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Wirtschaft & MärkteDonnerstag, 2. Juli 2026

Globale Automärkte im Halbjahr: Schwellenländer legen zweistellig zu, USA und Russland verharren

Während Kolumbien und Brasilien im ersten Halbjahr 2026 Zuwächse von 50 bzw. 18 Prozent verzeichnen, stagniert der US-Markt und die Lada-Verkäufe in Russland geben im Vorjahresvergleich leicht nach.

Die weltweiten Automobilverkäufe zeigen im ersten Halbjahr 2026 eine ausgeprägte regionale Fragmentierung. In Kolumbien stiegen die Neuzulassungen laut dem Branchenverband Andi und Fenalco um 50,1 Prozent auf 157.620 Einheiten, in Brasilien legten die Verkäufe leichter und schwerer Fahrzeuge um 18,4 Prozent auf 1,42 Millionen zu. Dagegen erwarteten Analysten für die USA einen leichten Rückgang um etwa ein Prozent auf 4,1 Millionen Fahrzeuge, und in Russland sank der Absatz der Marke Lada im Halbjahresvergleich um 2,4 Prozent auf 154.143 Stück – obwohl die Juni-Verkäufe mit 30.600 Einheiten um 14,3 Prozent über dem Vorjahresmonat lagen.

In den Schwellenländern treiben mehrere Faktoren die Dynamik. In Kolumbien führt Kia mit 20.437 Einheiten und einem Plus von 47,7 Prozent, gefolgt von Renault und Toyota; die fünf größten Marken vereinen 46,2 Prozent des Marktes. In Brasilien erreichten chinesische Hersteller im Juni einen Rekordanteil von 19,7 Prozent, angeführt vom Elektromodell BYD Dolphin Mini. Das Programm „Carro Sustentável“ mit Steuerbefreiungen für emissionsarme Kompaktwagen sowie subventionierte Finanzierungen stützen die Nachfrage. Zudem drängt der Wettbewerb die Anbieter zu Rabatten und höheren Inzahlungnahmepreisen, wie der Branchendienst Bright feststellt.

Der US-Markt präsentiert sich gespalten. General Motors verzeichnete einen Rückgang um 4,2 Prozent auf 714.896 Fahrzeuge, übertraf aber die Prognosen, weil höhere Verkäufe von SUVs und Pickups den Einbruch bei Elektromodellen ausglichen. Toyota und Honda profitierten von der Hybridnachfrage – bei Honda machten Hybride rund 30 Prozent des Absatzes aus. Als Belastung gelten die infolge des US-Iran-Konflikts zeitweise über vier Dollar je Gallone gestiegenen Benzinpreise, die zuletzt auf 3,85 Dollar nachgaben. Beobachter in Washington verweisen zudem auf die Abschaffung der Steuergutschrift für Elektrofahrzeuge unter Präsident Trump. Wohlhabendere Käufer profitieren von Aktien- und Immobiliengewinnen, während Geringverdiener auf den Gebrauchtwagenmarkt ausweichen, so die Analyse von Cox Automotive.

In Russland bleibt Lada mit einem Marktanteil von 24,4 Prozent die bestimmende Kraft, obwohl das erste Halbjahr schwächer ausfiel. Im Juni zogen die Verkäufe gegenüber Mai um 11,5 Prozent an, getragen von Granta, Vesta und dem neuen Modell Iskra. AvtoVAZ-Präsident Sokolow kündigte für September den Kompakt-SUV Azimut an und plant für 2026 eine Produktion von 400.000 Fahrzeugen, von denen 370.000 im Inland abgesetzt werden sollen. Die Preise wurden zuletzt nur moderat um etwa ein Prozent angehoben.

Für das zweite Halbjahr richtet sich der Blick auf handelspolitische Weichenstellungen. In Brasilien stieg am 1. Juli der Importzoll auf Hybrid- und Elektroautos auf 35 Prozent, was den Vormarsch chinesischer Marken bremsen könnte. In den USA bleibt die Entwicklung der Kraftstoffpreise ein politisch sensibler Faktor, während in Russland die Produktionsziele von AvtoVAZ und die Markteinführung des Azimut die weitere Entwicklung bestimmen dürften.

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Russische & GUS-PresseLateinamerikanische Presse
Russische & GUS-Presse/ Staatlich
TriumphPragmatismus

Die Lada-Verkäufe schnellten im Juni mit zweistelligem Wachstum im Jahresvergleich in die Höhe und sicherten einen Marktanteil von fast einem Viertel. Trotz eines leichten Rückgangs im Halbjahr zeigt die heimische Marke Widerstandsfähigkeit und erobert die Spitzenposition im Inland zurück.

