
Wimbledon-Auslosung: Sinner auf Djokovic-Kurs, Serena Williams kehrt zurück
Die Auslosung des dritten Grand-Slam-Turniers bringt ein mögliches Halbfinale zwischen Jannik Sinner und Novak Djokovic, während Serena Williams mit 44 Jahren ihr Einzel-Comeback gegen die 20-jährige Maya Joint gibt.
Die am Freitag in London gezogene Tableaus für Wimbledon haben dem Titelverteidiger Jannik Sinner einen serbischen Auftaktgegner und einen prominenten Schatten in seiner Turnierhälfte beschert. Der Weltranglistenerste aus Südtirol eröffnet am Montag auf dem Centre Court gegen Miomir Kecmanović, die Nummer 51 der Welt, den er in vier bisherigen Duellen stets bezwang. In derselben Tableauhälfte steht Novak Djokovic, der siebenmalige Champion, der nach überstandenen körperlichen Zweifeln beim gemeinsamen Training mit Sinner auf dem heiligen Rasen bereits Spielfreude demonstrierte. Aus italienischer Perspektive birgt der Weg Sinners einen möglichen Achtelfinal-Derby mit Luciano Darderi, ehe im Viertelfinale Daniil Medwedew und in der Runde der letzten Vier Djokovic warten könnten – eine Neuauflage des letztjährigen Halbfinals, das Sinner glatt in drei Sätzen für sich entschied.
Die Rückkehr von Serena Williams ins Einzelfeld elektrisiert das Damen-Tableau. Die 44-jährige Amerikanerin, die mit einer Wildcard antritt und seit den US Open 2022 kein Einzel mehr bestritt, trifft auf die 20-jährige Australierin Maya Joint, Nummer 53 der Welt. In den USA wird die Begegnung als Generationenduell mit ungewissem Ausgang gewertet, zumal Williams’ letzter Wimbledon-Auftritt 2022 mit einer Erstrundenniederlage gegen Harmony Tan endete. Sollte sie Joint bezwingen, könnte in der zweiten Runde die philippinische Aufsteigerin Alexandra Eala und in der dritten Runde Titelverteidigerin Iga Świątek warten. Die Polin beginnt ihre Mission Titelverteidigung gegen Taylor Townsend, während die topgesetzte Aryna Sabalenka auf Teodora Kostović trifft.
Deutsche Fachleute blicken mit gemischten Gefühlen auf die Auslosung von Alexander Zverev. Der French-Open-Sieger startet gegen den Belgier Alexander Blockx, doch in seiner Hälfte lauert mit Taylor Fritz ein Angstgegner, gegen den er die letzten sieben Vergleiche verlor. Fritz selbst steht vor einem brisanten Erstrunden-Duell mit dem britischen Publikumsliebling Jack Draper, der nach langer Verletzungspause nur noch Weltranglisten-160. ist. Britische Beobachter werten diese Paarung als das herausragende Erstrunden-Match, das bereits am ersten Turniertag für Centre-Court-Atmosphäre sorgen dürfte. Für die weiteren deutschen Damen ergaben sich anspruchsvolle Aufgaben: Eva Lys trifft auf die an 16 gesetzte Diana Shnaider, Tamara Korpatsch auf Coco Gauff.
Aus südamerikanischer Perspektive richtet sich der Blick auf den Brasilianer João Fonseca, der gegen den Spanier Roberto Bautista Agut antritt und in der dritten Runde auf Andrej Rubljow sowie im Achtelfinale auf Djokovic stoßen könnte. Der spanische Youngster Rafael Jódar, Nummer 23 der Welt, debütiert gegen den britischen Wildcard-Inhaber Felix Gil und könnte im Achtelfinale auf Sinner treffen. Das Turnier beginnt am Montag mit Sinner als erstem Akteur auf dem Centre Court – ein Ritual, das dem amtierenden Champion vorbehalten ist und den Auftakt zu zwei Wochen bildet, in denen die Rückkehr von Williams und das mögliche zwölfte Duell zwischen Sinner und Djokovic die übergeordneten Erzählstränge liefern.
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Die Wimbledon-Auslosung hat ein fesselndes Generationenduell ergeben. Die 20-jährige Australierin Maya Joint trifft auf die 24 Jahre ältere Legende Serena Williams. Die Begegnung wird als besonderer Moment für die junge Außenseiterin auf der größten Bühne des Sports inszeniert.
Die Wimbledon-Auslosung hat den europäischen Anwärtern schwere Auftaktgegner beschert. Der Italiener Jannik Sinner steht bei seiner Titelverteidigung vor einem kniffligen Weg, während die Französin Loïs Boisson auf die Weltranglistenzweite Elena Rybakina trifft. Serena Williams' Rückkehr wird vermerkt, doch der Fokus liegt auf den Aussichten der einheimischen Favoriten.
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