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Kriminalität & KatastrophenDonnerstag, 2. Juli 2026

Frankreich meldet 2025 zusätzliche Todesfälle in der Hitzewelle – Behörden rechnen mit weiter steigenden Zahlen

Während der Rekordhitze Ende Juni starben in Frankreich binnen einer Woche mindestens 2025 Menschen mehr als in der Vorwoche; die Daten sind vorläufig und basieren nur auf elektronischen Sterbeurkunden.

In der Woche vom 22. bis 28. Juni, dem Höhepunkt einer außergewöhnlichen Hitzewelle, sind in Frankreich nach vorläufigen Angaben der Gesundheitsbehörde Santé publique France 2025 mehr Todesfälle registriert worden als in der Vorwoche. Dies entspricht einem Anstieg um 29,1 Prozent. Besonders betroffen war die Region Paris, wo die Sterbefälle im Wochenvergleich um 62 Prozent zunahmen. Gesundheitsministerin Stéphanie Rist sprach von einem „deutlichen Anstieg“ der Todesfälle bei über 45-Jährigen und wies darauf hin, dass die Zahl der zu Hause Verstorbenen um 91 Prozent höher lag als in der Woche zuvor.

Die Behörden betonen, dass es sich um eine vorläufige Schätzung handelt. Grundlage sind ausschließlich elektronisch übermittelte Sterbeurkunden, die nur etwa 60 Prozent aller Todesfälle abdecken. Die tatsächliche Übersterblichkeit dürfte daher höher ausfallen. In den kommenden Wochen werden die papierbasierten Meldungen aus den Regionen erwartet, die das Bild vervollständigen sollen. Bereits zuvor hatte Santé publique France für die drei heißesten Tage der Hitzewelle mindestens 1000 zusätzliche Todesfälle gemeldet; die nun veröffentlichte Zahl bezieht sich auf die gesamte Woche.

Die Hitzewelle erfasste weite Teile Europas. In Belgien wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 1222 zusätzliche Todesfälle registriert – ein Anstieg um 39 Prozent, fast die Hälfte davon bei über 85-Jährigen. Die Niederlande meldeten rund 480 Übersterblichkeitsfälle, vor allem im Süden und Osten des Landes. In Deutschland verzeichnete das Robert Koch-Institut seit Jahresbeginn bis zum 21. Juni mehr als 800 hitzebedingte Todesfälle, wobei die jüngste Hitzewelle noch nicht eingerechnet ist. Auch Österreich und die Schweiz waren von Temperaturen über 35 Grad betroffen; in der Schweiz stufte der Wetterdienst die Lage zeitweise als erhebliche Gefahr ein.

Politisch hat die Hitzewelle in Frankreich ein Nachspiel. Die grüne Fraktion in der Nationalversammlung reichte am 2. Juli einen Misstrauensantrag gegen die Regierung von Premierminister Sébastien Lecornu ein. Sie wirft der Regierung mangelnde Vorbereitung auf die aktuelle und eine bereits angekündigte weitere Hitzewelle vor. Der Antrag soll am 6. Juli beraten werden. Aus Sicht von Klimaforschern sind derart intensive und langanhaltende Hitzeperioden ohne den menschengemachten Klimawandel kaum vorstellbar. Europa erwärmt sich nach Daten des Copernicus-Dienstes doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt.

Die endgültige Zahl der hitzebedingten Todesopfer wird nach Behördenangaben erst in einigen Wochen feststehen. Die Erfassung der Sterbefälle ist noch nicht abgeschlossen, und die Zuordnung einzelner Todesfälle zur Hitze erfordert vertiefte epidemiologische Analysen. Die vorliegenden Zahlen gelten daher als vorläufige Mindestwerte.

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Europa ächzt unter der extremen Hitze, mit über 1.300 Toten und strukturellen Schäden an Bahngleisen, die den Verkehr lahmgelegt haben. Die Gefahr weiterer Hitzewellen hält die Strompreise auf dem höchsten Stand seit der Energiekrise 2022, da die Nachfrage nach Kühlung das Netz belastet.

