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SportSonntag, 5. Juli 2026

Mexikos ewige Achtelfinal-Hürde: Mit perfektem Spiel gegen England ins Viertelfinale

Im Estadio Azteca lastet der Druck von vier Jahrzehnten auf der mexikanischen Nationalelf, die gegen die favorisierten Engländer die Chance auf den dritten Viertelfinaleinzug der Verbandsgeschichte sucht.

Im grellen Sonnenlicht des Estadio Azteca lastet an diesem Sonntag die geballte Erwartung einer ganzen Nation auf den Schultern der mexikanischen Auswahl. Seit dem 15. Juni 1986, als Manuel Negrete mit einem kunstvollen Fallrückzieher gegen Bulgarien den Weg ins Viertelfinale ebnete, wartet das Land auf die Wiederholung dieser Sternstunde. Javier Aguirre, damals als Spieler Vorbereiter jenes Tores, steht nun als Trainer vor der Aufgabe, den Bann zu brechen. „Wir müssen ein nahezu perfektes Spiel abliefern“, bekannte der 67‑Jährige vor dem Duell mit England – ein Satz, der die gesamte mexikanische Gefühlslage zwischen Hoffnung und historischer Last einfängt.

Die Vorzeichen sind auf beiden Seiten von markanten Kontrasten geprägt. Mexiko marschierte mit vier Siegen und ohne Gegentor durch das Turnier, angeführt von einem kompakten Defensivblock um César Montes und Johan Vásquez sowie der Offensivkraft von Julián Quiñones, dem nur noch ein Treffer zum Rekord der WM‑Toptorschützen Mexikos fehlt. England hingegen zeigte sich wechselhaft: Nach mühevollem 2:1 gegen die Demokratische Republik Kongo, bei dem Harry Kane mit einem späten Doppelpack rettete, sucht Trainer Thomas Tuchel noch nach der idealen Balance. Auf dem 2.200 Meter hoch gelegenen Rasen des Azteca, wo zuletzt 1986 ein englisches Team antrat, sollen Jude Bellingham und Declan Rice das Mittelfeld dominieren – ein Test, der für die Three Lions auch zur Bewährungsprobe unter den klimatischen Bedingungen wird.

Die Stimmung in der mexikanischen Hauptstadt ist aufgeheizt, nicht nur meteorologisch. Drohende Gewitter hatten die FIFA kurzzeitig an eine Verlegung denken lassen, während die britische Botschaft aufgrund hitziger Reaktionen auf die englische Delegation ein beschwichtigendes Kommuniqué veröffentlichte. Für Aguirre wiegt der sportliche Auftrag schwerer: „Der Gegner ist absolute Weltspitze, wir müssen noch besser spielen als zuletzt und auf das Quäntchen Glück hoffen.“ Der erfahrene Coach setzt auf die Geschlossenheit einer Mannschaft, die sich nach eigenen Worten wieder mit Stolz das Nationaltrikot überstreift – ein Faktor, der im Hexenkessel von Santa Úrsula den Unterschied ausmachen könnte.

Für den Gesamtsieger dieser Partie wartet im Viertelfinale am 11. Juli der Gewinner des Duells zwischen Brasilien und Norwegen. Ein Weiterkommen würde Mexiko zum dritten Mal nach 1970 und 1986 unter die letzten Acht einer Weltmeisterschaft katapultieren – beide Male auf heimischem Boden. England dagegen, seit dem Titel von 1966 ohne großen Coup, will einen weiteren Schritt aus dem Schatten der eigenen Geschichte machen. Der iranische Schiedsrichter Alireza Faghani wird bei Temperaturen um die 30 Grad ein Spiel leiten, das für beide Seiten weit mehr ist als ein Achtelfinale: Es ist die Begegnung zwischen einer leidenschaftlichen Heimmannschaft und einer traditionellen Großmacht, die sich auf dem Weg zur ersehnten Krönung den Naturgewalten eines ganzen Kontinents stellen muss.

