
Bidens Memoiren erscheinen nach den Midterms – Krebsbehandlung „verläuft wirklich gut“
Der frühere US-Präsident kündigt für November 2026 ein Buch über seine Amtszeit und den Rückzug aus dem Rennen 2024 an, während die Reaktionen die parteipolitischen Gräben offenlegen.
Joe Biden hat am Mittwoch die Veröffentlichung seiner präsidialen Memoiren mit dem Titel „Promise Me, America“ für den 17. November 2026 angekündigt und zugleich mitgeteilt, seine Strahlentherapie gegen einen aggressiven Prostatakrebs verlaufe „wirklich gut“. Das Buch soll nach Angaben des 83-Jährigen die zentralen Entscheidungen seiner Amtszeit behandeln – darunter den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021, den Abzug aus Afghanistan und den Krieg in der Ukraine – sowie die „zutiefst quälende Abwägung“, mit der er sich 2024 aus dem Präsidentschaftsrennen zurückzog. Der Termin liegt rund zwei Wochen nach den Midterm-Wahlen, bei denen die Demokraten versuchen, die Mehrheit im Kongress zurückzuerobern.
Aus Sicht führender Demokraten birgt der Zeitplan politischen Sprengstoff. In Washingtoner Parteikreisen wird befürchtet, die Veröffentlichung könne innerparteiliche Debatten über Bidens Vermächtnis und seine späte Entscheidung zum Verzicht auf eine zweite Kandidatur neu entfachen, während die Kampagne eigentlich auf die Bilanz von Präsident Donald Trump fokussiert bleiben soll. Republikanische Stimmen und konservative Kommentatoren hingegen nutzten die Ankündigung umgehend, um Bidens geistige Verfassung und die Verwendung eines Autopen für Unterschriften während seiner Präsidentschaft zu verspotten. Aus diesem Lager heißt es, der frühere Präsident sei nicht in der Lage gewesen, ein solches Buch selbst zu verfassen, und die Memoiren dienten lediglich der nachträglichen Rechtfertigung.
Die Kontroverse verweist auf die anhaltende Spaltung der amerikanischen Öffentlichkeit in der Bewertung der Biden-Präsidentschaft. Während das Weiße Haus unter Biden stets betonte, die Wirtschaft wiederaufgebaut und die Demokratie nach dem 6. Januar gestärkt zu haben, blieben Fragen zu seinem Gesundheitszustand ein durchgehendes Thema. Die Memoiren von First Lady Jill Biden, die im Juni erschienen, hatten eingeräumt, dass die Debattenleistung ihres Mannes im Juni 2024 nie zufriedenstellend erklärt worden sei. Mit der Krebsdiagnose, die Biden im Mai 2025 öffentlich machte, erhält die Gesundheitsfrage eine neue, persönliche Dimension, die in der Buchvermarktung eine Rolle spielen dürfte.
Die Veröffentlichung ist Teil einer langen Tradition präsidialer Memoiren, die üblicherweise mit millionenschweren Buchverträgen verbunden sind. Der Verlag Little, Brown and Company lehnte Angaben zu den finanziellen Konditionen ab. Biden plant nach Verlagsangaben eine Lesereise und Interviews. Der Erfolg des Buches und seine politische Wirkung werden maßgeblich davon abhängen, ob es den Demokraten bei den Midterms gelingt, die Mehrheitsverhältnisse zu ihren Gunsten zu verschieben, und wie die Partei danach ihre inhaltliche Aufstellung für die Präsidentschaftswahl 2028 justiert.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.80 | critical |
Biden kündigt seine Memoiren an und beruhigt über seinen Gesundheitszustand, ohne Kontroversen zu schüren.
Bidens Aussagen werden ohne kritischen Kontext berichtet, wodurch die Ankündigung als routinemäßiges Ereignis normalisiert wird.
Es erwähnt weder die Kritik an Alter und Autopen noch den politischen Konflikt.
Biden kündigt seine Memoiren an und beruhigt über seinen Gesundheitszustand, ohne Kontroversen zu schüren.
Bidens Aussagen werden ohne kritischen Kontext berichtet, wodurch die Ankündigung als routinemäßiges Ereignis normalisiert wird.
Es erwähnt weder die Kritik an Alter und Autopen noch den politischen Konflikt.
Biden kündigt seine Memoiren an und beruhigt über seinen Gesundheitszustand, ohne Kontroversen zu schüren.
Bidens Aussagen werden ohne kritischen Kontext berichtet, wodurch die Ankündigung als routinemäßiges Ereignis normalisiert wird.
Es erwähnt weder die Kritik an Alter und Autopen noch den politischen Konflikt.
Kritiker greifen Biden wegen des Autopen und seines Alters an und verspotten die Idee, dass er ein Buch schreiben könnte.
Marginale Details wie der Autopen werden hervorgehoben, um die gesamte Ankündigung zu delegitimieren und eine routinemäßige Nachricht in einen Beweis für Inkompetenz zu verwandeln.
Es berichtet weder Bidens Aussage, dass seine Krebserkrankung gut verläuft, noch den Inhalt des Buches.
Erweitere deinen Horizont
KI-Wettbewerb verlagert sich auf Kosteneffizienz
6 Sprachen · 16 Quellen
Aus TechnologyCXMT und DeepSeek planen Rekord-Börsengänge – globale KI-Regulierung im Fluss
6 Sprachen · 12 Quellen
Aus Science & HealthImpfquote steigt leicht, doch Abbruchrate bei Mehrfachimpfungen alarmiert WHO
4 Sprachen · 8 Quellen