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Gesellschaft & KulturMontag, 22. Juni 2026

Ein Satz, der die Übertragung spaltet: Rade Bogdanovićs rassistische Äußerung bei der WM

Während einer Livesendung des serbischen Fernsehens verknüpfte der frühere Stürmer die Konzentrationsfähigkeit schwarzer Spieler mit deren Hautfarbe – und wiederholte seine Worte, als der Moderator ihm eine Rücknahme anbot.

Es war die 67. Minute im Spiel zwischen Belgien und dem Iran, als der belgische Verteidiger Nathan Ngoy nach einem missglückten Rückpass den gegnerischen Stürmer zu Fall brachte und die Rote Karte sah. In der Kommentatorenkabine des serbischen Senders RTS saß Rade Bogdanović, einst Stürmer bei Atlético Madrid und jugoslawischer Nationalspieler, und sah in dieser Szene nicht einfach einen individuellen Fehler, sondern den Beleg für eine vermeintliche Regel. Noch während der Wiederholung der Szene sagte er live: „Auf diesem Niveau, als letzter Verteidiger, einen ruhenden Ball zu vergeben und dann vom Platz zu fliegen … Ich habe immer gesagt, und ich bin kein Rassist, aber schwarze Spieler haben nicht die nötige Konzentration, um länger als 60 bis 80 Minuten durchzuhalten.“

Der Moderator der Sendung forderte Bogdanović unmittelbar auf, seine Worte zu überdenken. Doch der 56-Jährige blieb bei seiner Aussage und fügte hinzu, er habe selbst mit solchen Spielern zusammengespielt und man habe damals „auf unsere eigenen Spieler aufpassen müssen, damit sie keine Fehler machen“. Die Szene, die sich am Sonntagabend in Belgrad abspielte, wurde binnen Stunden von belgischen, französischen und internationalen Medien aufgegriffen. Die belgische Presse sprach von einem „widerlichen Kommentar“, serbische Journalisten reagierten auf der Plattform X mit Fassungslosigkeit. Bogdanovićs Worte trafen auf eine globale Zuhörerschaft, die den Vorfall nicht als isolierte Entgleisung, sondern als Teil eines Musters wahrnahm.

Tatsächlich ist es nicht das erste Mal, dass der frühere Profi mit rassistischen Äußerungen auffällt. Bereits 2019 hatte er den Leistungsabfall von Borussia Dortmund mit der Entscheidung des damaligen Trainers erklärt, „am Ende der Vorsaison vier Schwarze in der Abwehr aufzustellen“. Bogdanović, der seine Karriere 1987 bei Željezničar Sarajevo begann und 2004 in den Vereinigten Arabischen Emiraten beendete, pflegt in den serbischen Medien das Image des provokativen Experten, der mit scharfen Urteilen nicht hinter dem Berg hält. Seine jüngste Äußerung reiht sich ein in eine lange Geschichte von Stereotypen, die schwarzen Athleten körperliche Stärke zuschreiben, ihnen aber kognitive Fähigkeiten wie Konzentration und taktische Disziplin absprechen.

Die Empörung über Bogdanovićs Kommentar speist sich nicht allein aus dem Inhalt, sondern auch aus der Selbstverständlichkeit, mit der er ihn vortrug. Dass er seine Worte mit der Floskel „ich bin kein Rassist“ einleitete, änderte nichts an der Wirkung; im Gegenteil verstärkte es den Eindruck einer tief verwurzelten Überzeugung. Der Sender RTS hat sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert, ebenso wenig der belgische Fußballverband. In den sozialen Netzwerken aber hallt der Satz nach, als ein Echo jener Momente, in denen das Spielfeld zur Projektionsfläche für Vorurteile wird, die weit über den Sport hinausreichen.

Am Ende der Übertragung blieb das Bild eines Mannes, der die Einladung zur Korrektur ausschlug und stattdessen seine Erfahrung als Spieler als Beleg anführte. Die Kameras zeigten ihn, wie er nach dem Schlusspfiff die Kopfhörer abnahm, während auf dem Bildschirm die enttäuschten Gesichter der belgischen Spieler zu sehen waren, die nun ohne ihren Innenverteidiger um den Einzug in die nächste Runde bangen müssen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Lateinamerikanische Presse
EmpörungAlarm

Der ehemalige Spieler löste mit einer rassistischen Bemerkung live während der Weltmeisterschaftsübertragung Empörung aus. Er behauptete, schwarze Spieler hätten nicht die Konzentration, um länger als 80 Minuten durchzuhalten, und verknüpfte Hautfarbe direkt mit Leistung. Der Vorfall wurde in lateinamerikanischen Medien weithin als inakzeptabel verurteilt.

Kontinentaleuropäische Presse
EmpörungAlarm

Schockierende rassistische Äußerungen im serbischen Fernsehen während der WM: Ein früherer Stürmer und heutiger Experte sagte, schwarze Spieler hätten nicht die Konzentration für ein ganzes Spiel. Der Kommentar stieß europaweit auf scharfe Kritik, und das Versäumnis des Senders, einzugreifen, wurde hinterfragt. Der Vorfall hat die Debatte über Rassismus in der Fußballberichterstattung neu entfacht.

