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Geopolitik & PolitikMontag, 29. Juni 2026

Biden attackiert Trump als „Loser“ – ein Ex-Präsident sucht die Bühne

Zwei Jahre nach dem für ihn verheerenden TV-Duell rechnete Joe Biden bei einer Spendengala in Maryland mit seinem Nachfolger ab und unterstrich damit seinen Willen zur politischen Rückkehr.

Ex-Präsident Joe Biden hat am Samstagabend bei einer Veranstaltung der Demokratischen Partei in Hanover, Maryland, eine ungewöhnlich scharfe Attacke gegen Amtsinhaber Donald Trump gerichtet. Vor Parteifreunden nannte er Trump einen „Loser“ und warf ihm Narzissmus, Inkompetenz und beispiellose Korruption vor. Der Auftritt fand genau zwei Jahre nach jenem TV-Duell statt, das Bidens Wiederwahlkampagne 2024 ins Wanken gebracht und schließlich zum Rückzug zugunsten von Kamala Harris geführt hatte. Bidens zehnminütige Rede gilt als sein bislang deutlichster Versuch, sich wieder aktiv in die politische Auseinandersetzung einzuschalten.

Im Zentrum der Kritik standen aus Sicht Bidens und führender Demokraten die „Eitelkeitsprojekte“ Trumps in der Hauptstadt. Dazu zählte Biden den Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses für einen Ballsaal, die gerichtlich gestoppte Anbringung von Trumps Namen am Kennedy Center, den Bau eines Triumphbogens zu dessen Ehren sowie die 14,7 Millionen Dollar teure Renovierung des Reflecting Pool vor dem Lincoln Memorial. Das Wasserbecken ist nach Abschluss der Arbeiten von Algen befallen. Aus dem Weißen Haus und von der Nationalparkverwaltung wird dafür Vandalismus „radikaler Linker“ verantwortlich gemacht, während Biden darin ein Symbol für das Versagen der Regierung sieht. Darüber hinaus warf der Ex-Präsident Trump vor, die Verurteilten des Kapitolsturms vom 6. Januar 2021 entschädigen zu wollen – ein Vorhaben, das ein Gericht vorläufig blockierte. Außenpolitisch bezichtigte er Trump der „gezielten Zerstörung der Nato“ und einer Bevorzugung des russischen Präsidenten Putin gegenüber amerikanischen Verbündeten.

Bidens Rückkehr auf die öffentliche Bühne erfolgt in einer für ihn persönlich und politisch schwierigen Lage. Laut einer CNN-Umfrage liegt seine Zustimmung in der Bevölkerung bei 30 Prozent – dem tiefsten Wert seiner Präsidentschaft. Zudem macht er seit Monaten eine aggressive Prostatakrebserkrankung öffentlich. Innerhalb der Demokratischen Partei wird sein erneutes Engagement kontrovers beurteilt. Ein ehemaliger Sprecher Bidens äußerte in der „New York Post“ Unverständnis darüber, warum die schmerzhafte Debatte um die verlorene Wahl jetzt wieder geführt werde. Die „New York Times“ kommentierte, die Bidens tauchten immer wieder auf, egal wie sehr die Partei sie hinter sich lassen wolle. Gleichzeitig verzeichnet der linke Flügel der Partei Auftrieb: Bei den Vorwahlen in New York setzten sich kürzlich Kandidaten durch, die dem progressiven Bürgermeister Zohran Mamdani nahestehen.

Begleitet wurde Bidens Auftritt von einer parallelen Provokation seines Sohnes Hunter. Dieser forderte Donald Trump Jr. auf der Plattform X zu einem MMA-Kampf heraus und warf dem Präsidenten vor, den Rasen des Weißen Hauses durch dort ausgetragene Kampfsportveranstaltungen „entweiht“ zu haben. Hunter Biden, der während der Präsidentschaft seines Vaters durch Drogen- und Finanzskandale belastet war, bemüht sich derzeit um öffentliche Rehabilitation. Beide Aktionen deuten aus Washingtoner Sicht auf eine koordinierte Strategie der Bidens hin, das politische Vermächtnis der Familie mitzugestalten.

Das Weiße Haus hat auf Bidens jüngste Rede bislang nicht offiziell reagiert. Trump selbst bezeichnete seinen Vorgänger auf Truth Social zuletzt als „korrupten Politiker“ und verwendete erneut den Spitznamen „Sleepy Joe“. Die Auseinandersetzung fällt in die heiße Phase der Vorbereitungen auf die Kongresswahlen im Herbst, bei denen die Demokraten um die Mehrheit kämpfen. Biden hat angekündigt, mehrere Kandidaten zu unterstützen und weitere öffentliche Auftritte zu absolvieren. Der Ton zwischen den Lagern dürfte sich damit weiter verschärfen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 1 Sprachen

38%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Atlantische / angloamerikanische PresseAtlantische / angloamerikanische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Wirtschaftlich
IronieSchadenfreude

Die Saga um das Spiegelbecken wird zur perfekten Metapher für das Scheitern und die Eitelkeit von Trumps Präsidentschaft. Ein grandioses Projekt, versenkt durch Sabotagevorwürfe und Größenwahn, Sinnbild einer chaotischen Regierung.

Atlantische / angloamerikanische Presse/ Progressiv
DistanzPragmatismus

Biden greift Trump direkt an, nennt ihn einen 'Loser' und wirft ihm Narzissmus und Korruption vor. Der Ex-Präsident nutzt den Jahrestag der Debatte für eine demokratische Spendengala und entfacht den politischen Konflikt neu.

