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Geopolitik & PolitikDienstag, 23. Juni 2026

IMO beginnt Evakuierung von über 11.000 Seeleuten aus der Straße von Hormus

Nach der Wiedereröffnung der Wasserstraße infolge einer amerikanisch-iranischen Vereinbarung startet die UN-Schifffahrtsorganisation eine großangelegte Rückholaktion – unter enger Abstimmung mit den Küstenstaaten.

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) hat am Dienstag mitgeteilt, dass sie mit der Evakuierung von mehr als 11.000 Seeleuten beginnt, die infolge der kriegsbedingten Schließung der Straße von Hormus seit Wochen in der Region festsitzen. Laut IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez wird die Operation in enger Zusammenarbeit mit Iran, Oman, den übrigen Küstenstaaten, den Vereinigten Staaten und der maritimen Industrie durchgeführt. Die Organisation habe die erforderlichen Sicherheitsgarantien erhalten und die Bedingungen für eine sichere Schifffahrt vollständig überprüft, um die Aktion zu unterstützen. Nach Schätzungen der IMO befinden sich noch zwischen 500 und 600 Schiffe mit ihren Besatzungen im Persischen Golf; etwa 14 Seeleute kamen während des Konflikts ums Leben.

Die Evakuierung ist der bislang konkreteste humanitäre Schritt nach der Wiedereröffnung der strategischen Wasserstraße in der vergangenen Woche. Grundlage dafür ist eine amerikanisch-iranische Memorandum of Understanding zur Beendigung der Feindseligkeiten, die Ende Februar mit amerikanischen und israelischen Luftschlägen begonnen hatten. Aus Washingtoner Sicht bekräftigte Außenminister Marco Rubio, die Straße von Hormus sei eine internationale Wasserstraße, und kein Staat habe das Recht, Gebühren oder Steuern auf die Durchfahrt zu erheben. Präsident Donald Trump sprach von einem Rekorddurchsatz von 19 Millionen Barrel Rohöl an einem einzigen Tag. Demgegenüber erklärte der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf, die Verhältnisse in der Meerenge würden „nicht zu dem zurückkehren, was sie vor dem Krieg waren“, und das Seegebiet bleibe unter iranischer Aufsicht und Verwaltung.

Iran und Oman, die beiden unmittelbaren Küstenstaaten, veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie auf ihrer Souveränität und ihren Hoheitsrechten über die territorialen Gewässer in der Straße von Hormus bestehen. Zugleich bekräftigten sie ihre Verpflichtung, die sichere Durchfahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten. Beide Seiten vereinbarten, die Gespräche über die künftige Verwaltung der Schifffahrt, damit verbundene Dienstleistungen und deren Kosten im Rahmen eines gemeinsamen Ausschusses ihrer Außenministerien fortzusetzen. Die Beratungen stützen sich auch auf das sogenannte Islamabad-Memorandum, das bereits frühere Absprachen über die Meerenge umfasst.

Für den globalen Energiehandel und die europäischen Volkswirtschaften ist die schrittweise Normalisierung von erheblicher Bedeutung, da rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte die Straße von Hormus passiert. Nach Angaben des Analysehauses Kepler durchquerten am Montag mindestens 36 Frachtschiffe die Meerenge, das Unternehmen AXS Marine zählte 42 Durchfahrten – der höchste Wert seit Kriegsbeginn. Gleichwohl liegt das Verkehrsaufkommen damit erst bei etwa einem Drittel des Friedensniveaus von rund 120 Schiffen pro Tag. Die IMO will nun täglich über die Zahl der sicher auslaufenden Schiffe berichten. Die Evakuierung erfolgt über zwei temporäre Seekorridore, die Oman in Abstimmung mit der IMO festgelegt hat; die Schiffe werden einzeln kontaktiert und mit weiteren Instruktionen versorgt.