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Ein Satz, der die Übertragung spaltet: Rade Bogdanovićs rassistische Äußerung bei der WM

Während einer Livesendung des serbischen Fernsehens verknüpfte der frühere Stürmer die Konzentrationsfähigkeit schwarzer Spieler mit deren Hautfarbe – und wiederholte seine Worte, als der Moderator ihm eine Rücknahme anbot.

Es war die 67. Minute im Spiel zwischen Belgien und dem Iran, als der belgische Verteidiger Nathan Ngoy nach einem missglückten Rückpass den gegnerischen Stürmer zu Fall brachte und die Rote Karte sah. In der Kommentatorenkabine des serbischen Senders RTS saß Rade Bogdanović, einst Stürmer bei Atlético Madrid und jugoslawischer Nationalspieler, und sah in dieser Szene nicht einfach einen individuellen Fehler, sondern den Beleg für eine vermeintliche Regel. Noch während der Wiederholung der Szene sagte er live: „Auf diesem Niveau, als letzter Verteidiger, einen ruhenden Ball zu vergeben und dann vom Platz zu fliegen … Ich habe immer gesagt, und ich bin kein Rassist, aber schwarze Spieler haben nicht die nötige Konzentration, um länger als 60 bis 80 Minuten durchzuhalten.“

Der Moderator der Sendung forderte Bogdanović unmittelbar auf, seine Worte zu überdenken. Doch der 56-Jährige blieb bei seiner Aussage und fügte hinzu, er habe selbst mit solchen Spielern zusammengespielt und man habe damals „auf unsere eigenen Spieler aufpassen müssen, damit sie keine Fehler machen“. Die Szene, die sich am Sonntagabend in Belgrad abspielte, wurde binnen Stunden von belgischen, französischen und internationalen Medien aufgegriffen. Die belgische Presse sprach von einem „widerlichen Kommentar“, serbische Journalisten reagierten auf der Plattform X mit Fassungslosigkeit. Bogdanovićs Worte trafen auf eine globale Zuhörerschaft, die den Vorfall nicht als isolierte Entgleisung, sondern als Teil eines Musters wahrnahm.

Tatsächlich ist es nicht das erste Mal, dass der frühere Profi mit rassistischen Äußerungen auffällt. Bereits 2019 hatte er den Leistungsabfall von Borussia Dortmund mit der Entscheidung des damaligen Trainers erklärt, „am Ende der Vorsaison vier Schwarze in der Abwehr aufzustellen“. Bogdanović, der seine Karriere 1987 bei Željezničar Sarajevo begann und 2004 in den Vereinigten Arabischen Emiraten beendete, pflegt in den serbischen Medien das Image des provokativen Experten, der mit scharfen Urteilen nicht hinter dem Berg hält. Seine jüngste Äußerung reiht sich ein in eine lange Geschichte von Stereotypen, die schwarzen Athleten körperliche Stärke zuschreiben, ihnen aber kognitive Fähigkeiten wie Konzentration und taktische Disziplin absprechen.

Die Empörung über Bogdanovićs Kommentar speist sich nicht allein aus dem Inhalt, sondern auch aus der Selbstverständlichkeit, mit der er ihn vortrug. Dass er seine Worte mit der Floskel „ich bin kein Rassist“ einleitete, änderte nichts an der Wirkung; im Gegenteil verstärkte es den Eindruck einer tief verwurzelten Überzeugung. Der Sender RTS hat sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert, ebenso wenig der belgische Fußballverband. In den sozialen Netzwerken aber hallt der Satz nach, als ein Echo jener Momente, in denen das Spielfeld zur Projektionsfläche für Vorurteile wird, die weit über den Sport hinausreichen.

Am Ende der Übertragung blieb das Bild eines Mannes, der die Einladung zur Korrektur ausschlug und stattdessen seine Erfahrung als Spieler als Beleg anführte. Die Kameras zeigten ihn, wie er nach dem Schlusspfiff die Kopfhörer abnahm, während auf dem Bildschirm die enttäuschten Gesichter der belgischen Spieler zu sehen waren, die nun ohne ihren Innenverteidiger um den Einzug in die nächste Runde bangen müssen.

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Lateinamerikanische Presse
EmpörungAlarm

Der ehemalige Spieler löste mit einer rassistischen Bemerkung live während der Weltmeisterschaftsübertragung Empörung aus. Er behauptete, schwarze Spieler hätten nicht die Konzentration, um länger als 80 Minuten durchzuhalten, und verknüpfte Hautfarbe direkt mit Leistung. Der Vorfall wurde in lateinamerikanischen Medien weithin als inakzeptabel verurteilt.

Kontinentaleuropäische Presse
EmpörungAlarm

Schockierende rassistische Äußerungen im serbischen Fernsehen während der WM: Ein früherer Stürmer und heutiger Experte sagte, schwarze Spieler hätten nicht die Konzentration für ein ganzes Spiel. Der Kommentar stieß europaweit auf scharfe Kritik, und das Versäumnis des Senders, einzugreifen, wurde hinterfragt. Der Vorfall hat die Debatte über Rassismus in der Fußballberichterstattung neu entfacht.

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