
Raphinhas Ausfall erschüttert Brasiliens rechte Flanke – Neymar vor Comeback gegen Schottland
Nach dem 3:0-Sieg über Haiti muss Trainer Ancelotti die Offensive umbauen, während Superstar Neymar nach überstandener Wadenverletzung erstmals im Turnier auflaufen könnte.
Es war die 40. Minute im Gruppenspiel gegen Haiti, als Raphinha nach Rücksprache mit den Ärzten das Feld verließ – mit gesenktem Kopf, getröstet von Vinícius Júnior und Alisson. Die Diagnose: eine Muskelverletzung im hinteren rechten Oberschenkel. Der 3:0-Sieg, der Brasilien mit vier Punkten an die Gruppenspitze und nahe an das Achtelfinale brachte, wurde so von einem personellen Rückschlag überschattet, der Carlo Ancelottis Planung empfindlich stört.
Die rechte Angriffsseite war bereits vor dem Turnier zur Problemzone geworden. Mit Éder Militão, Estêvão, Rodrygo und Wesley fielen vier Spieler verletzungsbedingt aus, die Ancelotti für diese Position vorgesehen hatte. Raphinha, mit 21 Toren und acht Vorlagen einer der prägenden Akteure des FC Barcelona, trug die offensive Last rechts nahezu allein. Nun muss der Trainer innerhalb von zwei Tagen eine Lösung finden. Als Kandidaten gelten Rayan, der gegen Haiti eingewechselt wurde, Luiz Henrique und der von den Anhängern favorisierte Endrick. Rayan scheint aufgrund seiner Physis und natürlichen Position die Nase vorn zu haben, doch Ancelotti wird die Optionen testen.
Während die rechte Flanke neu justiert werden muss, richtet sich der Blick auf Neymar. Der Angreifer des FC Santos hat seine Wadenverletzung nahezu auskuriert und absolvierte am Sonntag erstmals das volle Mannschaftstraining. Ancelotti bestätigte, dass Neymar gegen Schottland zum Einsatz kommen werde, voraussichtlich als „falsche Neun“ im Zentrum. Dies wäre eine taktische Abkehr von seiner Rolle als zurückgezogener Spielmacher bei der WM 2022. Sollte Neymar das Schottland-Spiel verpassen, würde sein Anteil an Einsätzen als Nummer 10 bei Weltmeisterschaften auf 65 Prozent sinken – der niedrigste Wert seit 1954, wie brasilianische Medien errechneten.
Abseits des Rasens sorgten in brasilianischen und spanischen Medien kursierende Gerüchte für Unruhe. Der frühere Nationalspieler Vampeta hatte behauptet, Raphinha leide unter schweren familiären und finanziellen Problemen und hoffe auf einen Wechsel zu Al-Hilal. Der Spieler selbst äußerte sich nicht, doch sein Cousin und seine Ehefrau wiesen die Darstellung als „Lügen“ zurück. Die Episode fügt dem schwierigen Turnierstart des Brasilianers – auch gegen Marokko blieb er blass – eine weitere Belastung hinzu.
Für Brasilien wird die Partie gegen Schottland am Mittwoch in Miami damit zur doppelten Bewährungsprobe: die rechte Angriffsseite ohne Raphinha funktionsfähig zu machen und Neymar behutsam zu integrieren. Mit einem Sieg wäre der Gruppensieg und der Einzug in die K.-o.-Runde gesichert – und Ancelotti hätte eine Woche Zeit, um vor dem Achtelfinale weitere Stellschrauben zu justieren.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Gerüchten zufolge könnte der brasilianische Star Raphinha die Weltmeisterschaft vorübergehend verlassen, um persönliche Angelegenheiten zu regeln, darunter eine angebliche Finanzkrise. Zudem hat er sich eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zugezogen und wird das Spiel gegen Schottland verpassen, eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.
Raphinhas Verletzung und Gerüchte über finanzielle Probleme, einschließlich eines möglichen Wechsels zu Al-Hilal, haben Brasiliens WM-Kampagne erschwert. Neymars bevorstehende Rückkehr weckt Hoffnung, aber auch Skepsis hinsichtlich seiner Fitness und Rolle, während Ancelotti den Angriff für das entscheidende Spiel gegen Schottland umgestaltet.
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