
Indirekte US-iranische Fachgespräche in Doha: Vermögensfreigabe und Hormuz im Fokus
Unter Vermittlung Katars und Pakistans verhandeln Washington und Teheran über die Freigabe eingefrorener Gelder und die Sicherheit der Straße von Hormus – bei widersprüchlichen Signalen über den direkten Charakter der Kontakte.
In Doha haben am Mittwoch indirekte Fachgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran begonnen. Vermittelt durch Katar und Pakistan, konzentrieren sich die technischen Delegationen auf die Freigabe iranischer Auslandsguthaben und die Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Treffen als „sehr gut“ und sprach von Fortschritten bei der nuklearen Abrüstung Irans. Teheran hingegen bestritt jegliche direkte Verhandlung mit Washington und erklärte, die Entsendung eines Expertenteams unter Leitung des Vizeaußenministers Kazem Gharibabadi diene ausschließlich der Umsetzung der bestehenden Absichtserklärung mit Katar.
Aus Washingtoner Sicht sind die Gespräche Teil eines diplomatischen Prozesses, der durch die am 17. Juni unterzeichnete Absichtserklärung in Gang gesetzt wurde. Vizepräsident J.D. Vance betonte, die Verhandlungen stünden noch am Anfang und die USA verfügten über zahlreiche nicht genutzte Druckmittel. Nach Angaben aus dem Umfeld der US-Delegation sollen die eingefrorenen iranischen Vermögenswerte in Höhe von bis zu zwölf Milliarden Dollar ausschließlich für humanitäre Zwecke – insbesondere den Kauf amerikanischer Agrarprodukte – freigegeben werden. Teheran wies diese Bedingung zurück. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghai, erklärte, die Verwendung der Mittel müsse in iranischer Hand liegen. Die Zusammensetzung der iranischen Delegation mit Vertretern von Zentralbank und Landwirtschaftsministerium unterstreicht die zentrale Bedeutung der Finanzfrage.
Die katarische Regierung, die gemeinsam mit Pakistan die Vermittlerrolle übernommen hat, bestätigte, dass die sechs Milliarden Dollar an eingefrorenen Guthaben noch nicht transferiert worden seien. Eine Freigabe erfolge entsprechend dem Fortschritt der Verhandlungen. Katar koordiniert sich zudem mit Oman, um die sichere Passage durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage statt: In der vergangenen Woche kam es zu militärischen Zwischenfällen in der Region, die den Waffenstillstand gefährdeten. Die Absichtserklärung sieht eine sechzigtägige Frist für ein umfassendes Friedensabkommen vor, das auch den Konflikt im Libanon einbezieht.
Die indirekte Form der Kontakte erlaubt beiden Seiten, sich ohne öffentlichen Gesichtsverlust auf technische Details zu einigen. Während Trump von „sehr guten Treffen“ sprach und Iran eine „weite Strecke“ zurückgelegt habe, betonte der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, es gebe „überhaupt keine Verhandlungen mit Amerika“. Die Diskrepanz in der öffentlichen Darstellung spiegelt die innenpolitischen Zwänge in beiden Ländern wider. Nach Informationen des Wall Street Journal hat Trump mit seinen Militärberatern Optionen für eine umfassende Militäroperation erörtert, sich jedoch vorerst für den diplomatischen Weg entschieden. Die Fachgespräche sollen in den kommenden Tagen fortgesetzt werden; ein Abschluss der Verhandlungen wird innerhalb der im Abkommen festgelegten Frist erwartet.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
The United States and its allies cautiously monitor progress in the Doha talks, aware that Iran could use unfrozen funds to finance destabilizing activities.
The bloc builds credibility by alternating news of progress with contextual elements that temper optimism, creating a picture of caution.
It omits Qatar's neutral role as mediator and the technical nature of the consultations, preferring to frame the whole as a strategic confrontation between the US and Iran.
Qatar confirms that the frozen Iranian funds have not yet been transferred and reiterates its role as a financial intermediary under the 2023 agreement, emphasizing the transparency of the process.
The bloc presents itself as a reliable and neutral source, providing precise details on the status of the funds and the agreement, without expressing political judgments.
It omits Western criticisms of Iran and tensions over the Strait of Hormuz, focusing exclusively on the financial aspects and its own role as mediator.
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