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SportMontag, 22. Juni 2026

Vier Jahre Sperre für Wimbledon-Siegerin Vondrousova nach verweigertem Dopingtest

Ein unabhängiges Tribunal befand, dass die tschechische Spielerin keine überzeugende Rechtfertigung für die Verweigerung einer unangekündigten Kontrolle im Dezember 2025 vorbrachte – sie kann Berufung beim CAS einlegen.

Am Montag verhängte die International Tennis Integrity Agency (ITIA) eine vierjährige Sperre gegen Marketa Vondrousova. Die 26-jährige Tschechin, die 2023 als erste ungesetzte Spielerin Wimbledon gewann, hatte sich am 3. Dezember 2025 in ihrem Zuhause geweigert, eine Dopingprobe abzugeben. Ein unabhängiges Tribunal sah darin einen Verstoß, der nach dem Regelwerk einem positiven Befund gleichgestellt ist.

Der Kontrolleur erschien gegen 20 Uhr zu einem unangekündigten Test außerhalb des Wettkampfs. Vondrousova verweigerte die Probe und unterzeichnete kurz darauf, als sie mit ihrem Hund vor die Tür trat, ein Verweigerungsformular. Später erklärte sie auf Instagram, sie habe sich erschrocken und gefürchtet, der Beamte habe sich nicht ordnungsgemäß ausgewiesen und das Protokoll missachtet. Sie verwies auf monatelangen physischen und psychischen Stress sowie auf Sicherheitsbedenken – auch mit Blick auf den Messerangriff auf ihre Landsfrau Petra Kvitova im Jahr 2016. Das Tribunal zog diese Darlegungen sowie die Aussage des Dopingkontrolleurs heran, gelangte jedoch zu dem Schluss, dass die vorgebrachten Beweise „keine überzeugende Rechtfertigung“ für die Testverweigerung böten.

Die ITIA betonte, dass die Verweigerung einer Kontrolle im Anti-Doping-System nicht milder behandelt werden könne als ein positiver Test. Karen Moorhouse, die Geschäftsführerin der Agentur, erklärte, die Tests seien zwar unbequem und eine zusätzliche Belastung für Spieler, aber unverzichtbar für den Schutz des fairen Wettbewerbs. Alle Kontrolleure seien geschult, führten Ausweise mit sich und würden von einem Zeugen gleichen Geschlechts begleitet; Spieler könnten die Identität zudem über einen individuellen Code prüfen. Der Fall reiht sich in eine Serie von Dopingverfahren im Tennis ein – zuletzt hatten Jannik Sinner und Iga Swiatek nach positiven Proben deutlich kürzere Sperren akzeptiert, weil sie eine Mitschuld ausschließen konnten.

Vondrousova, die 2023 bis auf Rang sechs der Weltrangliste kletterte und neben dem Wimbledon-Titel auch das Finale der French Open 2019 sowie olympisches Silber 2021 erreichte, hat seit Januar kein Match mehr bestritten. Eine Schulterverletzung zwang sie zur Aufgabe in Adelaide, ihre Klassierung fiel auf Platz 122. In einer Stellungnahme nach der Urteilsverkündung beteuerte sie, niemals gedopt zu haben; drei Tage nach dem Vorfall sei ein weiterer Test negativ ausgefallen. „Ich bin immer mit reinem Gewissen auf den Platz gegangen“, schrieb sie.

Die Sperre endet am 21. Juni 2030. Bis dahin darf Vondrousova an keinem von ITF, WTA, ATP oder Grand Slams organisierten Event teilnehmen, trainieren oder als Zuschauerin erscheinen. Während in London in der kommenden Woche das Turnier von Wimbledon beginnt, bleibt der Centre Court für die erste ungesetzte Siegerin der Geschichte gesperrt. Vondrousovas Anwalt Jan Exner kündigte an, den schriftlichen Entscheid des Tribunals zu prüfen und dann über eine Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne zu entscheiden.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Russische & GUS-PresseKontinentaleuropäische Presse
Russische & GUS-Presse/ Staatlich
PragmatismusDistanz

Die Wimbledon-Siegerin wurde für vier Jahre gesperrt, weil sie einen Dopingtest verweigerte – ein klarer Regelverstoß. Ihre persönlichen Erklärungen hatten keinen Einfluss auf das Urteil. Die Tennis-Integritätsagentur verhängte die vorgeschriebene Strafe ohne Ausnahmen.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
PaternalismusOpferrolle

Die tschechische Spielerin schilderte eine akute Stressreaktion und Angst, als der Kontrolleur spätabends ohne ordentliche Identifikation anklopfte. Das unabhängige Gericht verhängte dennoch eine Vierjahressperre – eine Strafe, die für eine psychisch bedingte Reaktion hart erscheint. Ihre Karriere erleidet einen schweren Rückschlag, und die Tenniswelt denkt über das Gleichgewicht zwischen Regeln und mentaler Gesundheit nach.

