
Ein Licht in der Kirche: Cody Gakpo und die stille Trauer um seinen ungeborenen Sohn
Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erlebt der niederländische Stürmer Cody Gakpo einen privaten Verlust, der die Grenzen zwischen öffentlichem Spektakel und persönlichem Schmerz verschwimmen lässt.
In einer Kirche irgendwo in den Vereinigten Staaten, wo die Weltmeisterschaft 2026 tobt, entzündeten Cody Gakpo und seine Partnerin Noa van der Bij eine Kerze. Es war ein stiller Akt, fernab der Stadien, in denen der niederländische Stürmer wenige Tage zuvor mit zwei Toren gegen Schweden geglänzt hatte. Danach gingen sie mit ihrem zweijährigen Sohn Samuel auf den Spielplatz neben dem Gotteshaus. Dort trafen sie auf ein einziges anderes Kind – einen Jungen, der Elijah hieß. Für das Paar, das gerade den Verlust seines ungeborenen Sohnes verkraften musste, war diese Begegnung mehr als Zufall. „Es hätte kein schöneres Zeichen Gottes geben können“, schrieb van der Bij später. „Er erinnerte uns daran, dass unser kleiner Junge nie weit weg ist.“
Die Nachricht vom Tod des Kindes während der Schwangerschaft hatte das Paar zuvor auf Instagram geteilt. „Mit gebrochenem Herzen teilen wir die erschütternde Nachricht, dass unser kleiner Junge während der Schwangerschaft gestorben ist“, hieß es in einem Post, der ein Bild der beiden Hände über einer Babydecke und einer gestrickten Mütze zeigte. Der Junge sollte Elijah Raphael Gakpo heißen. Gakpo selbst, 27 Jahre alt und Stürmer beim FC Liverpool, bat in einer eigenen Mitteilung um „Privatsphäre und Raum“ für seine Familie. Es war ein seltener Einblick in das private Leid eines Sportlers, dessen Körper und Leistung sonst im Zentrum der globalen Aufmerksamkeit stehen.
Gakpo ist eine der Schlüsselfiguren der niederländischen Nationalmannschaft, die unter Ronald Koeman als Gruppensieger in die K.-o.-Runde eingezogen ist. In drei Spielen stand er auf dem Platz, erzielte zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Sein Auftritt gegen Schweden, bei dem er das 5:1 mit einem Doppelpack und einer Vorlage prägte, war einer der Höhepunkte der Vorrunde. Nun, zwei Tage vor dem Achtelfinale gegen Marokko in Monterrey, Mexiko, überschattet die private Tragödie das sportliche Geschehen. Der niederländische Verband KNVB erklärte, Gakpo habe nach Gesprächen mit seiner Partnerin entschieden, bei der Mannschaft zu bleiben. Man unterstütze die Familie, wolle aber aus Respekt vor der Privatsphäre keine weiteren Details nennen.
Die Geschichte berührt ein Publikum weit über die Fußballwelt hinaus. In den sozialen Medien bekundeten Fans, Mitspieler und Vereine ihr Mitgefühl. Der FC Liverpool, bei dem Gakpo unter Vertrag steht, schrieb: „Cody, wir senden dir und deiner Familie unsere Liebe, Gebete und Unterstützung.“ Auch die niederländische Nationalmannschaft veröffentlichte ein Bild Gakpos im orangefarbenen Trikot mit den Worten: „Unsere Gedanken sind bei dir, Cody und Familie.“ Die Anteilnahme spiegelt eine kulturelle Verschiebung: Immer häufiger werden die seelischen Belastungen von Athleten öffentlich thematisiert, und die Grenze zwischen der unerbittlichen Leistungsmaschinerie des Spitzensports und der Verletzlichkeit des Privatlebens wird durchlässiger. Gakpos Entscheidung, trotz des Verlustes bei der Mannschaft zu bleiben, ist dabei kein Zeichen von Härte, sondern ein Ausdruck der komplexen Realität, in der Trauer und Berufung nebeneinander existieren müssen.
Am Ende bleibt das Bild der brennenden Kerze in der Kirche und des Spielplatzes, auf dem ein fremder Junge den Namen des verlorenen Kindes trägt. Es ist ein Moment, in dem sich das Unfassbare für einen Augenblick in ein stilles Zeichen verwandelt – flüchtig, privat und doch von einer seltsamen Öffentlichkeit umgeben. Während die Weltmeisterschaft weitergeht und die Niederlande auf Marokko treffen, wird Gakpo nicht nur den Ball, sondern auch eine unsichtbare Last tragen. Die Kerze aber brennt weiter, ein kleines Licht gegen das große Dunkel.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Das Paar erlebte einen tiefen Verlust durch die Fehlgeburt ihres kleinen Jungen. In ihrer Trauer fanden sie Trost in einem Kirchenbesuch und einer zufälligen Begegnung mit einem Kind namens Elijah auf dem Spielplatz, was sie als göttliches Zeichen deuteten, dass ihr Sohn ihnen immer nahe ist. Sie baten in dieser schweren Zeit um Privatsphäre.
Die Weltmeisterschaft wurde von zwei persönlichen Verlusten überschattet: dem Tod der Mutter des französischen Trainers und der Fehlgeburt der Partnerin des niederländischen Stürmers. Der Kontrast zwischen Feier und Trauer wird in dem Ausdruck 'eine Hochzeit und zwei Beerdigungen' eingefangen. Während Deschamps zur Beerdigung nach Hause zurückkehrte, teilte Gakpo die Familientragödie in den sozialen Medien.
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