
Zweiter Ebola-Verdachtsfall in Israel – Ausbruch in Zentralafrika weitet sich aus
Die Isolation eines weiteren Rückkehrers aus der Demokratischen Republik Kongo schürt Sorgen vor einer internationalen Streuung des Bundibugyo-Stamms, während die WHO vor unentdeckten Übertragungen in Flüchtlingslagern warnt.
In Israel wurde am Sonntag ein zweiter Mensch mit Verdacht auf eine Ebola-Infektion unter Quarantäne gestellt. Das Gesundheitsministerium in Jerusalem teilte mit, der Mann sei vor zwei Tagen aus der Demokratischen Republik Kongo eingereist und habe Fieber, Kopfschmerzen und Durchfall entwickelt. Er wird im Sheba Medical Center isoliert behandelt, Testergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet. Bereits am Freitag war ein Rückkehrer aus dem Kongo im Rambam-Krankenhaus in Haifa isoliert worden. Bestätigte Ebola-Fälle gibt es in Israel bislang nicht; die Behörden betonen, das Virus werde nicht über die Luft, sondern nur durch direkten Kontakt mit symptomatischen Patienten oder Körperflüssigkeiten übertragen.
Der Ausbruch in Zentralafrika hat nach Angaben der kongolesischen Gesundheitsbehörden inzwischen 956 bestätigte Fälle und 247 Todesopfer erreicht, mehr als 91 Prozent davon in der Provinz Ituri. In Uganda wurden ebenfalls Infektionen registriert, das Land schloss seine Grenze zum Kongo. Es handelt sich um den seltenen Bundibugyo-Stamm, für den weder ein Impfstoff noch eine spezifische Therapie existiert. Das Africa Centres for Disease Control and Prevention meldete mehr als 200 Todesfälle und rund 35.000 Kontaktpersonen, die unter Beobachtung stehen.
Gesundheitshelfer warnen vor einer möglicherweise unentdeckten Ausbreitung in Flüchtlingslagern. Im Lager Kigonze nahe Bunia im Osten des Kongo starben seit Anfang Mai mindestens 30 Menschen mit ebola-typischen Symptomen, ohne dass eine labordiagnostische Bestätigung erfolgte. Viele Familien verweigerten Autopsien, heißt es aus Hilfsorganisationen. Die WHO schätzt, dass die Reaktionskapazitäten vor Ort nur bei »3 bis 4 von 10« des nötigen Niveaus liegen und rechnet mit einer weiteren Zunahme bestätigter Fälle, sobald aktive Fallsuche in die Gemeinden vordringt.
In Südasien verzeichnet Bangladesch derweil einen deutlichen Anstieg von Dengue-Fieber. Das Gesundheitsministerium in Dhaka meldete seit Januar knapp 4.700 hospitalisierte Fälle und sieben Todesopfer – weniger als im Vorjahr, jedoch mit zunehmender Tendenz. Betroffen sind 58 der 64 Distrikte, besonders die Küstenregion Barishal. Die Regierung hat mobile Gerichte zur Larvenbekämpfung eingerichtet, ein Feldkrankenhaus in Dhaka vorbereitet und medizinisches Personal landesweit nach aktualisierten Leitlinien geschult. Mit Beginn des Monsuns wird ein weiterer Anstieg der Infektionszahlen erwartet; die saisonale Spitze liegt gewöhnlich im Juli und August.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die israelischen Gesundheitsbehörden haben einen zweiten Ebola-Verdachtsfall bei einem Reisenden gemeldet, der aus der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt ist. Der Patient mit Symptomen wie Fieber und Durchfall wurde isoliert, und Tests sind noch nicht abgeschlossen. Bislang gibt es keine bestätigten Fälle im Land.
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo verschärft sich mit über 950 bestätigten Fällen und fast 250 Todesfällen, und es wird befürchtet, dass sich das Virus in Flüchtlingslagern unentdeckt ausbreitet. Die WHO warnt, dass die derzeitige Reaktion unzureichend ist und Frauen und Kinder überproportional betroffen sind.
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