Lateinamerikanische Presse/ Markt
PragmatismusDistanz

Der kolumbianische Automarkt verzeichnete im ersten Halbjahr einen Zulassungssprung von 50 %, angeführt von Marken wie Kia, Renault und Toyota. Gleichzeitig gleichen chinesische Elektroautohersteller die Inlandsschwäche durch starke Auslandsnachfrage aus.

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Donnerstag, 2. Juli 2026

Globale Automärkte im Halbjahr: Schwellenländer legen zweistellig zu, USA und Russland verharren

Während Kolumbien und Brasilien im ersten Halbjahr 2026 Zuwächse von 50 bzw. 18 Prozent verzeichnen, stagniert der US-Markt und die Lada-Verkäufe in Russland geben im Vorjahresvergleich leicht nach.

Die weltweiten Automobilverkäufe zeigen im ersten Halbjahr 2026 eine ausgeprägte regionale Fragmentierung. In Kolumbien stiegen die Neuzulassungen laut dem Branchenverband Andi und Fenalco um 50,1 Prozent auf 157.620 Einheiten, in Brasilien legten die Verkäufe leichter und schwerer Fahrzeuge um 18,4 Prozent auf 1,42 Millionen zu. Dagegen erwarteten Analysten für die USA einen leichten Rückgang um etwa ein Prozent auf 4,1 Millionen Fahrzeuge, und in Russland sank der Absatz der Marke Lada im Halbjahresvergleich um 2,4 Prozent auf 154.143 Stück – obwohl die Juni-Verkäufe mit 30.600 Einheiten um 14,3 Prozent über dem Vorjahresmonat lagen.

In den Schwellenländern treiben mehrere Faktoren die Dynamik. In Kolumbien führt Kia mit 20.437 Einheiten und einem Plus von 47,7 Prozent, gefolgt von Renault und Toyota; die fünf größten Marken vereinen 46,2 Prozent des Marktes. In Brasilien erreichten chinesische Hersteller im Juni einen Rekordanteil von 19,7 Prozent, angeführt vom Elektromodell BYD Dolphin Mini. Das Programm „Carro Sustentável“ mit Steuerbefreiungen für emissionsarme Kompaktwagen sowie subventionierte Finanzierungen stützen die Nachfrage. Zudem drängt der Wettbewerb die Anbieter zu Rabatten und höheren Inzahlungnahmepreisen, wie der Branchendienst Bright feststellt.

Der US-Markt präsentiert sich gespalten. General Motors verzeichnete einen Rückgang um 4,2 Prozent auf 714.896 Fahrzeuge, übertraf aber die Prognosen, weil höhere Verkäufe von SUVs und Pickups den Einbruch bei Elektromodellen ausglichen. Toyota und Honda profitierten von der Hybridnachfrage – bei Honda machten Hybride rund 30 Prozent des Absatzes aus. Als Belastung gelten die infolge des US-Iran-Konflikts zeitweise über vier Dollar je Gallone gestiegenen Benzinpreise, die zuletzt auf 3,85 Dollar nachgaben. Beobachter in Washington verweisen zudem auf die Abschaffung der Steuergutschrift für Elektrofahrzeuge unter Präsident Trump. Wohlhabendere Käufer profitieren von Aktien- und Immobiliengewinnen, während Geringverdiener auf den Gebrauchtwagenmarkt ausweichen, so die Analyse von Cox Automotive.

In Russland bleibt Lada mit einem Marktanteil von 24,4 Prozent die bestimmende Kraft, obwohl das erste Halbjahr schwächer ausfiel. Im Juni zogen die Verkäufe gegenüber Mai um 11,5 Prozent an, getragen von Granta, Vesta und dem neuen Modell Iskra. AvtoVAZ-Präsident Sokolow kündigte für September den Kompakt-SUV Azimut an und plant für 2026 eine Produktion von 400.000 Fahrzeugen, von denen 370.000 im Inland abgesetzt werden sollen. Die Preise wurden zuletzt nur moderat um etwa ein Prozent angehoben.

Für das zweite Halbjahr richtet sich der Blick auf handelspolitische Weichenstellungen. In Brasilien stieg am 1. Juli der Importzoll auf Hybrid- und Elektroautos auf 35 Prozent, was den Vormarsch chinesischer Marken bremsen könnte. In den USA bleibt die Entwicklung der Kraftstoffpreise ein politisch sensibler Faktor, während in Russland die Produktionsziele von AvtoVAZ und die Markteinführung des Azimut die weitere Entwicklung bestimmen dürften.

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Der kolumbianische Automarkt verzeichnete im ersten Halbjahr einen Zulassungssprung von 50 %, angeführt von Marken wie Kia, Renault und Toyota. Gleichzeitig gleichen chinesische Elektroautohersteller die Inlandsschwäche durch starke Auslandsnachfrage aus.

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