
Hauptverdächtige des Anschlags von Monaco nahe Kiew erschossen aufgefunden
Die ukrainische Sicherheitsbehörde bestätigt den Fund der Leiche von Anastasiia Berezovska; ein Offizier des Militärgeheimdienstes hat die Tat gestanden.
Die Leiche der 39-jährigen Ukrainerin Anastasiia Berezovska, die von den monegassischen Behörden als Hauptverdächtige des Sprengstoffanschlags vom 29. Juni in Monaco gesucht wurde, ist am späten Abend des 6. Juli in der Nähe von Kiew entdeckt worden. Nach Angaben des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU wies die Tote Schusswunden am Kopf auf; am Fundort seien Patronenhülsen sichergestellt worden. Zwei Männer wurden festgenommen: ein aktiver Offizier der Hauptverwaltung für Aufklärung (HUR) des ukrainischen Verteidigungsministeriums sowie ein ehemaliger Angehöriger der Strafverfolgungsbehörden.
Der HUR-Mitarbeiter hat nach Darstellung der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft gestanden, die Frau gemeinsam mit dem zweiten Verdächtigen getötet zu haben. Er gab an, seine Vorgesetzten weder über die Kontakte zu Berezovska noch über Geldtransfers informiert und aus eigenem Antrieb gehandelt zu haben. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Ex-Polizisten entdeckten die Ermittler zudem einen Kellerraum, der nach Behördenangaben einer Folterkammer ähnelt. Beide Männer stehen im Verdacht, wiederholt Kryptowährungen und Banküberweisungen an Berezovska geleistet zu haben, und werden auch auf eine mögliche Beteiligung an dem Anschlag in Monaco überprüft.
Bei der Explosion vor einem Wohnhaus im Fürstentum waren der aus der Ukraine stammende Geschäftsmann Vadym Yermolaiev, seine Lebensgefährtin Anna Nasobina und der 13-jährige Sohn des Paares verletzt worden. Yermolaiev, der 2019 die zyprische Staatsbürgerschaft annahm und seit 2023 auf der Sanktionsliste der Ukraine steht, schwebt nach Krankenhausangaben nicht mehr in Lebensgefahr; Nasobina mussten beide Beine amputiert werden. Die monegassische Justiz ermittelt wegen versuchten Mordes und des Platzierens eines Sprengsatzes im öffentlichen Raum; ein terroristischer Hintergrund wurde von den Behörden des Fürstentums ausgeschlossen.
Berezovska, die zuletzt in Hessen gemeldet war und nach dem Anschlag über Frankreich und Italien geflohen sein soll, war am 1. Juli in die Ukraine zurückgekehrt. Die internationale Polizeiorganisation Interpol hatte auf Ersuchen Monacos eine Rote Notiz veröffentlicht. Die ukrainischen Behörden betonen, sämtliche Erkenntnisse an die Ermittler im Fürstentum übermittelt zu haben. Die genauen Hintergründe der Tat sowie die Frage, ob die Festgenommenen in die Planung des Anschlags eingebunden waren, sind weiterhin Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.10 | neutral |
The case deepens: the killing of the suspect and the arrest of a Ukrainian intelligence officer raise questions about a possible cover-up.
By emphasizing the 'mystery' and the involvement of an intelligence officer among those arrested, an aura of suspicion is cast on Ukrainian authorities without direct accusation.
The event is presented as a news story: a suspect killed, two arrests. No political motivations are discussed.
By reporting facts without adjectives like 'pro-Russian' or 'mystery', a detached stance is maintained and suspicion is not fueled.
The Atlantic report omits the specific detail that one of those arrested is an active intelligence officer, a detail that in the European continental framing heightens the sense of a cover-up.
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