Die humanitäre Lage der Seeleute, die monatelang unter Ungewissheit, Bewegungsbeschränkungen und wachsenden Sorgen um ihre Versorgung litten, steht im Zentrum der aktuellen Operation. Die IMO sprach von einem wichtigen Schritt, um die menschlichen Folgen der Krise abzumildern. Die politische Auseinandersetzung über die künftige Kontrolle und mögliche Kosten der Passage ist damit jedoch nicht beigelegt. Der gemeinsame iranisch-omanische Ausschuss wird in den kommenden Wochen darüber beraten, wie die Schifffahrt in der Meerenge dauerhaft verwaltet werden soll – ein Prozess, der nach Einschätzung von Beobachtern in der Region auch die Frage berührt, ob und in welcher Form Transitgebühren erhoben werden könnten.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Iranische & verwandte PresseAtlantische / angloamerikanische Presse
Iranische & verwandte Presse/ Regime
PragmatismusDistanz

Die Vereinten Nationen haben den Beginn der Evakuierung von über 11.000 Seeleuten bekannt gegeben, die in der Straße von Hormus festsitzen. Die Operation wird in enger Zusammenarbeit mit Iran, Oman, allen anderen Küstenstaaten, den Vereinigten Staaten und der Schifffahrtsindustrie durchgeführt, nachdem Sicherheitsgarantien eingeholt und sichere Passagenbedingungen bestätigt wurden. Die Initiative spiegelt eine pragmatische multilaterale Anstrengung wider, einen maritimen Engpass zu beheben.

Atlantische / angloamerikanische Presse/ Sicherheit
EmpörungPragmatismus

Die UN-Schifffahrtsorganisation hat mit der Evakuierung von über 11.000 Seeleuten begonnen, die infolge des Krieges zwischen den USA und dem iranischen Regime im Persischen Golf festsitzen. Die groß angelegte Operation, koordiniert mit Teheran, Maskat und anderen Küstenstaaten, wurde nach Überprüfung der Sicherheitsgarantien gestartet. Die Evakuierung unterstreicht die humanitären Kosten des Konflikts und die Notwendigkeit, die sichere Durchfahrt durch eine lebenswichtige Wasserstraße wiederherzustellen.

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Dienstag, 23. Juni 2026

IMO beginnt Evakuierung von über 11.000 Seeleuten aus der Straße von Hormus

Nach der Wiedereröffnung der Wasserstraße infolge einer amerikanisch-iranischen Vereinbarung startet die UN-Schifffahrtsorganisation eine großangelegte Rückholaktion – unter enger Abstimmung mit den Küstenstaaten.

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) hat am Dienstag mitgeteilt, dass sie mit der Evakuierung von mehr als 11.000 Seeleuten beginnt, die infolge der kriegsbedingten Schließung der Straße von Hormus seit Wochen in der Region festsitzen. Laut IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez wird die Operation in enger Zusammenarbeit mit Iran, Oman, den übrigen Küstenstaaten, den Vereinigten Staaten und der maritimen Industrie durchgeführt. Die Organisation habe die erforderlichen Sicherheitsgarantien erhalten und die Bedingungen für eine sichere Schifffahrt vollständig überprüft, um die Aktion zu unterstützen. Nach Schätzungen der IMO befinden sich noch zwischen 500 und 600 Schiffe mit ihren Besatzungen im Persischen Golf; etwa 14 Seeleute kamen während des Konflikts ums Leben.

Die Evakuierung ist der bislang konkreteste humanitäre Schritt nach der Wiedereröffnung der strategischen Wasserstraße in der vergangenen Woche. Grundlage dafür ist eine amerikanisch-iranische Memorandum of Understanding zur Beendigung der Feindseligkeiten, die Ende Februar mit amerikanischen und israelischen Luftschlägen begonnen hatten. Aus Washingtoner Sicht bekräftigte Außenminister Marco Rubio, die Straße von Hormus sei eine internationale Wasserstraße, und kein Staat habe das Recht, Gebühren oder Steuern auf die Durchfahrt zu erheben. Präsident Donald Trump sprach von einem Rekorddurchsatz von 19 Millionen Barrel Rohöl an einem einzigen Tag. Demgegenüber erklärte der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf, die Verhältnisse in der Meerenge würden „nicht zu dem zurückkehren, was sie vor dem Krieg waren“, und das Seegebiet bleibe unter iranischer Aufsicht und Verwaltung.

