
Ferrari Luce in China ausverkauft – Asiens Elektromarkt im Umbruch
Während ein italienischer Luxusstromer in China trotz Kritik sofort vergriffen ist, verschärfen vietnamesische und chinesische Hersteller in Indonesien den Wettbewerb mit Kampfpreisen und neuer Antriebstechnik.
Die 88 für den chinesischen Markt vorgesehenen Einheiten des ersten vollelektrischen Ferrari, des Modells Luce, waren nahezu augenblicklich verkauft. Der Preis von umgerechnet rund 3,3 Millionen Euro – in China bewusst mit der Glück verheißenden Ziffernfolge 3-9-8-8 versehen – lag dabei unter dem europäischen Niveau. Aus Sicht von Marktbeobachtern in Peking unterstreicht der rasche Abverkauf, dass die Nachfrage der ultrareichen Kundschaft nach elektrifizierten Statussymbolen ungebrochen ist, selbst wenn das von Jony Ive entworfene, als Grand Tourer ausgelegte Fahrzeug von Traditionalisten als zu wenig aggressiv kritisiert wurde und den Aktienkurs kurzzeitig belastete.
Parallel dazu verdichtet sich in Südostasien der Wettbewerb im Massensegment. Der vietnamesische Hersteller Vinfast hat in Indonesien mit der Auslieferung des elektrischen MPV 7 begonnen und bietet ihn für die ersten 2.000 Käufer zu einem Sonderpreis von umgerechnet rund 19.000 Euro an – allerdings mit monatlicher Batteriemiete. Eine noch günstigere Variante namens Limo Green, die auf Ausstattungsdetails wie Ledersitze und größere Felgen verzichtet, zielt zu Preisen ab rund 17.000 Euro auf Flottenkunden und Fahrdienste. Beide Modelle teilen sich Antrieb und 60,2-kWh-Batterie, was die Skaleneffekte dieser Plattformstrategie verdeutlicht.
Changan wiederum setzt in Indonesien auf technologische Differenzierung. Mit dem Deepal S05 bringt der chinesische Konzern nicht nur ein reines Batteriefahrzeug, sondern auch eine Variante mit Range Extender (REEV) auf den Markt. Dabei treibt ein Elektromotor die Räder an, während ein 1,5-Liter-Benziner ausschließlich als Generator dient. Aus Sicht des Herstellers adressiert diese Lösung die in Teilen des Archipels noch lückenhafte Ladeinfrastruktur und soll Reichweiten von über 1.100 Kilometern ermöglichen. Der Einstiegspreis wird auf umgerechnet rund 29.000 Euro geschätzt. Gleichzeitig bereitet Mazda die Einführung der in China bei Changan gefertigten Elektrolimousine EZ-6 vor, nachdem das erste eigene Modell MX-30 in Indonesien mit nur rund 20 verkauften Einheiten ein Nischendasein fristete.
Die jüngsten Schritte zeigen eine zunehmende Fragmentierung der Antriebsstrategien. Während Ferrari im Luxussegment voll auf batterieelektrischen Antrieb setzt und damit in China auf eine kaufkräftige, numerologisch sensible Klientel trifft, erproben Volumenhersteller in Schwellenländern Mischformen wie den REEV, um Reichweitenängste zu mildern. Für den deutschen Markt sind diese Entwicklungen insofern relevant, als chinesische und vietnamesische Marken mit ähnlichen Konzepten auch in Europa Fuß zu fassen versuchen. Der nächste Gradmesser wird die Gaikindo International Auto Show in Jakarta ab Ende Juli 2026 sein, auf der weitere Preisoffensiven und Modellpremieren erwartet werden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ferraris Elektro-Debüt in China war ein Erfolg: Alle 88 Einheiten des Luce waren fast sofort ausverkauft. Mit einem Preis von knapp 4 Millionen Yuan fand das Auto begeisterte Käufer, was signalisiert, dass elektrischer Luxus auf dem asiatischen Markt eine vielversprechende Zukunft hat. Der schnelle Ausverkauf unterstreicht den Appetit der Region auf premium-elektrifizierte Mobilität.
Der Ferrari Luce verkaufte sich trotz Kontroversen in China mit allen 88 Einheiten zu einem Preis von umgerechnet rund 3,3 Millionen Brasilianischen Real. Der sofortige Ausverkauf überrascht angesichts des geringen Marktanteils der italienischen Marke im weltgrößten Automarkt. Das Ereignis fällt mit dem Aufstieg chinesischer Luxus-Elektroautohersteller zusammen und verleiht dem Erfolg eine ironische und bemerkenswerte Note.
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