
Meloni drängt auf Normalisierung der Beziehungen zu den USA nach Zerwürfnis mit Trump
Nach einem öffentlichen Schlagabtausch über ein G7-Foto und die Nutzung italienischer Militärbasen ruft Giorgia Meloni zur Rückkehr zur bilateralen Normalität auf, während Rom und Washington diplomatische Kanäle offenhalten.
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat öffentlich dazu aufgerufen, die bilateralen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten „zur Normalität zurückzuführen“. Auf einer Veranstaltung der Zeitung La Verità in Rom erklärte sie, sie habe nicht die Absicht, „diese Konfrontation weiter anzuheizen“. Zugleich verwies Meloni auf eine Kabinettssitzung, in der sie über anstehende Treffen mit amerikanischen Vertretern gesprochen habe. Außenminister Antonio Tajani, der zugleich Melonis Stellvertreter ist, schloss sich dieser Linie an und bezeichnete die Allianz mit Washington als „unverzichtbar“.
Der öffentliche Streit war eskaliert, nachdem US-Präsident Donald Trump in einem Interview behauptet hatte, Meloni habe ihn während des G7-Gipfels in Frankreich „immer wieder um ein gemeinsames Foto angefleht“. Meloni wies dies als „vollständig erfunden“ zurück. Trump wiederholte die Darstellung und warf Rom vor, amerikanische Militärbasen in Italien nicht für Operationen gegen Iran zur Verfügung gestellt zu haben. Aus Washingtoner Sicht wurde dies als mangelnde Unterstützung im Konflikt mit Teheran gewertet. Der Riss zwischen beiden Regierungen hatte sich bereits im Frühjahr 2026 vertieft, als Trump Papst Leo XIV. in einem Beitrag auf Truth Social als „WEAK on Crime and terrible for Foreign Policy“ bezeichnete und Meloni den Pontifex verteidigte.
Aus römischer Perspektive wird die Souveränität Italiens bei der Nutzung der Stützpunkte betont; Meloni erklärte, die geltenden Abkommen könnten nicht verletzt werden, solange sie Ministerpräsidentin sei. Tajani sagte, er sehe derzeit keine Anzeichen für neue Handelszölle oder einen Truppenabzug. Die diplomatischen Kanäle seien nie unterbrochen worden, und der NATO-Gipfel im kommenden Monat in Ankara biete ein Forum für weitere Gespräche. Italienische Medien verweisen unterdessen auf jüngste Umfragen in den USA, die für Trump Zustimmungswerte von nur 30 Prozent ausweisen, und sehen darin eine Bestätigung von Melonis öffentlicher Aufforderung an den Präsidenten, sich um seine eigene Popularität zu sorgen.
Beobachter in Brüssel werten den Vorgang als Ausdruck tieferer Spannungen innerhalb des transatlantischen Bündnisses, die sich an der Iran-Politik und an Fragen nationaler Souveränität entzündet haben. In Rom wird Melonis Haltung parteiübergreifend als Stärkung ihrer innenpolitischen Position gedeutet, da sie als Symbol eines europäischen konservativen Widerspruchs gegen Washington auftritt. Die nächsten konkreten Schritte sind die turnusmäßigen Konsultationen im Vorfeld des NATO-Gipfels sowie die von Meloni angekündigten bilateralen Treffen. In beiden Hauptstädten wird eine dauerhafte Beschädigung der Beziehungen derzeit als unwahrscheinlich eingeschätzt, doch die inhaltlichen Differenzen bleiben vorerst ungelöst.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die italienische Ministerpräsidentin erklärte, sie wolle den Konflikt mit Trump nicht weiter anheizen und hoffe auf eine Rückkehr zu normalen bilateralen Beziehungen mit den USA. Bei einem Forum in Rom betonte sie die Notwendigkeit konstruktiver Zusammenarbeit.
Die italienische Ministerpräsidentin konterte Trump und forderte ihn auf, sich auf seine eigene Popularität zu konzentrieren, nachdem er ihre infrage gestellt hatte. Der Streit eskalierte mit gegenseitigen Vorwürfen, und Meloni nannte Trumps Angriffe sinnlos und unprovoziert.
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