
Didier Deschamps verlässt das französische WM-Quartier nach dem Tod seiner Mutter
Der Trainer wird beim letzten Gruppenspiel gegen Norwegen fehlen; sein Assistent Guy Stéphan übernimmt die Leitung der bereits qualifizierten Équipe Tricolore.
Die französische Nationalmannschaft muss ihr abschließendes Gruppenspiel der Weltmeisterschaft 2026 ohne ihren Cheftrainer bestreiten. Didier Deschamps erfuhr am Dienstagmorgen vom Tod seiner Mutter und reiste umgehend aus dem Teamcamp in Massachusetts nach Frankreich zurück, um an der Beisetzung teilzunehmen. Die Fédération Française de Football (FFF) bestätigte in einer offiziellen Mitteilung, dass der 57-Jährige weder die Trainingseinheiten vor der Partie gegen Norwegen leiten noch am Freitag auf der Bank Platz nehmen wird. In Absprache mit Verbandspräsident Philippe Diallo übertrug Deschamps die Verantwortung bis zu seiner Rückkehr an seinen langjährigen Assistenten Guy Stéphan.
Sportlich befinden sich die Bleus in einer komfortablen Lage. Mit einem 3:1-Auftaktsieg gegen Senegal und einem 3:0-Erfolg über den Irak – unterbrochen von einer mehr als zweistündigen Gewitterpause in Philadelphia – hat das Team bereits sechs Punkte gesammelt und den Einzug in die Runde der letzten 32 gesichert. Kylian Mbappé erzielte beim Sieg gegen den Irak zwei Treffer und absolvierte zugleich sein 100. Länderspiel; Ousmane Dembélé steuerte den dritten Torerfolg bei. Das Duell mit Norwegen, das ebenfalls mit zwei Siegen gestartet ist, entscheidet nun über den Gruppensieg im Abschnitt I. Aufgrund der um ein Tor besseren Tordifferenz genügt Frankreich bereits ein Unentschieden, um die Spitzenposition zu behaupten.
Der persönliche Verlust trifft Deschamps in einer ohnehin emotional aufgeladenen Turniersituation. Der frühere Weltmeister-Kapitän von 1998 hatte angekündigt, nach der WM 2026 sein Amt als Nationaltrainer niederzulegen. Seit 2012 führte er die Auswahl zum Titelgewinn 2018 in Russland und ins Finale 2022, das im Elfmeterschießen gegen Argentinien verloren ging. Bereits im Juni 2022 hatte Deschamps nach dem Tod seines Vaters ein Länderspiel gegen Dänemark verpasst. Die FFF rief das gesamte Umfeld zu „äußerster Zurückhaltung und Bescheidenheit“ auf und sprach der Familie des Trainers ihr Mitgefühl aus.
Innerhalb der Mannschaft wurde die Nachricht mit Bestürzung aufgenommen. Vor dem Training auf dem Campus der Bentley University legte das Team eine Schweigeminute ein. Kapitän Mbappé veröffentlichte im Namen der Spieler eine Botschaft, in der er dem Trainer und seiner Familie die volle Solidarität des Kaders zusicherte. Die französischen Medien berichteten einfühlsam über die familiäre Tragödie und verwiesen auf die enge Bindung zwischen Deschamps und seinem Stab. Internationale Beobachter aus Italien, Spanien und Südamerika hoben hervor, dass die sportliche Stabilität unter Stéphan gewahrt bleiben dürfte, da der Assistent seit über einem Jahrzehnt an der Seite des Cheftrainers arbeitet und das Team bereits 2022 vertreten hat.
Für Frankreich geht es am Freitag im Gillette Stadium von Foxborough vor allem darum, den Rhythmus für die K.o.-Phase nicht zu verlieren. Gegner Norwegen um Stürmer Erling Haaland weist ebenfalls sechs Punkte auf und hat sich mit Siegen über den Irak (4:1) und Senegal (3:2) als widerstandsfähig erwiesen. Der Gruppensieg könnte den weiteren Turnierweg beeinflussen, doch die unmittelbare sportliche Konsequenz ist klar: Beide Teams sind bereits für das Sechzehntelfinale qualifiziert, und die Partie entscheidet allein über die Endplatzierung in der Gruppe I.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Didier Deschamps verließ das französische Mannschaftsquartier nach dem Tod seiner Mutter. Er kehrt zur Beerdigung nach Frankreich zurück und wird das Spiel gegen Norwegen verpassen; Co-Trainer Guy Stéphan übernimmt. Der Verband sprach sein Beileid und seine Unterstützung aus.
Ein Schock für Frankreich: Trainer Deschamps verließ nach dem Tod seiner Mutter abrupt das WM-Quartier. Er wird das entscheidende Spiel gegen Norwegen verpassen, Assistent Stéphan springt ein. Die Nachricht hat das französische Team erschüttert.
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