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SportDienstag, 23. Juni 2026

Englands Nullnummer gegen Ghana: Tuchels Team findet kein Mittel gegen afrikanische Defensivkunst

Trotz 79 Prozent Ballbesitz und 19 Torschüssen bleibt England torlos – Bellingham hadert mit der Auszeichnung zum Spieler des Spiels, während Ghana den Punktgewinn wie einen Sieg feiert.

Das zweite Gruppenspiel der Engländer bei dieser Weltmeisterschaft endete, wie so oft in den vergangenen Turnieren, mit einer Nullnummer. Im Gillette Stadium von Foxborough, Massachusetts, trennten sich die Three Lions und Ghana 0:0 – ein Ergebnis, das die vorzeitige Qualifikation für das Sechzehntelfinale vertagt und die Gruppe L vor dem letzten Spieltag offen hält. England dominierte die Partie nach Belieben, hielt den Ball in der ersten Halbzeit zu 78 Prozent, über die gesamte Spielzeit zu 79 Prozent und gab insgesamt 19 Torschüsse ab. Doch die Mannschaft von Thomas Tuchel fand kein Mittel gegen das von Carlos Queiroz organisierte defensive Bollwerk. Ghana verteidigte in einem tiefen 5-4-1-Block, schob die Linien eng zusammen und ließ kaum Räume zwischen den Ketten. So wurde diese Begegnung zur ersten bei diesem Turnier, in der keine der beiden Mannschaften in der ersten Halbzeit einen Schuss auf das Tor abgab.

Erst in der Schlussphase entstanden klare Chancen. In der 86. Minute köpfte der eingewechselte Nico O’Reilly nach einer Flanke von Reece James an die Latte, den Abpraller setzte Harry Kane aus kürzester Distanz mit dem linken Fuß über das Tor. Zuvor hatte Bukayo Saka den ghanaischen Ersatztorhüter Benjamin Asare zu einer Glanzparade gezwungen. Auf der Gegenseite verzeichnete Ghana in der 78. Minute seine beste Möglichkeit, als Prince Adu nach einem Konter in den Strafraum eindrang, von Ezri Konsa zu Fall gebracht wurde und der Schiedsrichter Said Martínez aus Honduras keinen Elfmeter pfiff. Queiroz kommentierte später sarkastisch, der Videoschiedsrichter sei „einen Kaffee trinken gegangen“. Auch ein Schuss Adus, der am eigenen Mitspieler Antoine Semenyo hängen blieb, brachte keine Führung.

Jude Bellingham, der mit seinem 50. Länderspiel zum jüngsten englischen Spieler mit dieser Marke avancierte und damit Wayne Rooneys Rekord unterbot, wurde nach Abpfiff zur Man of the Match gewählt – und widersprach der Entscheidung öffentlich. „Um ehrlich zu sein, ich habe es nicht verdient. Die Auszeichnung hätte an einen ihrer Verteidiger gehen sollen“, sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid. Er sprach von der „Zweitspielfieber“-Krankheit Englands, die nun zum vierten großen Turnier in Folge das zweite Gruppenspiel unentschieden enden lässt. Tuchel würdigte die körperliche Leistung Ghanas: „Ich habe selten eine solche physische Darbietung einer Mannschaft gesehen. Sie haben mit zehn Mann extrem tief verteidigt und das 0:0 wie einen Sieg gefeiert.“ Aus ghanaischer Sicht betonte Semenyo, man habe gewusst, dass man den Großteil der Partie ohne Ball bestreiten würde, und habe genau das umgesetzt, was die Mannschaft brauchte.

Durch das Remis bleiben beide Teams mit vier Punkten an der Spitze der Gruppe, England führt dank des besseren Torverhältnisses. Kroatien wahrte mit einem 1:0-Sieg über Panama seine Chance auf das Weiterkommen und liegt mit drei Zählern auf Rang drei. Am letzten Spieltag treffen England auf Panama und Ghana auf Kroatien – beide Partien werden zeitgleich ausgetragen. Ein Sieg würde England den Gruppensieg sichern, während Ghana bereits ein Unentschieden für das Erreichen der K.-o.-Runde genügen könnte.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Subsaharisch-afrikanische PresseLateinamerikanische Presse
Subsaharisch-afrikanische Presse/ Anglophon
PragmatismusDistanz

Das Spiel stellt Englands methodischen europäischen Ansatz gegen Ghanas kreativen afrikanischen Stil. Beide Teams sind punktgleich, und ein Sieg würde eine starke Ausgangsposition für das Weiterkommen schaffen. Ghanas Black Stars wollen ihr Können auf der Weltbühne präsentieren.

Lateinamerikanische Presse/ Markt
PragmatismusDistanz

England und Ghana treffen in einem entscheidenden Duell um die Gruppenführung aufeinander, wobei Harry Kane kurz vor einem historischen Torrekord steht. Die Begegnung, die erste zwischen beiden bei einer Weltmeisterschaft, könnte das vorzeitige Ticket für die K.-o.-Runde sichern. Fans können das Geschehen auf mehreren Plattformen live verfolgen.

