
Frankreich trotzt Gewitter und Irak – Mbappé rückt mit Doppelpack an Messis WM-Rekord heran
Eine fast zweistündige Unwetterunterbrechung in Philadelphia konnte Kylian Mbappé nicht aufhalten: Mit zwei Treffern beim 3:0 gegen den Irak zog er in der ewigen WM-Torjägerliste mit Miroslav Klose gleich und sicherte Frankreich den vorzeitigen Einzug in die K.-o.-Phase.
Es war ein Abend, der weniger durch fußballerische Glanzlichter als durch ein Wetterchaos in Erinnerung bleiben wird. Kurz nach dem Halbzeitpfiff im Lincoln Financial Field von Philadelphia forderten die Veranstalter die 68.324 Zuschauer per Lautsprecherdurchsage auf, die offenen Tribünen zu verlassen und Schutz zu suchen. Ein heftiges Gewitter mit Blitzen im Umkreis von 13 Kilometern – jener Schwelle, die das Protokoll der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde für eine sofortige Unterbrechung von Freiluftaktivitäten vorsieht – legte die Partie für mehr als eineinhalb Stunden lahm. Helfer rückten an, um den Rasen von Wassermassen zu befreien; eine in diesem Turnier sonst obligatorische Trinkpause entfiel in der zweiten Halbzeit. Als der Schiedsrichter die Begegnung schließlich wieder freigab, benötigte Frankreich nur wenige Minuten, um jede irakische Hoffnung zu ersticken und mit dem 3:0 den vorzeitigen Einzug in die Runde der letzten 32 perfekt zu machen.
Dabei hatte der Außenseiter aus dem Nahen Osten in der ersten Halbzeit noch tapfer standgehalten. Frankreichs frühe Führung durch Kylian Mbappé – ein präziser Linksschuss von der Strafraumgrenze nach Zuspiel von Michael Olise in der 14. Minute – blieb der einzige nennenswerte Abschluss des Favoriten vor der Pause. Der Irak, bei seiner ersten WM-Teilnahme seit vier Jahrzehnten, versteckte sich nicht, auch wenn Trainer Graham Arnold schon vor dem Anpfiff mit Galgenhumor gefragt hatte, ob er drei Torhüter aufstellen dürfe. Nach dem Wiederanpfiff aber agierte die Équipe Tricolore mit neuer Aggressivität. Ein katastrophaler Fehlpass des irakischen Verteidigers Zaid Tahseen auf seinen Torhüter Ahmed Basil leitete das 2:0 ein: Ousmane Dembélé fing den Ball ab, legte quer, und Mbappé schob ins leere Tor ein (54.). Wenig später vollendete Dembélé selbst eine Kombination über Olise zum 3:0 (66.). Der Münchner Profi Olise bereitete damit zwei Treffer vor und untermauerte seine starke Turnierform.
Mbappé, der sein 100. Länderspiel bestritt, schraubte sein WM-Konto auf 16 Tore – ebenso viele wie der frühere deutsche Nationalstürmer Miroslav Klose. Nur Lionel Messi liegt nach seinem Doppelpack gegen Österreich wenige Stunden zuvor mit nun 18 Treffern noch vor dem Franzosen. Aus argentinischer Perspektive ist der Rekord damit in greifbare Nähe gerückt, doch Mbappé selbst winkte ab: „Ich schaue nicht darauf, was Leo macht. Ich denke nur daran, meinem Team zu helfen.“ Frankreichs Trainer Didier Deschamps hingegen zeigte sich in der Pressekonferenz überzeugt, dass sein Kapitän die Bestmarke bald brechen werde, und verwies auf die Langlebigkeit von Messi und Cristiano Ronaldo als Maßstab.
Mit sechs Punkten aus zwei Spielen führt Frankreich die Gruppe I an und bestreitet das abschließende Vorrundenspiel gegen Norwegen, das ebenfalls beide Partien gewann. Der Irak bleibt punktlos am Tabellenende und hat nur noch gegen Senegal die Chance, den ersten WM-Punkt seiner Geschichte zu erringen. Deschamps’ Bemerkung, das dritte Tor könne „entscheidend für die Tabelle“ sein, deutet bereits auf ein mögliches Fernduell um den Gruppensieg hin, bei dem jedes Tor zählt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Trotz Unwetter und fast zweistündiger Unterbrechung führte Mbappé Frankreich zu einem 3:0-Sieg gegen den Irak, sicherte den Einzug ins Achtelfinale und hielt den Traum vom dritten WM-Titel am Leben. Mit seinem Doppelpack bleibt er im Rennen um den ewigen Torrekord.
Mbappé erzielte beim 3:0-Sieg Frankreichs gegen den Irak einen Doppelpack und sicherte die Qualifikation, doch im Mittelpunkt stehen seine Aussagen zu Messis Torrekord. Er sagt, er schaue nicht auf das, was Messi tut, spiele jede Besessenheit herunter und konzentriere sich lieber auf sein eigenes Team.
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