
Mbappé vor 100. Länderspiel: Frankreichs Rekordjäger im Duell mit Irak
Mit seinem Doppelpack gegen Senegal wurde Kylian Mbappé Frankreichs Rekordtorschütze und überholte Pelé – nun steht das 100. Länderspiel gegen den Irak an, bei dem der nächste Sieg die Achtelfinalqualifikation bedeuten würde.
Kylian Mbappé hat im Eröffnungsspiel der Gruppe I gegen Senegal gleich mehrere Marken der Fußballgeschichte neu geschrieben. Beim 3:1-Erfolg in Philadelphia erzielte der 27-jährige Kapitän beide Treffer in der zweiten Halbzeit und schraubte sein Konto bei Weltmeisterschaften auf 14 Tore – damit überflügelte er Pelé (12) und zog mit Gerd Müller auf Rang vier der ewigen WM-Torschützenliste gleich. Zugleich löste er mit nun 58 Länderspieltoren Olivier Giroud als französischen Rekordhalter ab. Aus französischer Sicht markiert dieser Abend den Auftakt zu einem Turnier, in dem Mbappé weitere Bestmarken ins Visier nimmt.
Am Montagabend (Ortszeit) gegen den Irak wird der Stürmer von Real Madrid sein 100. Länderspiel bestreiten. Er ist der zehnte Franzose, der diese Schwelle erreicht – in einem Klub, dem auch Nationaltrainer Didier Deschamps (103 Einsätze) angehört. Mbappé selbst nannte die Marke „eine historische Zahl, und sie bei einer WM zu erreichen, macht sie noch besonderer“. Gleichzeitig betonte er, dass der Sieg und das Vorankommen der Mannschaft Vorrang hätten: „Es geht darum, wie ich meinem Team gegen den Irak helfen und die Trophäe im Juli holen kann.“
Die Jagd auf den WM-Torrekord hat durch Lionel Messis Dreierpack gegen Algerien (3:0) zusätzliche Dynamik erhalten. Der Argentinier egalisierte mit nun 16 Treffern die Bestmarke von Miroslav Klose, Mbappé fehlen zwei Tore zu dieser Spitze. In asiatischen Medien wird der Franzose bereits als künftiger alleiniger Rekordhalter gehandelt, zumal er mit 27 Jahren noch mehrere Turniere vor sich hat. Auch der französische Auswahlrekord von Hugo Lloris (145 Länderspiele) scheint in Reichweite, sollte Mbappé verletzungsfrei bleiben.
Der Irak reist mit einer 1:4-Auftaktniederlage gegen Norwegen nach Philadelphia. Trainer Graham Arnold reagierte auf die Frage nach einem Mittel gegen Mbappé mit Galgenhumor: „Ich habe gefragt, ob wir mit drei Torhütern spielen können – sie sagten nein.“ Welcher Schlussmann das Tor hüten wird, ließ er offen, nachdem Stammkeeper Jalal Hassan vier Gegentore kassiert hatte. Unabhängig vom Ergebnis sorgte die irakische Mannschaft für eine Geste, die in amerikanischen Medien Beachtung fand: Sie reinigte nach der Partie in Boston die eigene Kabine und hinterließ einen Zettel mit dem Dankeswort „Thank you, Boston“.
Für Frankreich geht es gegen den Irak um den vorzeitigen Einzug in die K.-o.-Runde. Ein zweiter Sieg würde das Weiterkommen besiegeln, während der Irak nach der Norwegen-Pleite unter Zugzwang steht. Mbappé, der 2018 Weltmeister wurde und 2022 im Finale einen Hattrick erzielte, sieht sein Team in der Pflicht, den eigenen Stil durchzusetzen. Die Partie im Lincoln Financial Field ist damit nicht nur die Bühne für ein persönliches Jubiläum, sondern auch ein richtungsweisendes Gruppenspiel für den Turnierverlauf der Équipe Tricolore.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die südostasiatische Presse stellt Mbappés 100. Länderspiel als historischen persönlichen Meilenstein dar, wobei der Irak als Prüfung oder Ziel für diese Leistung dient. Die Berichterstattung konzentriert sich auf den numerischen Rekord und den individuellen Werdegang des Spielers, in einem distanzierten, sachlichen Ton ohne weitergehende Kommentare.
Die kontinentaleuropäische Presse rahmt das Spiel als ein weiteres Kapitel in Mbappés unermüdlicher Rekordjagd und seiner erklärten Mission, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Die Erzählung hebt seine außergewöhnlichen Zahlen, seinen Centurio-Status und die offensive Überlegenheit Frankreichs hervor und behandelt den Irak als bloße Kulisse für eine besondere persönliche und kollektive Mission. Der Ton ist feierlich und eng an der ambitionierten Rhetorik des Teams ausgerichtet.
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