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Dienstag, 23. Juni 2026

Englands Nullnummer gegen Ghana: Tuchels Team findet kein Mittel gegen afrikanische Defensivkunst

Trotz 79 Prozent Ballbesitz und 19 Torschüssen bleibt England torlos – Bellingham hadert mit der Auszeichnung zum Spieler des Spiels, während Ghana den Punktgewinn wie einen Sieg feiert.

Das zweite Gruppenspiel der Engländer bei dieser Weltmeisterschaft endete, wie so oft in den vergangenen Turnieren, mit einer Nullnummer. Im Gillette Stadium von Foxborough, Massachusetts, trennten sich die Three Lions und Ghana 0:0 – ein Ergebnis, das die vorzeitige Qualifikation für das Sechzehntelfinale vertagt und die Gruppe L vor dem letzten Spieltag offen hält. England dominierte die Partie nach Belieben, hielt den Ball in der ersten Halbzeit zu 78 Prozent, über die gesamte Spielzeit zu 79 Prozent und gab insgesamt 19 Torschüsse ab. Doch die Mannschaft von Thomas Tuchel fand kein Mittel gegen das von Carlos Queiroz organisierte defensive Bollwerk. Ghana verteidigte in einem tiefen 5-4-1-Block, schob die Linien eng zusammen und ließ kaum Räume zwischen den Ketten. So wurde diese Begegnung zur ersten bei diesem Turnier, in der keine der beiden Mannschaften in der ersten Halbzeit einen Schuss auf das Tor abgab.

Erst in der Schlussphase entstanden klare Chancen. In der 86. Minute köpfte der eingewechselte Nico O’Reilly nach einer Flanke von Reece James an die Latte, den Abpraller setzte Harry Kane aus kürzester Distanz mit dem linken Fuß über das Tor. Zuvor hatte Bukayo Saka den ghanaischen Ersatztorhüter Benjamin Asare zu einer Glanzparade gezwungen. Auf der Gegenseite verzeichnete Ghana in der 78. Minute seine beste Möglichkeit, als Prince Adu nach einem Konter in den Strafraum eindrang, von Ezri Konsa zu Fall gebracht wurde und der Schiedsrichter Said Martínez aus Honduras keinen Elfmeter pfiff. Queiroz kommentierte später sarkastisch, der Videoschiedsrichter sei „einen Kaffee trinken gegangen“. Auch ein Schuss Adus, der am eigenen Mitspieler Antoine Semenyo hängen blieb, brachte keine Führung.

Jude Bellingham, der mit seinem 50. Länderspiel zum jüngsten englischen Spieler mit dieser Marke avancierte und damit Wayne Rooneys Rekord unterbot, wurde nach Abpfiff zur Man of the Match gewählt – und widersprach der Entscheidung öffentlich. „Um ehrlich zu sein, ich habe es nicht verdient. Die Auszeichnung hätte an einen ihrer Verteidiger gehen sollen“, sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid. Er sprach von der „Zweitspielfieber“-Krankheit Englands, die nun zum vierten großen Turnier in Folge das zweite Gruppenspiel unentschieden enden lässt. Tuchel würdigte die körperliche Leistung Ghanas: „Ich habe selten eine solche physische Darbietung einer Mannschaft gesehen. Sie haben mit zehn Mann extrem tief verteidigt und das 0:0 wie einen Sieg gefeiert.“ Aus ghanaischer Sicht betonte Semenyo, man habe gewusst, dass man den Großteil der Partie ohne Ball bestreiten würde, und habe genau das umgesetzt, was die Mannschaft brauchte.

Durch das Remis bleiben beide Teams mit vier Punkten an der Spitze der Gruppe, England führt dank des besseren Torverhältnisses. Kroatien wahrte mit einem 1:0-Sieg über Panama seine Chance auf das Weiterkommen und liegt mit drei Zählern auf Rang drei. Am letzten Spieltag treffen England auf Panama und Ghana auf Kroatien – beide Partien werden zeitgleich ausgetragen. Ein Sieg würde England den Gruppensieg sichern, während Ghana bereits ein Unentschieden für das Erreichen der K.-o.-Runde genügen könnte.

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Das Spiel stellt Englands methodischen europäischen Ansatz gegen Ghanas kreativen afrikanischen Stil. Beide Teams sind punktgleich, und ein Sieg würde eine starke Ausgangsposition für das Weiterkommen schaffen. Ghanas Black Stars wollen ihr Können auf der Weltbühne präsentieren.

Lateinamerikanische Presse/ Markt
PragmatismusDistanz

England und Ghana treffen in einem entscheidenden Duell um die Gruppenführung aufeinander, wobei Harry Kane kurz vor einem historischen Torrekord steht. Die Begegnung, die erste zwischen beiden bei einer Weltmeisterschaft, könnte das vorzeitige Ticket für die K.-o.-Runde sichern. Fans können das Geschehen auf mehreren Plattformen live verfolgen.

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