
Israels Verkehrsministerin bestätigt: Iron Dome während Iran-Krieg in Emiraten stationiert
Die erstmalige operative Nutzung des israelischen Raketenabwehrsystems außerhalb der USA und Israels erfolgte auf Ersuchen Abu Dhabis und wird nun offiziell eingeräumt.
Die israelische Verkehrsministerin Miri Regev hat am Sonntag in einem Radiointerview eingeräumt, dass Israel dem Golfstaat Vereinigte Arabische Emirate (VAE) während des jüngsten Krieges mit Iran ein System der Raketenabwehr Iron Dome geliefert und dort stationiert hat. Es handelt sich um die erste offizielle Bestätigung eines israelischen Kabinettsmitglieds, nachdem amerikanische Medien und US-Vertreter zuvor bereits über die Entsendung berichtet hatten. Demnach wurden Dutzende israelische Soldaten in die Emirate entsandt, um das System zu bedienen. Iran hatte während des Konflikts mehrere Hundert ballistische Raketen und Marschflugkörper sowie Tausende Drohnen auf die VAE abgefeuert; trotz hoher Abfangquoten durchschlugen einige Geschosse die Verteidigung und trafen militärische und zivile Ziele.
Aus israelischer Sicht zeigt der Vorgang eine Vertiefung der militärischen Zusammenarbeit, die seit den Abraham-Abkommen im September 2020 beständig zunimmt. Nach Angaben israelischer Beamter wurde die Entscheidung nach einem Telefonat zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und VAE-Präsident Mohammed bin Zayed getroffen. Amerikanische Quellen, darunter die Botschafter in Israel und bei den Vereinten Nationen, würdigten die beispiellose Kooperation als Ausdruck eines „außergewöhnlichen Verhältnisses“. In emiratischen Regierungskreisen wurde die militärische und nachrichtendienstliche Unterstützung Israels als „enthüllender Moment“ betrachtet, in dem sich wahre Verbündete zeigten. Iranische Stellen hatten dagegen wiederholt vor einer israelischen Sicherheitspräsenz am Persischen Golf gewarnt und machten sie für Destabilisierung verantwortlich.
Die Stationierung markiert den ersten operativen Einsatz des Iron-Dome-Systems außerhalb der Vereinigten Staaten und Israels. Anders als bei früheren Exporten – etwa nach Singapur, wo das System nur erworben wurde – handelte es sich um eine aktive, von israelischem Personal unterstützte Mission. Gleichzeitig unterstreichen die Berichte, dass die VAE von Iran weitaus massiver mit ballistischen Flugkörpern angegriffen wurden als Israel selbst. Amerikanische und israelische Streitkräfte führten zudem gemeinsam mit Golfstaaten Luftangriffe auf iranische Raketenstellungen im Süden Irans durch, um die Abschussrate zu senken. Im Gegensatz dazu gibt es keine Hinweise auf eine ähnliche Systemlieferung an Saudi-Arabien, obwohl Riad unter dem Dach der USA an regionaler Luftverteidigung mitwirkt und eine Normalisierung mit Israel von Fortschritten in der Palästinenserfrage abhängig macht.
Die nunmehr öffentliche Bestätigung Regevs bringt das Dossier aus der Grauzone informeller Berichte in den offiziellen Diskurs. Sie festigt das Bild einer strategischen Achse zwischen Tel Aviv und Abu Dhabi, die sich vor allem gegen die iranische Raketenbedrohung richtet. Über weitere Stationierungen oder ähnliche Anfragen anderer Golfstaaten ist nichts bekannt; diplomatische Kreise in Washington erwarten jedoch, dass die gewachsene Verteidigungszusammenarbeit die Architektur der Abraham-Abkommen weiter stärkt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
2 Mediengruppen · 3 Sprachen
Israeli officials confirm the deployment of Iron Dome to the UAE during the Iran war, highlighting a strategic partnership and shared defense interests. The confirmation is framed as evidence of Israel's reliability as a regional security provider.
The confirmation is reported as a fact, referencing previous reports from April and US sources. The tone is neutral, with no explicit judgment on the cooperation.
Erweitere deinen Horizont
Irans Machtdemonstration: Das Staatsbegräbnis für Ali Khamenei als geopolitische Bühne
7 Sprachen · 40 Quellen
Aus Economy & MarketsBrasiliens Automarkt überrascht mit starkem Wachstum – Indonesien zögert bei E-Auto-Förderung
4 Sprachen · 10 Quellen
Aus TechnologyUN-Bericht: KI-Regulierung kann mit der Entwicklung nicht Schritt halten
5 Sprachen · 18 Quellen