
Fast die Hälfte aller Demenzfälle wäre vermeidbar – doch das Wissen allein genügt nicht
Eine internationale Übersichtsstudie zeigt, dass Aufklärungskampagnen kaum Verhaltensänderungen bewirken, während neue Ernährungsstudien den Schutz von Gefäßen, Nieren und Gehirn belegen.
Bis zu 45 Prozent der weltweiten Demenzfälle ließen sich durch die Vermeidung beeinflussbarer Risikofaktoren verhindern oder hinauszögern – zu diesem Schluss kommt eine Übersichtsarbeit, die im Fachblatt The Lancet Healthy Longevity erschienen ist. Ein Forscherteam um Mario Siervo von der australischen Curtin University wertete zwölf Präventionsprogramme aus acht Ländern aus und stellte fest, dass breit angelegte Informationskampagnen das Bewusstsein nur geringfügig steigern und nur selten zu dauerhaften Änderungen des Lebensstils führen. Parallel dazu zeigt eine Beobachtungsstudie an fast 500.000 Erwachsenen im Journal Clinical Nutrition, dass das höchste Demenzrisiko bei Menschen mit geringer Muskelkraft und gleichzeitigem Fettüberschuss – der sogenannten sarkopenischen Adipositas – besteht, während reines Übergewicht bei erhaltener Muskelkraft das Risiko nicht erhöhte.
Die Befunde unterstreichen, dass die Lücke zwischen Kenntnis und Handeln nicht allein durch Information zu schließen ist. Als Hürden nennen die Autoren Zeitmangel, Kosten und fehlende Motivation. Die zweite Studie legt zudem nahe, dass nicht das Körpergewicht allein, sondern der Erhalt von Muskelkraft – etwa durch regelmäßiges körperliches Training – ein entscheidender Hebel für die Prävention sein könnte. Die Forscher plädieren daher für personalisierte Programme, die eine individuelle Risikobewertung mit praktischen Empfehlungen und der Unterstützung durch lokale Fachkräfte und Gemeinschaftsorganisationen verbinden.
Zeitgleich mehren sich Belege für die schützende Wirkung bestimmter Ernährungsmuster. Eine im Fachblatt Cell Metabolism publizierte Untersuchung der University of Southern California an Mäusen und mehr als 200.000 Teilnehmern ergab, dass eine überwiegend pflanzliche Kost mit Fisch und einem moderaten Gehalt der Aminosäure Methionin die Gesundheitsspanne verlängerte und das Risiko für Stoffwechselerkrankungen senkte. Chinesische Forscher, die Daten von rund 180.000 Personen der UK Biobank auswerteten, fanden im Canadian Medical Association Journal einen Zusammenhang zwischen der sogenannten planetaren EAT-Lancet-Ernährung und einem geringeren Risiko für chronische Nierenerkrankungen; rund 20 Prozent der Schutzwirkung ließen sich auf eine reduzierte Entzündungsaktivität zurückführen. Schwedische Gastroenterologen um Robert Brummer von der Universität Örebro verweisen auf die Darm-Hirn-Achse: Eine ballaststoffreiche Kost mit Nüssen, Beeren und Gemüse könne das psychische Wohlbefinden innerhalb von vier bis sechs Wochen messbar verbessern. In Argentinien schließlich empfehlen Kardiologen die mediterrane Ernährung als wirksame Maßnahme gegen die Fettleber, von der dort etwa jeder Dritte betroffen ist.
Die nächste Wegmarke wird sein, ob und wie sich maßgeschneiderte Präventionsansätze in der Breite umsetzen lassen. Die Lancet-Autoren sehen den Schlüssel in Programmen, die über Massenkampagnen hinausgehen und auf lokale Strukturen setzen. Erste Modellprojekte in Australien, Chile und den Niederlanden liefern dazu Ansätze, deren Evaluation in den kommenden Jahren zeigen muss, ob sich die Erkenntnisse aus der Forschung in messbar gesündere Bevölkerungen übersetzen lassen.
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Russia projects its actions as defensive and legitimate, while accusing Ukraine of aggression and terrorism.
By repeating Ukrainian attacks and downplaying its own losses, a victim narrative is constructed that justifies military escalation.
Europe universalizes the event as an episode of conflict, without taking a clear stance, but highlighting the novelty of the attack.
The use of unverified sources and data creates an aura of objectivity, while the choice of neutral headlines masks subtle attention to escalation.
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