
Schlotterbeck erleidet Bänderriss – WM-Aus für deutschen Abwehrchef
Der Innenverteidiger zog sich beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste eine schwere Sprunggelenksverletzung zu und fällt monatelang aus – ein Rückschlag für die bereits für das Achtelfinale qualifizierte deutsche Mannschaft.
Die Weltmeisterschaft 2026 hat für Nico Schlotterbeck ein jähes Ende gefunden. Der 26-jährige Innenverteidiger von Borussia Dortmund zog sich am Samstag im Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) in Toronto einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu. In der 13. Minute war er nach einem Zweikampf mit Amad Diallo umgeknickt, spielte jedoch mit sichtbarer Schwellung und unter Schmerzmitteln bis zur Halbzeit weiter. Nach der Pause ersetzte ihn Antonio Rüdiger. Die am Sonntag durchgeführte Magnetresonanztomographie bestätigte die schlimmste Befürchtung: eine Ruptur des medialen Kollateralbandes, die eine mehrmonatige Pause erzwingt. Schlotterbeck wird das Turnier nicht mehr bestreiten können, bleibt aber auf eigenen Wunsch vorerst bei der Mannschaft in Winston-Salem.
Der Ausfall wiegt schwer. Schlotterbeck hatte sich in den vergangenen Monaten als unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Defensive etabliert. Als einziger linker Innenverteidiger im Kader war er nicht nur für die defensive Stabilität, sondern vor allem für den Spielaufbau von zentraler Bedeutung. Bundestrainer Julian Nagelsmann sprach von einem „herausragenden Verteidiger“ mit „exzellentem Spielaufbau“ und fügte hinzu: „Es hätte seine WM werden können.“ Schlotterbeck selbst hatte im Vorfeld selbstbewusst auf die Qualität seines linken Fußes verwiesen. Im ersten Gruppenspiel gegen Curaçao (7:1) hatte er per Kopfball getroffen. Die deutsche Mannschaft, die nach zwei Siegen bereits als Gruppensieger für das Achtelfinale qualifiziert ist, muss nun ohne ihn auskommen. Eine Nachnominierung ist nach den FIFA-Regularien nicht mehr möglich. Nagelsmann setzt auf die verbliebenen Innenverteidiger Jonathan Tah, Antonio Rüdiger, Waldemar Anton und Malick Thiaw. Rüdiger, der zuletzt eine Reservistenrolle akzeptiert hatte, rückt damit wieder in die erste Reihe.
Die Nachricht löste international Betroffenheit aus. In deutschen Medien wurde die Verletzung als schwerer Rückschlag für den Titelkandidaten gewertet; die Frankfurter Allgemeine Zeitung sprach von einem „nächsten Rückschlag für das DFB-Team“. Schlotterbeck selbst wandte sich auf Instagram an die Fans, bat um Zeit zur Verarbeitung und rief zur Unterstützung der Mannschaft auf: „Was jetzt zählt, ist die Mannschaft. Sie verdient die volle Unterstützung aller Deutschen.“ Borussia Dortmunds Sportdirektor Lars Ricken äußerte sich „extrem leid“ und verwies auf Schlotterbecks Fähigkeit, nach Verletzungen stärker zurückzukommen. Mannschaftskollege Nadiem Amiri schilderte den Moment, als er die Diagnose erfuhr: „Du siehst, der ist einfach leer.“ In der internationalen Berichterstattung – von Lateinamerika über den Nahen Osten bis nach Südasien – wurde die Verletzung als empfindlicher Verlust für einen der Turnierfavoriten eingeordnet. Die spanischsprachige Presse Argentiniens und Mexikos sprach von einem „durísimo golpe“ und einer „baja sensible“. Spekulationen der Bild-Zeitung über mögliche Auswirkungen auf einen angestrebten Wechsel zu Real Madrid blieben ohne Bestätigung.
Das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstag in East Rutherford (New Jersey) wird für Deutschland zur Gelegenheit, die neu formierte Abwehr einzuspielen. Die FIFA hat die US-Amerikanerin Tori Penso als Schiedsrichterin angesetzt – erst die zweite Frau, die ein Spiel bei einer Männer-Weltmeisterschaft leitet. Für Ecuador geht es noch um den Einzug in die K.-o.-Runde, während die deutsche Elf bereits mit dem Gruppensieg planen kann. Der Fokus liegt nun auf der Reorganisation der Defensive, um den Weg zum angestrebten fünften Titel fortzusetzen.
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Der deutsche Verteidiger Nico Schlotterbeck fällt für den Rest der WM 2026 wegen einer Bänderverletzung im Sprunggelenk aus, die er sich gegen die Elfenbeinküste zugezogen hat. Der DFB bestätigte die Diagnose, und Trainer Nagelsmann sagte, das Team werde seine defensiven und spielaufbauenden Fähigkeiten vermissen. Deutschland muss sich nun ohne ihn neu formieren.
Ein schwerer Schlag für Deutschland: Innenverteidiger Nico Schlotterbeck erlitt einen Bänderriss im Sprunggelenk und wird den Rest der WM verpassen. Die Verletzung ereignete sich früh im Spiel gegen die Elfenbeinküste nach einem Zusammenprall; trotz Versuchen weiterzuspielen, musste er ausgewechselt werden. Deutschland verliert ein wichtiges Element in seiner Defensivstruktur.
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