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Montag, 29. Juni 2026

Biden attackiert Trump als „Loser“ – ein Ex-Präsident sucht die Bühne

Zwei Jahre nach dem für ihn verheerenden TV-Duell rechnete Joe Biden bei einer Spendengala in Maryland mit seinem Nachfolger ab und unterstrich damit seinen Willen zur politischen Rückkehr.

Ex-Präsident Joe Biden hat am Samstagabend bei einer Veranstaltung der Demokratischen Partei in Hanover, Maryland, eine ungewöhnlich scharfe Attacke gegen Amtsinhaber Donald Trump gerichtet. Vor Parteifreunden nannte er Trump einen „Loser“ und warf ihm Narzissmus, Inkompetenz und beispiellose Korruption vor. Der Auftritt fand genau zwei Jahre nach jenem TV-Duell statt, das Bidens Wiederwahlkampagne 2024 ins Wanken gebracht und schließlich zum Rückzug zugunsten von Kamala Harris geführt hatte. Bidens zehnminütige Rede gilt als sein bislang deutlichster Versuch, sich wieder aktiv in die politische Auseinandersetzung einzuschalten.

Im Zentrum der Kritik standen aus Sicht Bidens und führender Demokraten die „Eitelkeitsprojekte“ Trumps in der Hauptstadt. Dazu zählte Biden den Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses für einen Ballsaal, die gerichtlich gestoppte Anbringung von Trumps Namen am Kennedy Center, den Bau eines Triumphbogens zu dessen Ehren sowie die 14,7 Millionen Dollar teure Renovierung des Reflecting Pool vor dem Lincoln Memorial. Das Wasserbecken ist nach Abschluss der Arbeiten von Algen befallen. Aus dem Weißen Haus und von der Nationalparkverwaltung wird dafür Vandalismus „radikaler Linker“ verantwortlich gemacht, während Biden darin ein Symbol für das Versagen der Regierung sieht. Darüber hinaus warf der Ex-Präsident Trump vor, die Verurteilten des Kapitolsturms vom 6. Januar 2021 entschädigen zu wollen – ein Vorhaben, das ein Gericht vorläufig blockierte. Außenpolitisch bezichtigte er Trump der „gezielten Zerstörung der Nato“ und einer Bevorzugung des russischen Präsidenten Putin gegenüber amerikanischen Verbündeten.

Bidens Rückkehr auf die öffentliche Bühne erfolgt in einer für ihn persönlich und politisch schwierigen Lage. Laut einer CNN-Umfrage liegt seine Zustimmung in der Bevölkerung bei 30 Prozent – dem tiefsten Wert seiner Präsidentschaft. Zudem macht er seit Monaten eine aggressive Prostatakrebserkrankung öffentlich. Innerhalb der Demokratischen Partei wird sein erneutes Engagement kontrovers beurteilt. Ein ehemaliger Sprecher Bidens äußerte in der „New York Post“ Unverständnis darüber, warum die schmerzhafte Debatte um die verlorene Wahl jetzt wieder geführt werde. Die „New York Times“ kommentierte, die Bidens tauchten immer wieder auf, egal wie sehr die Partei sie hinter sich lassen wolle. Gleichzeitig verzeichnet der linke Flügel der Partei Auftrieb: Bei den Vorwahlen in New York setzten sich kürzlich Kandidaten durch, die dem progressiven Bürgermeister Zohran Mamdani nahestehen.

Begleitet wurde Bidens Auftritt von einer parallelen Provokation seines Sohnes Hunter. Dieser forderte Donald Trump Jr. auf der Plattform X zu einem MMA-Kampf heraus und warf dem Präsidenten vor, den Rasen des Weißen Hauses durch dort ausgetragene Kampfsportveranstaltungen „entweiht“ zu haben. Hunter Biden, der während der Präsidentschaft seines Vaters durch Drogen- und Finanzskandale belastet war, bemüht sich derzeit um öffentliche Rehabilitation. Beide Aktionen deuten aus Washingtoner Sicht auf eine koordinierte Strategie der Bidens hin, das politische Vermächtnis der Familie mitzugestalten.

Das Weiße Haus hat auf Bidens jüngste Rede bislang nicht offiziell reagiert. Trump selbst bezeichnete seinen Vorgänger auf Truth Social zuletzt als „korrupten Politiker“ und verwendete erneut den Spitznamen „Sleepy Joe“. Die Auseinandersetzung fällt in die heiße Phase der Vorbereitungen auf die Kongresswahlen im Herbst, bei denen die Demokraten um die Mehrheit kämpfen. Biden hat angekündigt, mehrere Kandidaten zu unterstützen und weitere öffentliche Auftritte zu absolvieren. Der Ton zwischen den Lagern dürfte sich damit weiter verschärfen.

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IronieSchadenfreude

Die Saga um das Spiegelbecken wird zur perfekten Metapher für das Scheitern und die Eitelkeit von Trumps Präsidentschaft. Ein grandioses Projekt, versenkt durch Sabotagevorwürfe und Größenwahn, Sinnbild einer chaotischen Regierung.

Atlantische / angloamerikanische Presse/ Progressiv
DistanzPragmatismus

Biden greift Trump direkt an, nennt ihn einen 'Loser' und wirft ihm Narzissmus und Korruption vor. Der Ex-Präsident nutzt den Jahrestag der Debatte für eine demokratische Spendengala und entfacht den politischen Konflikt neu.

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