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SportFreitag, 26. Juni 2026

Elfenbeinküste-Coach Fae: Schweinsteigers WM-Kommentare „rassistisch“

Nach dem erstmaligen Einzug in die K.-o.-Runde der WM reagiert Emerse Fae scharf auf die Charakterisierung des ivorischen Spiels als „wild“ und „wenig taktisch“ durch den ARD-Experten.

Mit einem 2:0-Sieg über Curaçao in Philadelphia hat sich die Elfenbeinküste am Donnerstag erstmals in ihrer Geschichte für die K.-o.-Runde einer Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Nicolas Pépé erzielte beide Tore und sicherte dem Team von Emerse Fae hinter Deutschland den zweiten Platz in der Gruppe E. Der sportliche Erfolg wurde jedoch unmittelbar von einer Kontroverse überlagert, die sich an Äußerungen des früheren Nationalspielers Bastian Schweinsteiger entzündet hatte.

Schweinsteiger, der als Experte für die ARD von der WM berichtet, hatte vor dem deutschen 2:1-Sieg gegen die Ivorer in der Gruppenphase das Spiel der Westafrikaner als „ein bisschen afrikanischen Fußball, ein bisschen unorthodox, ein bisschen wild, ein bisschen vielleicht auch nicht so von der Taktik geprägt“ beschrieben. Auf der Pressekonferenz nach der gelungenen Qualifikation darauf angesprochen, zeigte sich Fae tief enttäuscht. „Ich fand es traurig“, sagte der 42-Jährige, der einräumte, Schweinsteiger als Spieler stets bewundert zu haben. „Wenn man den Fußball so versteht wie er, ist es merkwürdig, dass er so spricht. Wir könnten es rassistisch nennen, wenn wir die Dinge beim Namen nennen.“

Fae, der die Elfenbeinküste bereits zum Titel beim Afrika-Cup 2024 geführt hatte, wies die implizite Abwertung taktischer Fähigkeiten zurück. „Alles, was ich zeigen kann, ist, dass afrikanische Mannschaften auf dem Platz nicht nur physisch sind – wir sind technisch und taktisch versiert.“ Zugleich äußerte er die Hoffnung, es handele sich um eine ungeschickte Formulierung und nicht um eine tiefer sitzende Haltung. Er deutete zudem an, Schweinsteiger könne als früherer Weltstar in seiner neuen Rolle als Kommentator bewusst Kontroversen suchen, um Aufmerksamkeit zu erlangen.

In deutschen Medien war die Wortwahl Schweinsteigers bereits vor Faes Reaktion auf Kritik gestoßen. Der Journalist Philipp Awounou schrieb im „Spiegel“, die Charakterisierung wiederhole Stereotype, die bis in die Kolonialzeit zurückreichten, ohne Schweinsteiger persönlich Rassismus zu unterstellen. Der Sportkommentator Patrick Schnitzler sprach von „rassistischen Vorurteilen, die wir unbewusst weitertragen“. Jürgen Klopp, der sich als Zuschauer bei der WM aufhält, verweigerte in New York eine Stellungnahme mit dem Hinweis, es handele sich um ein ernstes Thema, bei dem er nicht wisse, was angemessen sei.

Für die Elfenbeinküste steht nun am 30. Juni in Arlington, Texas, das Erstrundenspiel der K.-o.-Phase gegen Frankreich oder Norwegen an. Der sportliche Fokus richtet sich damit auf die nächste Bewährungsprobe, während die Debatte über Sprache und Wahrnehmung afrikanischer Teams die WM begleitet.

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Subsaharisch-afrikanische Presse

Der Trainer der Elfenbeinküste äußerte sich tief enttäuscht über die Äußerungen des deutschen Kommentators und deutete an, dass diese als rassistisch bezeichnet werden könnten. Die Aussagen, die afrikanischen Fußball als wild und taktisch naiv beschrieben, werden als Ausdruck hartnäckiger Stereotype gesehen. Der historische Einzug der Mannschaft in die K.-o.-Runde steht in krassem Gegensatz zu solch vereinfachenden Darstellungen.

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Alarm

Bei der Weltmeisterschaft ist ein Skandal ausgebrochen, nachdem der Trainer der Elfenbeinküste den deutschen Kommentator direkt des Rassismus beschuldigt hat. Die Beschreibung des afrikanischen Fußballs als 'wild' und 'unorthodox' durch den Ex-Spieler löste sofort Empörung aus. Die Kontroverse überschattete die historische Leistung des Teams, das erstmals die K.-o.-Runde erreichte.

