
Goldpreis gibt nach – Dollarstärke und Zinserhöhungserwartungen belasten das Edelmetall
Der Goldpreis fiel am Dienstag um mehr als ein Prozent, während der Dollar nahe einem Jahreshoch notierte und die Märkte eine Zinserhöhung der Fed im Dezember mit 88 Prozent Wahrscheinlichkeit einpreisen.
Der Spotpreis für Gold sank am Dienstag um 1,1 Prozent auf 4.142,61 Dollar je Feinunze, die August-Futures an der Comex gaben um 1 Prozent auf 4.160,20 Dollar nach. Auslöser war ein fester US-Dollar, der sich in der Nähe seines am Freitag erreichten Jahreshochs hielt. Händler an den Terminmärkten sehen inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 88 Prozent für eine Leitzinserhöhung der Federal Reserve im Dezember – vor der Fed-Sitzung der vergangenen Woche hatte dieser Wert noch bei 61 Prozent gelegen. Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh wird am 14. Juli erstmals vor dem Kongress zur Geldpolitik aussagen, was die hawkishe Erwartungshaltung zusätzlich stützt.
Parallel dazu dämpfen Fortschritte in den amerikanisch-iranischen Gesprächen die geopolitische Risikoprämie. Die USA setzten am Montag Sanktionen gegen Iran für 60 Tage aus, nachdem erste Verhandlungen über ein Friedensabkommen stattgefunden hatten. US-Vizepräsident JD Vance sprach von einer guten Grundlage für eine finale Einigung; Iran wies Darstellungen über Gespräche zum Atomprogramm jedoch zurück. Die Internationale Atomenergiebehörde könnte Inspektionen wieder aufnehmen, während die Straße von Hormus nach US-Angaben offen bleibt. In Libanon hält die Waffenruhe, und Israel behält sich nach Aussage von Ministerpräsident Netanyahu Handlungsfreiheit im Süden des Landes vor. Die Rohölpreise, die am Montag stark gefallen waren, erholten sich am Dienstag leicht, bieten dem Gold aber kaum Unterstützung.
Für die Edelmetallmärkte bleibt der Dollar der dominierende Faktor. Aus Chicagoer Sicht betonte Fed-Präsident Austan Goolsbee, er konzentriere sich darauf, ob die erhöhte Inflation fortbestehe oder mit nachlassenden Zolleffekten und einer möglichen Lösung des Nahostkonflikts zurückgehe. Spekulanten haben ihre Netto-Long-Positionen in Gold in der Woche zum 16. Juni um gut 9.000 Kontrakte auf 112.918 ausgeweitet, was auf eine vorsichtig optimistische Haltung hindeutet. Silber fiel um 3,3 Prozent auf 63,05 Dollar, Platin um 1,9 Prozent auf 1.646,30 Dollar und Palladium um 1,8 Prozent auf 1.242,75 Dollar.
Der nächste Impulsgeber sind die US-PCE-Daten, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, die im Laufe der Woche veröffentlicht werden. Sie könnten die Zinserwartungen weiter verfestigen oder relativieren. Zudem richtet sich der Blick auf den 14. Juli, wenn Fed-Chef Warsh seine geldpolitische Linie vor dem Kongress erläutert. Die 60-Tage-Frist für die iranischen Öllieferungen und der Fortgang der Gespräche bleiben geopolitische Variablen, die kurzfristig auf die Risikoaufschläge wirken können.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Goldpreise schwankten in dieser Woche zwischen Gewinnen und Verlusten. Die anfängliche Erleichterung über Fortschritte bei den US-iranischen Friedensgesprächen, die den Ölpreis drückten, wich dem Druck eines festen Dollars und den Wetten auf eine Fed-Zinserhöhung. Das Metall erholte sich später von einem Wochentief, doch der starke Greenback begrenzte den Anstieg.
Gold fiel unter dem Druck der Aussicht auf anhaltend hohe Zinsen und einen steigenden Dollar. Fortschritte bei den US-iranischen Gesprächen wurden vermerkt, blieben aber ein Nebenfaktor. Der Rückgang spiegelte die nachlassende Nachfrage nach sicheren Anlagen angesichts der geldpolitischen Straffungssignale wider.
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