
Mexiko-Stadt mobilisiert Sicherheitskräfte und verlängert Nahverkehr für WM-Duell mit Tschechien
Vor dem letzten Gruppenspiel der mexikanischen Nationalmannschaft gegen Tschechien am 24. Juni 2026 bereitet sich die Hauptstadt mit einem massiven Einsatz von Polizei, Verkehrsbetrieben und Alkoholverboten auf erwartete Menschenmassen vor.
Wenn Mexiko am Mittwochabend um 19 Uhr Ortszeit im Estadio Ciudad de México auf Tschechien trifft, steht für den Co-Gastgeber der Gruppe A der Gruppensieg auf dem Spiel. Mit zwei Siegen und ohne Gegentor führt das Team von Trainer Javier Aguirre die Tabelle an, während Tschechien nach einem Unentschieden und einer Niederlage einen Erfolg benötigt, um noch in die K.o.-Runde einzuziehen. Das Duell ist zugleich der letzte Auftritt der mexikanischen Auswahl in der Gruppenphase des Turniers, das in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen wird.
Die Stadtverwaltung von Mexiko-Stadt hat für diesen Abend ein Bündel an Maßnahmen geschnürt, das weit über den Sport hinausreicht. Der öffentliche Nahverkehr wird deutlich ausgeweitet: Die Metro verlängert den Betrieb der Linien 1, 2 und 3 bis ein Uhr morgens, die letzten Züge verlassen die Endstationen gegen 0.30 Uhr. Auch das Metrobús-System fährt auf allen sieben Linien bis in die frühen Morgenstunden des 25. Juni, der Fahrpreis bleibt unverändert bei sechs Pesos. Die direkteste Anbindung an das Stadion bietet die Kombination aus Metro-Linie 2 bis Tasqueña und der anschließenden Fahrt mit dem Tren Ligero, der für Ticketinhaber ohne Zwischenhalte bis zur Station Estadio Azteca durchfährt.
Für die Sicherheit sorgen 7.500 Einsatzkräfte der Secretaría de Seguridad Ciudadana, unterstützt von 720 Angehörigen einer gemeinsamen Task Force. Allein rund um den Zócalo, wo das FIFA Fan Fest mit Großbildleinwänden stattfindet, werden 3.275 Polizisten drei Sicherheitsringe bilden und an fünf Zugangspunkten Taschenkontrollen durchführen. Entlang des Paseo de la Reforma, der traditionellen Feiermeile, sind weitere 4.200 Beamte postiert. Die Behörden rechnen zudem mit Protestmärschen von Angehörigen Verschwundener sowie mit Blockaden von Transportunternehmern an Autobahnmautstellen; eigens eingerichtete Dialogstellen sollen Eskalationen verhindern.
Flankiert wird das Sicherheitskonzept von einer temporären Ley Seca: Von 15 Uhr am Spieltag bis 7 Uhr am Folgetag ist der Verkauf von Alkohol in Geschäften des historischen Zentrums sowie in den Stadtteilen Tabacalera, Juárez, San Rafael und Cuauhtémoc untersagt. Ausgenommen sind Restaurants, Hotels und lizenzierte Veranstaltungsorte, die Alkohol nur zum Verzehr an Ort und Stelle ausschenken dürfen. Verstöße können mit Geldbußen von umgerechnet bis zu 3.500 Euro oder Arrest geahndet werden. Die Maßnahme reagiert auf die Erfahrungen nach dem vorangegangenen Sieg gegen Südkorea, als Feiernde rund 40 Tonnen Müll auf dem Reforma-Boulevard hinterließen und es zu Schlägereien kam.
Für die Schulkinder der Hauptstadt bedeutet der Spieltag einen unterrichtsfreien Tag. Die Secretaría de Educación Pública hat für sämtliche öffentlichen und privaten Schulen in Mexiko-Stadt den Präsenzunterricht ausgesetzt, um die Verkehrsbelastung zu reduzieren. In den übrigen Bundesstaaten findet der Unterricht hingegen regulär statt. Das Estadio Ciudad de México wird nach diesem Abend noch zwei weitere WM-Partien beherbergen: ein Sechzehntelfinale am 30. Juni und ein Achtelfinale am 5. Juli, für die dasselbe Sicherheits- und Mobilitätskonzept vorgesehen ist.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Mexiko-Stadt riegelt sich für das WM-Spiel gegen Tschechien ab: 56.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, öffentliche Verkehrsmittel bis zum Morgengrauen verlängert und ein Alkoholverbot im historischen Zentrum und in den Fan-Zonen. Die Behörden wollen Ausschreitungen wie nach dem vorherigen Sieg verhindern, als tausende betrunkene Fans die Straßen stürmten.
Die mexikanische Hauptstadt hat während des Spiels Mexiko-Tschechien ein Alkoholverbot im Stadtzentrum verhängt und den Alkoholverkauf in Geschäften vom 24. Juni, 15 Uhr, bis zum nächsten Morgen ausgesetzt. Eine außergewöhnliche Maßnahme für ein Sportereignis, die in Europa kaum vorstellbar wäre.
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