
Ghanaischer Ritualspezialist kündigt spirituelle Intervention gegen Harry Kane an
Vor dem WM-Gruppenspiel England–Ghana erklärt Nana Kwaku Bonsam, er werde den englischen Stürmer mit traditionellen Mitteln stoppen – und verweist auf eine umstrittene Vorgeschichte mit Cristiano Ronaldo.
Der prominenteste traditionelle Priester Ghanas, Nana Kwaku Bonsam, hat wenige Tage vor der Partie gegen England am Dienstag in Foxborough öffentlich erklärt, er setze rituelle Handlungen ein, um Harry Kane zu neutralisieren. Gegenüber dem britischen Boulevardblatt Daily Star sprach Bonsam von einem Trank aus Blättern und sakralen Zutaten, den er neben einem Bild des Stürmers platziert habe. „Ich arbeite an Harry Kane. Ich wünsche ihm keine schwere Verletzung – es wird gerade genug sein, um ihn gegen mein Land zu stoppen“, wird der unter dem Beinamen „Mittwochsdämon“ bekannte Heiler zitiert. Die Ankündigung verbreitete sich rasch über soziale Netzwerke und rief in afrikanischen wie europäischen Fußballgemeinschaften gemischte Reaktionen hervor.
Auf dem Platz treffen zwei Auftaktsieger der Gruppe L aufeinander. England bezwang Kroatien mit 4:2, wobei Kane zwei Treffer erzielte und seine herausragende Form in dieser Saison – 61 Tore in 51 Pflichtspielen für den FC Bayern München – bestätigte. Ghana setzte sich mit 1:0 gegen Panama durch und führt die Tabelle gemeinsam mit den Engländern mit drei Punkten an. Die direkte Begegnung im Gillette Stadium könnte damit eine Vorentscheidung um den Gruppensieg bringen. Aus ghanaischer Perspektive wird das Duell zudem historisch aufgeladen: Medien des Landes erinnern an einen 2:1-Sieg der damaligen Goldküste gegen England sowie an ein Freundschaftsspiel 2011 im Wembley-Stadion, das ghanaische Beobachter als symbolträchtigen Moment beschreiben.
Bonsam beruft sich auf eine frühere Intervention während der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Damals hatte er erklärt, er habe Cristiano Ronaldo durch spirituelle Mittel eine Knieentzündung zugefügt, die kein Arzt heilen könne. Ronaldo laborierte vor dem Turnier tatsächlich an einer Patellasehnenreizung, stand aber im letzten Gruppenspiel gegen Ghana auf dem Platz und erzielte beim 2:1-Sieg Portugals den entscheidenden Treffer – ein Tor, das gleichwohl beiden Mannschaften nicht zum Weiterkommen reichte. In ghanaischen Kommentarspalten wird dieser Umstand nun als Argument gegen die Wirksamkeit der Ankündigung angeführt; andere Nutzer fragen ironisch, warum der Priester seine Kräfte nicht direkt auf einen ghanaischen Turniersieg richte.
Die englische Berichterstattung nimmt die Äußerungen als skurrile Randnotiz eines ohnehin spannungsgeladenen Spiels auf. Aus kontinentaleuropäischer Sicht fügt sich der Vorgang in eine lange Reihe außersportlicher Begleitphänomene bei Weltmeisterschaften, ohne dass ihm unmittelbare Relevanz für den Spielausgang beigemessen wird. Die FIFA hat sich zu dem Vorgang nicht geäußert. Für den weiteren Turnierverlauf ist die Partie von erheblicher Bedeutung: Der Sieger würde mit sechs Punkten vor dem letzten Gruppenspieltag eine komfortable Ausgangsposition für das Achtelfinale beziehen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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In Ghana hat das bevorstehende WM-Duell mit England eine nationale Fußballbegeisterung entfacht, die bis in Kirchen und traditionelle Schreine reicht. Ein bekannter traditioneller Priester hat angekündigt, Harry Kane spirituell ins Visier zu nehmen, und verspricht, gerade genug zu tun, um den englischen Kapitän zu stoppen, ohne ernsthafte Verletzungen zu verursachen. Die Behauptung ist in das größere Geflecht der ghanaischen Fußballleidenschaft eingewoben und wird mit einer Mischung aus lokalem Stolz und heiterer Belustigung aufgenommen.
Ein berühmter ghanaischer Hexendoktor hat erklärt, er setze schwarze Magie ein, um Harry Kane vor dem WM-Duell zu neutralisieren, und bereite einen Trank vor, um den englischen Stürmer zu stoppen. Die Geschichte wird als alarmierendes Eindringen von Voodoo in das Turnier dargestellt, wobei der Priester als mysteriöse und unheilvolle Gestalt außerhalb des Spielfelds gezeichnet wird.
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