
Antonelli setzt in beiden Trainings die Bestzeit – Mercedes dominiert den Auftakt in Spielberg
Der Italiener Kimi Antonelli führte am Freitag beide freien Trainings zum Großen Preis von Österreich an und untermauerte damit die Vormachtstellung von Mercedes.
Kimi Antonelli hat seine starke Form auch auf dem Red Bull Ring bestätigt. Der Mercedes-Pilot erzielte in beiden Trainingssitzungen die schnellste Runde. In der ersten Session umrundete er den 4,318 Kilometer langen Kurs in 1:07,796 Minuten und verwies seinen Teamkollegen George Russell um vier Hundertstelsekunden auf Platz zwei. Am Nachmittag steigerte sich der 19-Jährige auf 1:07,014 Minuten und hielt die McLaren von Oscar Piastri und Lando Norris auf Distanz, die mit Rückständen von 0,237 und 0,325 Sekunden die Plätze zwei und drei belegten. Russell fiel im zweiten Training auf Rang sechs zurück.
Die Trainings wurden von mehreren Zwischenfällen unterbrochen. Sergio Pérez blieb mit seinem Cadillac in beiden Sessions mit einem Defekt an der Steuerelektronik liegen und konnte in der zweiten Einheit keine gezeitete Runde fahren. Auch sein Teamkollege Valtteri Bottas musste das Training nach einem Feuer am Unterboden vorzeitig beenden. Lando Norris drehte sich in der zweiten Session, setzte seine Fahrt aber fort. Die Rookie-Einsätze in der ersten Stunde – darunter Dino Beganovic im Ferrari von Charles Leclerc – sorgten für ein ungewohntes Bild in der Zeitenliste.
Aus italienischer Sicht verlief der Tag durchwachsen. Lewis Hamilton belegte im zweiten Training Rang fünf, Leclerc wurde Achter. Italienische Medien konstatierten einen Rückstand von fast sechs Zehntelsekunden auf Antonelli und spekulierten, Ferrari könne sein Potenzial noch nicht vollständig gezeigt haben. Red Bull brachte für das Heimspiel ein umfangreiches Update, doch Max Verstappen klagte über Probleme mit der Sitzposition und kam nicht über Platz vier hinaus. Aus argentinischer Perspektive stand Franco Colapinto im Mittelpunkt: Nach einem achten Platz im ersten Training fiel er im zweiten Durchgang auf Rang 16 zurück. Der Alpine-Pilot bezeichnete die mangelnde Wirkung des neuen Frontflügels als „ziemlich frustrierend“. Sein Teamkollege Pierre Gasly wurde Elfter. Der brasilianische Audi-Fahrer Gabriel Bortoleto rundete die Top Ten ab.
In der Weltmeisterschaft führt Antonelli mit 156 Punkten vor Hamilton (115) und Russell (106). Mercedes liegt auch in der Konstrukteurswertung vorn. Die hohen Asphalttemperaturen von bis zu 49 Grad Celsius veranlassten den Automobilweltverband FIA, für den Sonntag ein Hitzeprotokoll zu aktivieren. Der kurze, wellige Kurs mit seinen starken Bremszonen stellt zudem hohe Anforderungen an die Bremsen und die Power Units.
Am Samstag stehen das dritte freie Training und die Qualifikation an, die über die Startaufstellung für den achten Saisonlauf entscheiden. Die engen Abstände im vorderen Feld lassen eine intensive Zeitenjagd erwarten, bei der vor allem Ferrari und Red Bull eine Antwort auf die Mercedes-Dominanz finden müssen.
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