
Washington blockiert Rückkehr von María Corina Machado nach Venezuela
Die US-Regierung hat die Heimreise der Oppositionsführerin zweimal unterbunden, um eine politische Destabilisierung während der Erdbebenkrise zu vermeiden.
Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist bei dem Versuch, nach den verheerenden Doppelbeben in ihr Land zurückzukehren, von der US-Regierung gestoppt worden. Wie das Wall Street Journal und weitere Medien übereinstimmend berichten, wurde ein Privatflugzeug mit Machado an Bord am 26. Juni auf dem Weg von Virginia zur karibischen Insel Curaçao zur Umkehr gezwungen. Eine zweite Einreise über Panama scheiterte wenige Tage später, nachdem die Fluggesellschaft Copa Airlines eine Beförderung ablehnte. Machado selbst erklärte in einer Videobotschaft, die venezolanischen Behörden hätten den Luftraum gesperrt; tatsächlich aber hatten niederländische Stellen die Landeerlaubnis für Curaçao entzogen, nachdem Washington klargestellt hatte, die Reise nicht zu unterstützen.
Aus dem Umfeld der US-Administration verlautete, Machados Rückkehr berge die Gefahr, einen politischen Krisenherd zu entfachen und die laufenden Hilfsmassnahmen nach den Beben zu untergraben. Ein Sprecher des Außenministeriums bezeichnete es als kontraproduktiv, in dieser Lage „umstrittene politische Fragen“ aufzuwerfen. Über Mittelsmänner sei Machado zudem gewarnt worden, sie riskiere den Verlust der Unterstützung von Präsident Donald Trump und könne dessen Venezuela-Strategie durchkreuzen. Diese Strategie setzt auf eine Stabilisierung des Landes unter der Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez, der früheren Stellvertreterin des im Januar von US-Spezialkräften festgenommenen Nicolás Maduro. Washington betrachtet Rodríguez als verlässliche Partnerin, die den Zugang zu den Ölvorkommen sichert und ausländische Investitionen ermöglicht.
Machado, die im Dezember heimlich aus Venezuela geflohen war und seither überwiegend in Washington lebte, wertet ihre Präsenz im Land hingegen als stabilisierenden Faktor. In einer Telefonkonferenz mit ausländischen Korrespondenten sagte sie, die Katastrophe habe offenbart, dass Venezuela ein „gescheiterter Staat“ sei, und ihre Rückkehr sei Teil der „organisierenden Kräfte, die das Land braucht“. Sie betonte, weder sie noch ihr Team hätten um Schutz oder Sicherheitsressourcen gebeten. Die Oppositionelle, die bei der Präsidentschaftswahl 2024 nicht antreten durfte, aber den nach US-Lesart siegreichen Kandidaten unterstützte, hatte Trump zuvor ihre Nobelmedaille überreicht – eine Geste, die das enge Bündnis unterstreichen sollte, nun aber die Abhängigkeit von dessen Wohlwollen verdeutlicht.
Die Vorgänge legen die widersprüchlichen Prioritäten der amerikanischen Venezuela-Politik offen. Während Washington einerseits die demokratische Legitimation Machados anerkennt, stützt es andererseits eine Übergangsregierung, die aus dem alten Machtapparat hervorgegangen ist und von Teilen der Opposition als Fortsetzung des Maduro-Regimes kritisiert wird. Die niederländische Regierung, die für die Außenbeziehungen Curaçaos zuständig ist, hatte die Landung zunächst genehmigt, zog die Erlaubnis aber zurück, als die fehlende Rückendeckung aus Washington deutlich wurde. Machado verbleibt vorerst im Exil; die US-Regierung drängt auf Geduld, während die humanitäre Lage in Venezuela nach offiziellen Angaben mehr als 2.500 Tote und Zehntausende Vermisste zählt. Der politische Übergangsprozess, auf den Machado mit ihrer Rückkehr Einfluss nehmen wollte, bleibt ohne festen Zeitplan.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The United States blocked the return of the Venezuelan opposition leader, showing its interference. Coverage focuses on the humanitarian crisis and political manipulation.
The US once again shows its imperialist nature by blocking the opposition leader's return to a quake-devastated country. This is part of a pattern of aggression against sovereign nations.
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