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Extreme Hitze ist zu einer strukturellen ökonomischen Variable geworden, einem neuen Zoll, den Europa nicht verhandeln kann. Mit über 2.000 Toten in Frankreich und Spanien allein im Juni und Temperaturen von bis zu 44°C belastet die durch fossile Brennstoffe ausgelöste Klimakrise Krankenhäuser, Logistik, Landwirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents.

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Frankreich meldet 2025 zusätzliche Todesfälle in der Hitzewelle – Behörden rechnen mit weiter steigenden Zahlen

Während der Rekordhitze Ende Juni starben in Frankreich binnen einer Woche mindestens 2025 Menschen mehr als in der Vorwoche; die Daten sind vorläufig und basieren nur auf elektronischen Sterbeurkunden.

In der Woche vom 22. bis 28. Juni, dem Höhepunkt einer außergewöhnlichen Hitzewelle, sind in Frankreich nach vorläufigen Angaben der Gesundheitsbehörde Santé publique France 2025 mehr Todesfälle registriert worden als in der Vorwoche. Dies entspricht einem Anstieg um 29,1 Prozent. Besonders betroffen war die Region Paris, wo die Sterbefälle im Wochenvergleich um 62 Prozent zunahmen. Gesundheitsministerin Stéphanie Rist sprach von einem „deutlichen Anstieg“ der Todesfälle bei über 45-Jährigen und wies darauf hin, dass die Zahl der zu Hause Verstorbenen um 91 Prozent höher lag als in der Woche zuvor.

Die Behörden betonen, dass es sich um eine vorläufige Schätzung handelt. Grundlage sind ausschließlich elektronisch übermittelte Sterbeurkunden, die nur etwa 60 Prozent aller Todesfälle abdecken. Die tatsächliche Übersterblichkeit dürfte daher höher ausfallen. In den kommenden Wochen werden die papierbasierten Meldungen aus den Regionen erwartet, die das Bild vervollständigen sollen. Bereits zuvor hatte Santé publique France für die drei heißesten Tage der Hitzewelle mindestens 1000 zusätzliche Todesfälle gemeldet; die nun veröffentlichte Zahl bezieht sich auf die gesamte Woche.

Die Hitzewelle erfasste weite Teile Europas. In Belgien wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 1222 zusätzliche Todesfälle registriert – ein Anstieg um 39 Prozent, fast die Hälfte davon bei über 85-Jährigen. Die Niederlande meldeten rund 480 Übersterblichkeitsfälle, vor allem im Süden und Osten des Landes. In Deutschland verzeichnete das Robert Koch-Institut seit Jahresbeginn bis zum 21. Juni mehr als 800 hitzebedingte Todesfälle, wobei die jüngste Hitzewelle noch nicht eingerechnet ist. Auch Österreich und die Schweiz waren von Temperaturen über 35 Grad betroffen; in der Schweiz stufte der Wetterdienst die Lage zeitweise als erhebliche Gefahr ein.

Politisch hat die Hitzewelle in Frankreich ein Nachspiel. Die grüne Fraktion in der Nationalversammlung reichte am 2. Juli einen Misstrauensantrag gegen die Regierung von Premierminister Sébastien Lecornu ein. Sie wirft der Regierung mangelnde Vorbereitung auf die aktuelle und eine bereits angekündigte weitere Hitzewelle vor. Der Antrag soll am 6. Juli beraten werden. Aus Sicht von Klimaforschern sind derart intensive und langanhaltende Hitzeperioden ohne den menschengemachten Klimawandel kaum vorstellbar. Europa erwärmt sich nach Daten des Copernicus-Dienstes doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt.

Die endgültige Zahl der hitzebedingten Todesopfer wird nach Behördenangaben erst in einigen Wochen feststehen. Die Erfassung der Sterbefälle ist noch nicht abgeschlossen, und die Zuordnung einzelner Todesfälle zur Hitze erfordert vertiefte epidemiologische Analysen. Die vorliegenden Zahlen gelten daher als vorläufige Mindestwerte.

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Europa ächzt unter der extremen Hitze, mit über 1.300 Toten und strukturellen Schäden an Bahngleisen, die den Verkehr lahmgelegt haben. Die Gefahr weiterer Hitzewellen hält die Strompreise auf dem höchsten Stand seit der Energiekrise 2022, da die Nachfrage nach Kühlung das Netz belastet.

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