
Razzien in Mexiko, den USA und Brasilien: Tiere, Waffen und Sprengstoff sichergestellt
In San Luis Potosí fanden Ermittler exotische Raubtiere, in Durango Explosivwaffen, in Kalifornien über hundert tote Hunde und in Brasilien eine verwahrloste Frau mit 24 Tieren.
In San Luis Potosí, Mexiko, haben Bundesbehörden bei einer Durchsuchung wegen des Verdachts auf Reifendiebstahl zwei afrikanische Löwen, einen bengalischen Tiger, einen Jaguar und einen Kojoten sichergestellt. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft (FGR) wurden zudem tausende gestohlene Reifen, Dutzende Fahrzeuge und schweres Gerät beschlagnahmt. Drei Männer wurden festgenommen und wegen Besitzes gestohlener Fahrzeuge, Hehlerware und krimineller Vereinigung angeklagt; sie befinden sich in Untersuchungshaft. Die genaue Zahl der Reifen ist unklar: Während einige Quellen von 1.781 Stück berichten, nennen andere 2.781.
Ebenfalls in Mexiko, im Bundesstaat Durango, entdeckten Sicherheitskräfte bei einer Razzia in der Ortschaft Práxedis Guerrero Nuevo Sprengsätze, zwei Langwaffen, rund 530 Schuss Munition sowie drei Autos. Die Durchsuchung erfolgte, nachdem ein Soldat eine verdächtige Person beobachtet hatte, die beim Anblick der Patrouille floh. Das Gelände wurde versiegelt, die Ermittlungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes laufen.
Im kalifornischen Fortuna (Humboldt County) stießen Ermittler auf die Überreste von mehr als hundert Hunden auf dem Gelände einer privaten Tierrettungsstation. Das Sheriff-Büro sprach von 117 intakten Kadavern, 21 Schädeln und hunderten weiterer Knochen; bei vielen Tieren wurden Schussverletzungen festgestellt. Über 600 Hundehalsbänder wurden in einer Scheune gefunden, die mutmaßlich als Tötungsort diente. Seit Januar 2025 sollen 918 Hunde an die Organisation übergeben worden sein, doch nur 116 Adoptionen sind dokumentiert. Der Betreiber wies die Vorwürfe zurück und erklärte, Euthanasie sei nur in seltenen Fällen bei unheilbarer Krankheit oder akuter Gefahr angewandt worden. Festnahmen gab es bisher nicht.
Im brasilianischen Indaial (Santa Catarina) befreite die Polizei eine 52-jährige Rollstuhlfahrerin aus einer mit Tierkot und Urin übersäten Wohnung. In dem Haus befanden sich 22 Hunde und zwei Katzen in prekären Zuständen sowie acht tote Tiere in Müllsäcken. Die 40-jährige Nichte der Frau, die für die Pflege verantwortlich war, wurde vorläufig festgenommen. Sie gab an, ihre Tante nur ausnahmsweise allein gelassen zu haben und durch die Pflege ihres kranken Vaters überlastet gewesen zu sein. Die überlebenden Tiere wurden zur Kastration und späteren Vermittlung gebracht.
Die Behörden in allen drei Ländern setzen die Untersuchungen fort. In San Luis Potosí und Durango wurden die Grundstücke unter amtliche Verwahrung gestellt; in Kalifornien steht die Auswertung von Mikrochip-Daten und Zeugenaussagen noch aus.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die mexikanischen Behörden führten eine erfolgreiche Razzia durch, retteten Löwen, einen Tiger und einen Jaguar und nahmen Verdächtige im Zusammenhang mit Fahrzeugdiebstahl fest. In Brasilien wurden eine behinderte Frau und zahlreiche Tiere unter erbärmlichen Bedingungen entdeckt, was Empörung auslöste. Die Berichterstattung betont das wirksame Vorgehen gegen Tiermisshandlung und organisierte Kriminalität.
Ein kalifornisches Tierheim verbarg ein entsetzliches Geheimnis: über hundert Hunde waren auf dem Gelände vergraben. Die Entdeckung löste eine Untersuchung wegen Misshandlung, Betrug und Verschwörung aus und offenbarte einen tiefen Vertrauensbruch. Der Fall wirft einen dunklen Schatten auf die Welt der Tierrettung und verwandelt einen Zufluchtsort in einen Ort des Grauens.
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