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Wirtschaft & MärkteFreitag, 17. Juli 2026

Argentiniens Großhandelsinflation fällt auf 1,1 Prozent – niedrigster Stand seit vier Monaten

Die Preise auf Erzeugerebene stiegen im Juni so langsam wie seit Februar nicht mehr, getrieben von sinkenden Rohölpreisen und einer nachlassenden Dynamik bei Lebensmitteln.

Die argentinische Großhandelsinflation hat sich im Juni deutlich abgekühlt. Der vom Statistikamt Indec erhobene Índice de Precios Internos al por Mayor (IPIM) stieg nur noch um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, nach 2,5 Prozent im Mai. Es ist der niedrigste Wert seit Februar und zugleich der geringste Juni-Anstieg seit Beginn der Datenreihe im Dezember 2015. Auf Jahressicht summiert sich das Plus auf 33,7 Prozent, im ersten Halbjahr 2026 auf 15,6 Prozent. Damit liegt die Teuerung auf der Großhandelsstufe erstmals seit Monaten wieder unter der Verbraucherpreisinflation, die im selben Monat bei 1,9 Prozent notierte.

Ausschlaggebend für die Entspannung war ein kräftiger Rückgang der Preise für Rohöl und Gas, die um 5,3 Prozent nachgaben und den Gesamtindex um 0,56 Prozentpunkte drückten. Hier schlug der zwischenzeitliche Verfall des internationalen Brent-Preises durch, der nach dem Höhepunkt der Spannungen im Nahen Osten um rund ein Viertel eingebrochen war. Gleichzeitig verlangsamte sich der Preisauftrieb bei chemischen Erzeugnissen und bei Nahrungsmitteln, die im Großhandel sogar um 0,3 Prozent sanken. Dagegen verteuerten sich importierte Waren um 2,3 Prozent, was auch auf die leichte Abwertung des Peso im Berichtszeitraum zurückgeht. Die Energiepreise auf Erzeugerebene zogen um 6,6 Prozent an, was auf regulierte Tarifanpassungen zurückzuführen ist.

Aus Sicht der Regierung in Buenos Aires bestätigt die Entwicklung den eingeschlagenen Desinflationspfad. Wirtschaftsminister Luis Caputo sprach vom „niedrigsten Wert seit vier Monaten“ und verwies auf die rückläufigen Primärgüterpreise. Die Baukosten, die der Indec separat ausweist, stiegen im Juni hingegen um 2,6 Prozent – getrieben von Lohnerhöhungen im Baugewerbe und neuen Strom- und Gastarifen. Die Zahlen aus Argentinien fügen sich in ein gemischtes globales Umfeld: In den USA legte die Industrieproduktion im Juni nur um 0,1 Prozent zu und blieb damit hinter den Erwartungen zurück, während die Importpreise dort überraschend um 0,3 Prozent stiegen, vor allem wegen höherer Preise für chinesische Waren.

Für die kommenden Monate richtet sich der Blick auf die Weitergabe der gesunkenen Großhandelspreise an die Verbraucher. Sollte der Preisauftrieb bei Lebensmitteln verhalten bleiben, könnte die Inflationsrate im Juli erneut unter der Zwei-Prozent-Marke liegen. Die nächste Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex wird zeigen, ob sich die Entspannung auf der Erzeugerebene nachhaltig in den Regalen der Supermärkte niederschlägt.

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Argentiniens Großhandelsinflation fällt auf 1,1 Prozent – niedrigster Stand seit vier Monaten

Die Preise auf Erzeugerebene stiegen im Juni so langsam wie seit Februar nicht mehr, getrieben von sinkenden Rohölpreisen und einer nachlassenden Dynamik bei Lebensmitteln.

Die argentinische Großhandelsinflation hat sich im Juni deutlich abgekühlt. Der vom Statistikamt Indec erhobene Índice de Precios Internos al por Mayor (IPIM) stieg nur noch um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, nach 2,5 Prozent im Mai. Es ist der niedrigste Wert seit Februar und zugleich der geringste Juni-Anstieg seit Beginn der Datenreihe im Dezember 2015. Auf Jahressicht summiert sich das Plus auf 33,7 Prozent, im ersten Halbjahr 2026 auf 15,6 Prozent. Damit liegt die Teuerung auf der Großhandelsstufe erstmals seit Monaten wieder unter der Verbraucherpreisinflation, die im selben Monat bei 1,9 Prozent notierte.

Ausschlaggebend für die Entspannung war ein kräftiger Rückgang der Preise für Rohöl und Gas, die um 5,3 Prozent nachgaben und den Gesamtindex um 0,56 Prozentpunkte drückten. Hier schlug der zwischenzeitliche Verfall des internationalen Brent-Preises durch, der nach dem Höhepunkt der Spannungen im Nahen Osten um rund ein Viertel eingebrochen war. Gleichzeitig verlangsamte sich der Preisauftrieb bei chemischen Erzeugnissen und bei Nahrungsmitteln, die im Großhandel sogar um 0,3 Prozent sanken. Dagegen verteuerten sich importierte Waren um 2,3 Prozent, was auch auf die leichte Abwertung des Peso im Berichtszeitraum zurückgeht. Die Energiepreise auf Erzeugerebene zogen um 6,6 Prozent an, was auf regulierte Tarifanpassungen zurückzuführen ist.

Aus Sicht der Regierung in Buenos Aires bestätigt die Entwicklung den eingeschlagenen Desinflationspfad. Wirtschaftsminister Luis Caputo sprach vom „niedrigsten Wert seit vier Monaten“ und verwies auf die rückläufigen Primärgüterpreise. Die Baukosten, die der Indec separat ausweist, stiegen im Juni hingegen um 2,6 Prozent – getrieben von Lohnerhöhungen im Baugewerbe und neuen Strom- und Gastarifen. Die Zahlen aus Argentinien fügen sich in ein gemischtes globales Umfeld: In den USA legte die Industrieproduktion im Juni nur um 0,1 Prozent zu und blieb damit hinter den Erwartungen zurück, während die Importpreise dort überraschend um 0,3 Prozent stiegen, vor allem wegen höherer Preise für chinesische Waren.

Für die kommenden Monate richtet sich der Blick auf die Weitergabe der gesunkenen Großhandelspreise an die Verbraucher. Sollte der Preisauftrieb bei Lebensmitteln verhalten bleiben, könnte die Inflationsrate im Juli erneut unter der Zwei-Prozent-Marke liegen. Die nächste Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex wird zeigen, ob sich die Entspannung auf der Erzeugerebene nachhaltig in den Regalen der Supermärkte niederschlägt.

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