
Portugal unter Zugzwang, England vor vorzeitigem Einzug – zweite Runde der Gruppen K und L
Cristiano Ronaldo sucht nach einem enttäuschenden Auftakt Wiedergutmachung, während England mit einem Sieg gegen Ghana den Achtelfinaleinzug perfekt machen kann.
Mit dem zweiten Spieltag der Gruppen K und L erreicht die Vorrunde der Weltmeisterschaft 2026 an diesem Dienstag eine richtungsweisende Phase. Im Mittelpunkt steht Portugals Bemühen, nach dem 1:1 gegen die Demokratische Republik Kongo den erwarteten Sieg gegen Usbekistan einzufahren – und damit den Druck auf Cristiano Ronaldo zu mindern, der beim Auftakt blass geblieben war. Zeitversetzt, ab 19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, rollt der Ball in Houston, später in Boston, Toronto und Guadalajara. Während die Iberer um den Anschluss an die Spitze kämpfen, kann England im Duell mit Ghana bereits den vorzeitigen Sprung in die Runde der letzten 32 perfekt machen.
Portugals Remis gegen den Kongo, bei dem Ronaldo keine Akzente setzen konnte, hat die Ausgangslage im Gruppe K verschoben. Kolumbien setzte sich mit 3:1 gegen Usbekistan durch und führt die Tabelle mit drei Punkten und einem Saldo von +2 an. Portugal und der Kongo teilen sich mit je einem Zähler den zweiten Rang, während Usbekistan noch ohne Punkt und mit −2 Toren am Ende steht. Ein weiterer Punktverlust der Portugiesen würde die südamerikanische Führung festigen und den Druck vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Kolumbien erheblich erhöhen.
Im Gruppe L präsentierte sich England zum Auftakt in bestechender Form. Der 4:2-Erfolg gegen Kroatien, bei dem Harry Kane zwei Treffer erzielte, untermauerte den Anspruch der Mannschaft von Thomas Tuchel. Ghana bezwang Panama mit 1:0, wobei der Siegtreffer erst spät fiel. Beide Teams führen die Gruppe mit drei Punkten an, England dank des besseren Torverhältnisses. Ein Sieg gegen Ghana würde den Engländern nicht nur die Tabellenführung sichern, sondern bereits den Einzug in die K.-o.-Phase bedeuten – ein Szenario, das in europäischen Medien als erwartbar gilt.
Für Kroatien und Panama geht es im direkten Duell um das sportliche Überleben. Beide Mannschaften sind punktlos, Kroatien mit −2, Panama mit −1 Toren. Eine zweite Niederlage käme einem vorzeitigen Ausscheiden gleich, auch wenn das erweiterte Format mit 48 Teams und der Möglichkeit, als einer der acht besten Gruppendritten weiterzukommen, theoretisch noch eine Hintertür offenlässt. Im letzten Spiel des Tages trifft Kolumbien auf den Kongo. Die Südamerikaner können mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen, während der Kongo nach dem Achtungserfolg gegen Portugal ebenfalls auf Punkte hofft, um vor dem abschließenden Spiel gegen Usbekistan eine gute Ausgangsposition zu haben.
Die neue Turnierstruktur, bei der die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe sowie die acht besten Dritten in die Runde der 32 einziehen, verleiht jedem Punkt Gewicht. Am Samstag endet die Gruppenphase für die Teams der Gruppen K und L mit den Parallelpartien Kolumbien–Portugal und Kongo–Usbekistan sowie Panama–England und Kroatien–Ghana. Bis dahin werden die heutigen Ergebnisse die Hierarchien in den Tabellen zementiert oder neu geordnet haben.
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