
Goldpreis steigt auf höchsten Stand seit Juni – Schwache US-Arbeitsmarktdaten dämpfen Zinserwartungen
Die Edelmetallnotierungen zogen am Freitag weltweit an, nachdem enttäuschende Beschäftigungszahlen aus den USA die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Leitzinserhöhung durch die Federal Reserve sinken ließen.
Der Goldpreis hat am Freitag mit einem Sprung über 4.190 Dollar je Feinunze den höchsten Stand seit dem 23. Juni erreicht und steuert auf den ersten Wochengewinn seit fünf Wochen zu. In Dubai stieg der Preis für 24-Karat-Gold auf 503,50 Dirham pro Gramm, an der indischen Multi Commodity Exchange notierten die August-Futures bei umgerechnet rund 1,48 Lakh Rupien pro 10 Gramm. Auslöser der Bewegung waren schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten.
Die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft legte im Juni lediglich um 57.000 Stellen zu, während der Konsens bei 115.000 gelegen hatte. Die Vormonate wurden zudem nach unten revidiert. Aus Washingtoner Sicht deutet dies auf eine Abkühlung am Arbeitsmarkt hin, was den Inflationsdruck verringern könnte. An den Terminmärkten sank die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September laut CME FedWatch Tool von 66 Prozent vor der Veröffentlichung auf rund 54 Prozent. Da höhere Leitzinsen die Opportunitätskosten des zinslosen Goldes steigern, wirkte die Neubewertung unmittelbar stützend auf die Notierung.
In Indien profitierten die Aktien von Goldfinanzierern wie Muthoot Finance und Manappuram Finance von dem Preisanstieg, da der Wert der als Sicherheit hinterlegten Goldbestände steigt und Kreditnehmer für denselben Kreditbetrag weniger Schmuck verpfänden müssen. Auch an den Goldmärkten in Dubai und den arabischen Handelsplätzen zogen die Preise für Schmuckgold und Barren an. Silber, Platin und Palladium legten ebenfalls um mehr als zwei Prozent zu und notierten auf Wochensicht im Plus.
Zusätzlich gestützt wurde das Edelmetall durch geopolitische Entwicklungen. Die Annäherung zwischen den USA und dem Iran im Rahmen der Gespräche über ein dauerhaftes Friedensabkommen ließ die Ölpreise von ihren Höchstständen zurückkommen, was aus Sicht von Rohstoffstrategen in Toronto den Inflationsdruck weiter dämpft. Gleichzeitig befeuern Bestrebungen von Präsident Trump, Mitglieder des Fed-Gouverneursrats auszutauschen, die Nachfrage nach Gold als Absicherung gegen eine mögliche politische Einflussnahme auf die Geldpolitik. Der nächste Zinsentscheid der Federal Reserve am 15. und 16. September wird zeigen, ob sich die veränderte Erwartungshaltung der Märkte bestätigt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The rise in gold prices to $4,200 is framed as a technical reaction to weak US labor market data, without alarm. The focus is on macroeconomic indicators and implications for Federal Reserve monetary policy.
The rise in gold to $4,200 is received with cautious optimism: seen as a safe haven amid weak US data, but with attention to effects on Indian equity markets. The analysis highlights opportunities for local investors.
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