
UN-Generalsekretär fordert volle Transparenz über Klimakosten der KI
António Guterres verlangt von KI-Unternehmen die Offenlegung ihres Wasser-, Land- und Stromverbrauchs und bindet die Forderung an eine neue UN-Transparenzinitiative.
Die Vereinten Nationen verlangen von den global führenden Unternehmen der künstlichen Intelligenz erstmals eine standardisierte Offenlegung ihrer gesamten Umweltkosten. Generalsekretär António Guterres stellte am Dienstag bei der London Climate Action Week die „Initiative für Umwelttransparenz im KI-Bereich“ vor. Hintergrund ist eine UN-Studie von Anfang Juni, wonach die Rechenzentren der Branche im Jahr 2025 rund 448 Terawattstunden Strom verbrauchten – mehr als die meisten Länder und nur knapp weniger als Frankreich. Bis 2030, so die Projektion, könnten sie mehr Elektrizität benötigen als alle Staaten mit Ausnahme von fünf und genug Wasser, um den Grundbedarf der 1,3 Milliarden Menschen in Subsahara-Afrika ein Jahr lang zu decken.
Der Vorstoß zielt auf einen Sektor, dessen Infrastruktur sich derzeit ohne einheitliche Berichtspflichten ausdehnt. Die Betreiber setzen bislang auf freiwillige Netto-Null-Zusagen und Ziele für erneuerbaren Strom, greifen für neue Projekte jedoch auch auf Gas oder Kernenergie zurück. Guterres forderte die Konzerne auf, ihre Emissionen, den Wasserverbrauch, die Flächennutzung und den gesamten Energiebedarf zu messen und öffentlich zu machen. Zudem müssten sie sich verpflichten, sämtliche Rechenzentren bis 2030 ausschließlich mit erneuerbarer Energie zu versorgen. „Wenn KI helfen soll, eine bessere Zukunft zu bauen, muss sie ehrlich sagen, was sie uns heute kostet“, sagte er mit Blick auf die oft intransparenten Folgen für die Standortgemeinden.
Parallel dazu richtete Guterres einen Appell an die fossile Industrie. Er rief zu einer globalen Methan-Initiative auf, die das Reparieren von Lecks, das Ende routinemäßigen Abfackelns und einen wissenschaftsbasierten Standard umfasst. Methan ist für etwa ein Drittel der gegenwärtigen Erderwärmung verantwortlich. Aus europäischer Perspektive erhalten die Forderungen zusätzliches Gewicht durch die zeitgleiche Hitzewelle in Westeuropa mit Temperaturrekorden in Frankreich und Warnstufen in Italien. Guterres verband die Klimakrise mit der energiepolitischen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und forderte Regierungen auf, Übergewinne der Öl- und Gaskonzerne zu besteuern, um den Umstieg auf saubere Energie zu finanzieren.
Die nächste Wegmarke setzte Guterres für September an: Vor der UN-Klimakonferenz COP31 in der Türkei will er Staats- und Regierungschefs zu einem Treffen einberufen, um eine „gerechte Transition“ weg von fossilen Energieträgern voranzutreiben. Ob und in welcher Form die KI-Unternehmen der Transparenzinitiative folgen, bleibt zunächst offen; verbindliche Vorgaben enthält der UN-Vorstoß nicht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die UN warnt, dass KI-Rechenzentren mehr Strom verbrauchen als die meisten Länder, und fordert die Unternehmen auf, die vollen Umweltkosten offenzulegen und versteckte Kosten zu beenden. Es ist an der Zeit, die ganze Wahrheit zu sagen und bis 2030 auf erneuerbare Energien umzusteigen, während Europa unter Hitzewellen leidet.
Der UN-Chef verlangt von den KI-Giganten, die wahren Klimakosten ihrer Rechenzentren offenzulegen, und macht fossile Brennstoffe für die Energie- und Klimakrise verantwortlich. Er besteht darauf, dass die Last nicht länger auf den Schwächsten liegen darf und die Zeit der versteckten Kosten vorbei ist, während Europa unter einer Hitzewelle ächzt.
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