die K.-o.-Phase als „zweite Weltmeisterschaft“ und verteidigte den Verbleib Ronaldos über die volle Spielzeit – trotz öffentlicher Kritik an dessen Effektivität. „Es gibt kein physisches oder mentales Problem“, sagte Martínez, für den das Alter nur eine Zahl ist.

Die emotionale Aufladung der Partie geht über das Duell der Kapitäne hinaus. Auf portugiesischer Seite jährt sich am Tag nach dem Spiel der Tod von Diogo Jota, dessen Andenken die Mannschaft zusätzlich motiviert. In asiatischen Medien wird zudem an die Parallele zur Europameisterschaft 2016 erinnert, als Portugal nach einer durchwachsenen Gruppenphase im Achtelfinale Kroatien bezwang und später den Titel holte. Internationale Beobachter verweisen auf die gegensätzlichen WM-Bilanzen der beiden Superstars: Während Modrić als Golden-Ball-Gewinner 2018 und WM-Dritter 2022 glänzte, wartet Ronaldo in K.-o.-Spielen noch auf sein erstes Tor.

Für den Sieger geht der Weg weiter gegen den Gewinner der Partie Spanien gegen Österreich. So wird das Duell in Toronto nicht nur über das Ende einer großen Karriere entscheiden, sondern auch die Kräfteverhältnisse im oberen Turnierbaum neu ordnen.

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Lateinamerikanische PresseSüdostasiatische Presse
Lateinamerikanische Presse
AlarmTriumphPragmatismus

Die lateinamerikanische Presse inszeniert das Spiel als emotionalen Abschied von einem Fußballdenkmal, wobei die Fanbegeisterung die Ticketweiterverkäufe auf Rekordhöhen getrieben hat. Gleichzeitig warnt sie praktisch vor extremer Hitze und Gewittern in Toronto und mahnt zur Vorsicht. Die Erzählung verbindet die Huldigung der Ikonen mit pragmatischer Sorge um die Sicherheit.

Südostasiatische Presse
IronieSkepsisDistanz

Südostasiatische Medien betonen die Ironie, dass das kleinste Stadion des Turniers den letzten Akt für Ronaldo oder Modric bildet. Mit Distanz weisen sie darauf hin, dass Ronaldo noch nie in einem WM-K.o.-Spiel getroffen hat, und verbinden Respekt vor den Legenden mit leiser Skepsis gegenüber ihrer aktuellen Form.

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