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Montag, 22. Juni 2026

Vier Jahre Sperre für Wimbledon-Siegerin Vondrousova nach verweigertem Dopingtest

Ein unabhängiges Tribunal befand, dass die tschechische Spielerin keine überzeugende Rechtfertigung für die Verweigerung einer unangekündigten Kontrolle im Dezember 2025 vorbrachte – sie kann Berufung beim CAS einlegen.

Am Montag verhängte die International Tennis Integrity Agency (ITIA) eine vierjährige Sperre gegen Marketa Vondrousova. Die 26-jährige Tschechin, die 2023 als erste ungesetzte Spielerin Wimbledon gewann, hatte sich am 3. Dezember 2025 in ihrem Zuhause geweigert, eine Dopingprobe abzugeben. Ein unabhängiges Tribunal sah darin einen Verstoß, der nach dem Regelwerk einem positiven Befund gleichgestellt ist.

Der Kontrolleur erschien gegen 20 Uhr zu einem unangekündigten Test außerhalb des Wettkampfs. Vondrousova verweigerte die Probe und unterzeichnete kurz darauf, als sie mit ihrem Hund vor die Tür trat, ein Verweigerungsformular. Später erklärte sie auf Instagram, sie habe sich erschrocken und gefürchtet, der Beamte habe sich nicht ordnungsgemäß ausgewiesen und das Protokoll missachtet. Sie verwies auf monatelangen physischen und psychischen Stress sowie auf Sicherheitsbedenken – auch mit Blick auf den Messerangriff auf ihre Landsfrau Petra Kvitova im Jahr 2016. Das Tribunal zog diese Darlegungen sowie die Aussage des Dopingkontrolleurs heran, gelangte jedoch zu dem Schluss, dass die vorgebrachten Beweise „keine überzeugende Rechtfertigung“ für die Testverweigerung böten.

Die ITIA betonte, dass die Verweigerung einer Kontrolle im Anti-Doping-System nicht milder behandelt werden könne als ein positiver Test. Karen Moorhouse, die Geschäftsführerin der Agentur, erklärte, die Tests seien zwar unbequem und eine zusätzliche Belastung für Spieler, aber unverzichtbar für den Schutz des fairen Wettbewerbs. Alle Kontrolleure seien geschult, führten Ausweise mit sich und würden von einem Zeugen gleichen Geschlechts begleitet; Spieler könnten die Identität zudem über einen individuellen Code prüfen. Der Fall reiht sich in eine Serie von Dopingverfahren im Tennis ein – zuletzt hatten Jannik Sinner und Iga Swiatek nach positiven Proben deutlich kürzere Sperren akzeptiert, weil sie eine Mitschuld ausschließen konnten.

Vondrousova, die 2023 bis auf Rang sechs der Weltrangliste kletterte und neben dem Wimbledon-Titel auch das Finale der French Open 2019 sowie olympisches Silber 2021 erreichte, hat seit Januar kein Match mehr bestritten. Eine Schulterverletzung zwang sie zur Aufgabe in Adelaide, ihre Klassierung fiel auf Platz 122. In einer Stellungnahme nach der Urteilsverkündung beteuerte sie, niemals gedopt zu haben; drei Tage nach dem Vorfall sei ein weiterer Test negativ ausgefallen. „Ich bin immer mit reinem Gewissen auf den Platz gegangen“, schrieb sie.

Die Sperre endet am 21. Juni 2030. Bis dahin darf Vondrousova an keinem von ITF, WTA, ATP oder Grand Slams organisierten Event teilnehmen, trainieren oder als Zuschauerin erscheinen. Während in London in der kommenden Woche das Turnier von Wimbledon beginnt, bleibt der Centre Court für die erste ungesetzte Siegerin der Geschichte gesperrt. Vondrousovas Anwalt Jan Exner kündigte an, den schriftlichen Entscheid des Tribunals zu prüfen und dann über eine Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne zu entscheiden.

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Die Wimbledon-Siegerin wurde für vier Jahre gesperrt, weil sie einen Dopingtest verweigerte – ein klarer Regelverstoß. Ihre persönlichen Erklärungen hatten keinen Einfluss auf das Urteil. Die Tennis-Integritätsagentur verhängte die vorgeschriebene Strafe ohne Ausnahmen.

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Die tschechische Spielerin schilderte eine akute Stressreaktion und Angst, als der Kontrolleur spätabends ohne ordentliche Identifikation anklopfte. Das unabhängige Gericht verhängte dennoch eine Vierjahressperre – eine Strafe, die für eine psychisch bedingte Reaktion hart erscheint. Ihre Karriere erleidet einen schweren Rückschlag, und die Tenniswelt denkt über das Gleichgewicht zwischen Regeln und mentaler Gesundheit nach.

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