Iran und Oman, die beiden unmittelbaren Küstenstaaten, veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie auf ihrer Souveränität und ihren Hoheitsrechten über die territorialen Gewässer in der Straße von Hormus bestehen. Zugleich bekräftigten sie ihre Verpflichtung, die sichere Durchfahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten. Beide Seiten vereinbarten, die Gespräche über die künftige Verwaltung der Schifffahrt, damit verbundene Dienstleistungen und deren Kosten im Rahmen eines gemeinsamen Ausschusses ihrer Außenministerien fortzusetzen. Die Beratungen stützen sich auch auf das sogenannte Islamabad-Memorandum, das bereits frühere Absprachen über die Meerenge umfasst.

Für den globalen Energiehandel und die europäischen Volkswirtschaften ist die schrittweise Normalisierung von erheblicher Bedeutung, da rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte die Straße von Hormus passiert. Nach Angaben des Analysehauses Kepler durchquerten am Montag mindestens 36 Frachtschiffe die Meerenge, das Unternehmen AXS Marine zählte 42 Durchfahrten – der höchste Wert seit Kriegsbeginn. Gleichwohl liegt das Verkehrsaufkommen damit erst bei etwa einem Drittel des Friedensniveaus von rund 120 Schiffen pro Tag. Die IMO will nun täglich über die Zahl der sicher auslaufenden Schiffe berichten. Die Evakuierung erfolgt über zwei temporäre Seekorridore, die Oman in Abstimmung mit der IMO festgelegt hat; die Schiffe werden einzeln kontaktiert und mit weiteren Instruktionen versorgt.

Die humanitäre Lage der Seeleute, die monatelang unter Ungewissheit, Bewegungsbeschränkungen und wachsenden Sorgen um ihre Versorgung litten, steht im Zentrum der aktuellen Operation. Die IMO sprach von einem wichtigen Schritt, um die menschlichen Folgen der Krise abzumildern. Die politische Auseinandersetzung über die künftige Kontrolle und mögliche Kosten der Passage ist damit jedoch nicht beigelegt. Der gemeinsame iranisch-omanische Ausschuss wird in den kommenden Wochen darüber beraten, wie die Schifffahrt in der Meerenge dauerhaft verwaltet werden soll – ein Prozess, der nach Einschätzung von Beobachtern in der Region auch die Frage berührt, ob und in welcher Form Transitgebühren erhoben werden könnten.

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Die Vereinten Nationen haben den Beginn der Evakuierung von über 11.000 Seeleuten bekannt gegeben, die in der Straße von Hormus festsitzen. Die Operation wird in enger Zusammenarbeit mit Iran, Oman, allen anderen Küstenstaaten, den Vereinigten Staaten und der Schifffahrtsindustrie durchgeführt, nachdem Sicherheitsgarantien eingeholt und sichere Passagenbedingungen bestätigt wurden. Die Initiative spiegelt eine pragmatische multilaterale Anstrengung wider, einen maritimen Engpass zu beheben.

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EmpörungPragmatismus

Die UN-Schifffahrtsorganisation hat mit der Evakuierung von über 11.000 Seeleuten begonnen, die infolge des Krieges zwischen den USA und dem iranischen Regime im Persischen Golf festsitzen. Die groß angelegte Operation, koordiniert mit Teheran, Maskat und anderen Küstenstaaten, wurde nach Überprüfung der Sicherheitsgarantien gestartet. Die Evakuierung unterstreicht die humanitären Kosten des Konflikts und die Notwendigkeit, die sichere Durchfahrt durch eine lebenswichtige Wasserstraße wiederherzustellen.

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