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Elfenbeinküste-Coach Fae: Schweinsteigers WM-Kommentare „rassistisch“

Nach dem erstmaligen Einzug in die K.-o.-Runde der WM reagiert Emerse Fae scharf auf die Charakterisierung des ivorischen Spiels als „wild“ und „wenig taktisch“ durch den ARD-Experten.

Mit einem 2:0-Sieg über Curaçao in Philadelphia hat sich die Elfenbeinküste am Donnerstag erstmals in ihrer Geschichte für die K.-o.-Runde einer Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Nicolas Pépé erzielte beide Tore und sicherte dem Team von Emerse Fae hinter Deutschland den zweiten Platz in der Gruppe E. Der sportliche Erfolg wurde jedoch unmittelbar von einer Kontroverse überlagert, die sich an Äußerungen des früheren Nationalspielers Bastian Schweinsteiger entzündet hatte.

Schweinsteiger, der als Experte für die ARD von der WM berichtet, hatte vor dem deutschen 2:1-Sieg gegen die Ivorer in der Gruppenphase das Spiel der Westafrikaner als „ein bisschen afrikanischen Fußball, ein bisschen unorthodox, ein bisschen wild, ein bisschen vielleicht auch nicht so von der Taktik geprägt“ beschrieben. Auf der Pressekonferenz nach der gelungenen Qualifikation darauf angesprochen, zeigte sich Fae tief enttäuscht. „Ich fand es traurig“, sagte der 42-Jährige, der einräumte, Schweinsteiger als Spieler stets bewundert zu haben. „Wenn man den Fußball so versteht wie er, ist es merkwürdig, dass er so spricht. Wir könnten es rassistisch nennen, wenn wir die Dinge beim Namen nennen.“

Fae, der die Elfenbeinküste bereits zum Titel beim Afrika-Cup 2024 geführt hatte, wies die implizite Abwertung taktischer Fähigkeiten zurück. „Alles, was ich zeigen kann, ist, dass afrikanische Mannschaften auf dem Platz nicht nur physisch sind – wir sind technisch und taktisch versiert.“ Zugleich äußerte er die Hoffnung, es handele sich um eine ungeschickte Formulierung und nicht um eine tiefer sitzende Haltung. Er deutete zudem an, Schweinsteiger könne als früherer Weltstar in seiner neuen Rolle als Kommentator bewusst Kontroversen suchen, um Aufmerksamkeit zu erlangen.

In deutschen Medien war die Wortwahl Schweinsteigers bereits vor Faes Reaktion auf Kritik gestoßen. Der Journalist Philipp Awounou schrieb im „Spiegel“, die Charakterisierung wiederhole Stereotype, die bis in die Kolonialzeit zurückreichten, ohne Schweinsteiger persönlich Rassismus zu unterstellen. Der Sportkommentator Patrick Schnitzler sprach von „rassistischen Vorurteilen, die wir unbewusst weitertragen“. Jürgen Klopp, der sich als Zuschauer bei der WM aufhält, verweigerte in New York eine Stellungnahme mit dem Hinweis, es handele sich um ein ernstes Thema, bei dem er nicht wisse, was angemessen sei.

Für die Elfenbeinküste steht nun am 30. Juni in Arlington, Texas, das Erstrundenspiel der K.-o.-Phase gegen Frankreich oder Norwegen an. Der sportliche Fokus richtet sich damit auf die nächste Bewährungsprobe, während die Debatte über Sprache und Wahrnehmung afrikanischer Teams die WM begleitet.

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Der Trainer der Elfenbeinküste äußerte sich tief enttäuscht über die Äußerungen des deutschen Kommentators und deutete an, dass diese als rassistisch bezeichnet werden könnten. Die Aussagen, die afrikanischen Fußball als wild und taktisch naiv beschrieben, werden als Ausdruck hartnäckiger Stereotype gesehen. Der historische Einzug der Mannschaft in die K.-o.-Runde steht in krassem Gegensatz zu solch vereinfachenden Darstellungen.

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Bei der Weltmeisterschaft ist ein Skandal ausgebrochen, nachdem der Trainer der Elfenbeinküste den deutschen Kommentator direkt des Rassismus beschuldigt hat. Die Beschreibung des afrikanischen Fußballs als 'wild' und 'unorthodox' durch den Ex-Spieler löste sofort Empörung aus. Die Kontroverse überschattete die historische Leistung des Teams, das erstmals die K.-o.-Runde erreichte.

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