
Ecuadors 2:1 gegen Deutschland: Ein Feiertag nach historischem Comeback
Nach einem frühen Rückstand dreht Ecuador das letzte Gruppenspiel und zieht zum zweiten Mal in die K.-o.-Runde ein; Präsident Noboa ordnet einen landesweiten Feiertag an.
Der Schlusspfiff im MetLife Stadium von New Jersey löste in Ecuador einen nationalen Feiertag aus. Präsident Daniel Noboa verkündete noch in der Nacht per Dekret die Arbeitsruhe für den folgenden Tag, nachdem die ecuadorianische Nationalmannschaft Deutschland mit 2:1 bezwungen und sich damit erstmals seit 2006 wieder für die K.-o.-Runde einer Weltmeisterschaft qualifiziert hatte. „Danke an die Spieler und den Trainer, die trotz Kritik, Beleidigungen und schwieriger Momente zurückgekommen sind und dem ganzen Land diese immense Freude bereitet haben. Morgen ist Feiertag!“, schrieb Noboa auf der Plattform X. Die Anordnung galt für den gesamten öffentlichen und privaten Sektor und musste nicht nachgeholt werden.
Dabei hatte die Partie für die „Tri“ denkbar ungünstig begonnen. Leroy Sané traf bereits in der zweiten Minute zur frühen deutschen Führung, doch der Treffer war umstritten. Aleksandar Pavlovic hatte zuvor im Mittelfeld Pedro Vite mit einem hohen Bein am Kopf getroffen, Schiedsrichterin Tori Penso ließ jedoch weiterspielen, und der Videobeweis griff nicht ein. Ecuador protestierte heftig, ließ sich aber nicht entmutigen. Nur sieben Minuten später erzwang Vite einen Ballverlust, Nilson Angulo zog aus der Distanz ab und sein Schuss schlug durch die Beine von Pavlovic hindurch zum 1:1 ein – das erste Tor Ecuadors im Turnier nach zuvor 39 erfolglosen Abschlüssen. In der Folge befreite sich die ecuadorianische Mannschaft zusehends, während Deutschland zwar mehr Ballbesitz hatte, aber in der Defensive anfällig blieb. Nachdem ein Strafstoß für Deutschland nach Videobeweis zurückgenommen worden war, schlug Ecuador in der 77. Minute zu: Eine Ecke verlängerte Kevin Rodríguez per Kopf, und Gonzalo Plata stocherte den Ball aus kurzer Distanz zum 2:1 über die Linie. Die Schlussphase überstand Ecuador mit kompakter Defensive und leidenschaftlichem Einsatz.
Die Vorzeichen vor dem letzten Gruppenspieltag waren für Ecuador prekär. Nach einer 0:1-Niederlage gegen die Elfenbeinküste und einem torlosen Remis gegen Außenseiter Curaçao benötigte die Mannschaft zwingend einen Sieg, um noch eine Chance auf das Weiterkommen zu haben. Deutschland hingegen stand bereits als Gruppensieger der Gruppe E fest und konnte das Spiel gelassener angehen. Die Elfenbeinküste sicherte sich mit einem 2:0 gegen Curaçao den zweiten Platz. Ecuador rückte als einer der acht besten Gruppendritten in die Runde der letzten 32 vor – ein Modus, der durch die Aufstockung des Turniers auf 48 Teams möglich wurde.
Für Ecuador ist es nach dem Achtelfinaleinzug 2006 in Deutschland der erst zweite Vorstoß in eine WM-K.-o.-Phase. Die ecuadorianischen Medien feierten den Erfolg als historischen Triumph, und die Anhänger im ausverkauften Stadion sorgten für eine ausgelassene Stimmung. Aus deutscher Sicht bleibt die Niederlage ein Schönheitsfleck, der jedoch keine sportlichen Konsequenzen hat. Die deutsche Mannschaft zieht als Gruppenerster in die nächste Runde ein. Ecuador hingegen muss nun auf den Abschluss der übrigen Gruppen warten, um den Gegner im Sechzehntelfinale zu erfahren. Die Reise der „Tri“ geht weiter – und das ganze Land hat einen Tag frei, um sie zu feiern.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ecuadors Sieg über Deutschland ist ein historischer Triumph für den lateinamerikanischen Fußball, eine Revanche gegen die europäischen Großmächte. Präsident Noboa erklärte zu Recht einen Nationalfeiertag, um den regionalen Stolz und die Widerstandskraft der Tricolor zu feiern.
Ecuadors überraschender Sieg über Deutschland veranlasste Präsident Noboa, einen Feiertag auszurufen – ein pragmatischer Schachzug, um die nationale Euphorie zu nutzen. Die historische Qualifikation für die K.o.-Runde wurde im ganzen Land gefeiert.
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