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Sonntag, 5. Juli 2026

Mexikos ewige Achtelfinal-Hürde: Mit perfektem Spiel gegen England ins Viertelfinale

Im Estadio Azteca lastet der Druck von vier Jahrzehnten auf der mexikanischen Nationalelf, die gegen die favorisierten Engländer die Chance auf den dritten Viertelfinaleinzug der Verbandsgeschichte sucht.

Im grellen Sonnenlicht des Estadio Azteca lastet an diesem Sonntag die geballte Erwartung einer ganzen Nation auf den Schultern der mexikanischen Auswahl. Seit dem 15. Juni 1986, als Manuel Negrete mit einem kunstvollen Fallrückzieher gegen Bulgarien den Weg ins Viertelfinale ebnete, wartet das Land auf die Wiederholung dieser Sternstunde. Javier Aguirre, damals als Spieler Vorbereiter jenes Tores, steht nun als Trainer vor der Aufgabe, den Bann zu brechen. „Wir müssen ein nahezu perfektes Spiel abliefern“, bekannte der 67‑Jährige vor dem Duell mit England – ein Satz, der die gesamte mexikanische Gefühlslage zwischen Hoffnung und historischer Last einfängt.

Die Vorzeichen sind auf beiden Seiten von markanten Kontrasten geprägt. Mexiko marschierte mit vier Siegen und ohne Gegentor durch das Turnier, angeführt von einem kompakten Defensivblock um César Montes und Johan Vásquez sowie der Offensivkraft von Julián Quiñones, dem nur noch ein Treffer zum Rekord der WM‑Toptorschützen Mexikos fehlt. England hingegen zeigte sich wechselhaft: Nach mühevollem 2:1 gegen die Demokratische Republik Kongo, bei dem Harry Kane mit einem späten Doppelpack rettete, sucht Trainer Thomas Tuchel noch nach der idealen Balance. Auf dem 2.200 Meter hoch gelegenen Rasen des Azteca, wo zuletzt 1986 ein englisches Team antrat, sollen Jude Bellingham und Declan Rice das Mittelfeld dominieren – ein Test, der für die Three Lions auch zur Bewährungsprobe unter den klimatischen Bedingungen wird.

Die Stimmung in der mexikanischen Hauptstadt ist aufgeheizt, nicht nur meteorologisch. Drohende Gewitter hatten die FIFA kurzzeitig an eine Verlegung denken lassen, während die britische Botschaft aufgrund hitziger Reaktionen auf die englische Delegation ein beschwichtigendes Kommuniqué veröffentlichte. Für Aguirre wiegt der sportliche Auftrag schwerer: „Der Gegner ist absolute Weltspitze, wir müssen noch besser spielen als zuletzt und auf das Quäntchen Glück hoffen.“ Der erfahrene Coach setzt auf die Geschlossenheit einer Mannschaft, die sich nach eigenen Worten wieder mit Stolz das Nationaltrikot überstreift – ein Faktor, der im Hexenkessel von Santa Úrsula den Unterschied ausmachen könnte.

Für den Gesamtsieger dieser Partie wartet im Viertelfinale am 11. Juli der Gewinner des Duells zwischen Brasilien und Norwegen. Ein Weiterkommen würde Mexiko zum dritten Mal nach 1970 und 1986 unter die letzten Acht einer Weltmeisterschaft katapultieren – beide Male auf heimischem Boden. England dagegen, seit dem Titel von 1966 ohne großen Coup, will einen weiteren Schritt aus dem Schatten der eigenen Geschichte machen. Der iranische Schiedsrichter Alireza Faghani wird bei Temperaturen um die 30 Grad ein Spiel leiten, das für beide Seiten weit mehr ist als ein Achtelfinale: Es ist die Begegnung zwischen einer leidenschaftlichen Heimmannschaft und einer traditionellen Großmacht, die sich auf dem Weg zur ersehnten Krönung den Naturgewalten eines ganzen Kontinents stellen muss.

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