
Messi und Ronaldo schreiben WM-Geschichte: Rekorde an einem Abend
Während Lionel Messi mit 18 Toren zum alleinigen WM-Rekordtorschützen aufstieg, wurde Cristiano Ronaldo der erste Spieler mit Treffern in sechs verschiedenen Weltmeisterschaften.
Am Montagabend in Dallas und am Dienstag in Houston schrieben die beiden prägenden Figuren des Weltfußballs binnen 24 Stunden neue Kapitel der WM-Historie. Lionel Messi führte Argentinien mit einem Doppelpack zum 2:0-Sieg über Österreich und überholte Miroslav Klose als alleinigen Rekordtorschützen der Weltmeisterschaften (18 Treffer). Cristiano Ronaldo antwortete mit zwei Toren beim 5:0 Portugals gegen Usbekistan und wurde zum ersten Spieler, der in sechs verschiedenen WM-Endrunden getroffen hat – ein Rekord, den er zuvor mit Messi geteilt hatte, der 2010 jedoch torlos geblieben war.
Messi, der am Mittwoch 39 Jahre alt wird, hatte in der neunten Minute einen Strafstoß vergeben, bevor er in der 38. Minute eine flache Hereingabe von Facundo Medina mit links zum 1:0 verwertete – Thiago Almada hatte den Ball clever durchgelassen. In der Nachspielzeit stocherte er den Ball nach mehreren Abwehrversuchen zum 2:0 über die Linie. Argentinien steht damit als Gruppensieger der Gruppe J im Sechzehntelfinale. Ronaldo, 41, traf in Houston bereits nach sechs Minuten per Direktabnahme einer Cancelo-Flanke, überließ dann einen Freistoß Nuno Mendes, der zum 2:0 traf, und schob in der 39. Minute einen Steilpass von Bruno Fernandes zum 3:0 ins lange Eck. Ein Eigentor und ein Treffer von Rafael Leão besiegelten den ersten portugiesischen Sieg im Turnier.
Die Reaktionen spiegelten die globale Dimension der beiden Rekorde. Miroslav Klose, dessen Marke von 16 Toren zwölf Jahre Bestand hatte, gratulierte Messi im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung: „Für mich ist Lionel Messi der beste Fußballer aller Zeiten.“ Brasiliens Ronaldo Nazário kommentierte mit einem Scherz über sein eigenes Karriereende. In Argentinien titelte La Nación von einem „Wettkampf-Tier“, in Frankreich nannte L’Équipe Messi den „König der Welt“. Die portugiesische Presse feierte Ronaldo als „ersten und einzigen“, der in sechs Turnieren getroffen habe, und verwies auf die überstandene „dunkle Woche“ nach dem enttäuschenden 1:1 gegen die DR Kongo. Auch in Deutschland, wo die FAZ Ronaldos „WM-Rekord von Messi zurück“ holen sah, wurde die Leistung als Antwort auf die Kritik gewertet.
Die Torjägerliste des Turniers führt Messi mit fünf Treffern an, gefolgt von Kylian Mbappé und Erling Haaland mit je vier. Ronaldo rückte mit seinen Saisontoren zwei und drei auf zehn WM-Tore insgesamt vor und überholte Eusébio als Portugals erfolgreichsten WM-Schützen. Während Argentinien bereits für die K.-o.-Runde qualifiziert ist und Messi im letzten Gruppenspiel gegen Jordanien geschont werden könnte, kämpft Portugal am Samstag gegen Kolumbien um den Gruppensieg. Die parallelen Rekorde der beiden Ausnahmekönner haben dem Turnier eine historische Signatur verliehen, noch bevor die Gruppenphase abgeschlossen ist.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Cristiano Ronaldo besiegelte einen ewigen Rekord, indem er bei seiner sechsten Weltmeisterschaft traf – eine Leistung, die kaum zu übertreffen scheint. Das Tor löste in Houston Euphorie aus und nahm den Druck von Portugal. Der als „El Comandante“ bekannte portugiesische Stürmer hat nun 10 WM-Tore und baut seine Legende seit 2006 weiter aus.
Cristiano Ronaldo benötigte nur sechs Minuten gegen Usbekistan, um als erster Spieler bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften zu treffen. Der portugiesische Superstar hat nun von 2006 bis 2026 in jedem Turnier genetzt und zehn WM-Tore erzielt. Der Meilenstein wird sachlich und ohne große Töne vermeldet.
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