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Energie & KlimaDienstag, 30. Juni 2026

USA treiben globalen CO2-Anstieg 2025 an – Kohle-Rückkehr trotz Solarboom

Ein Bericht des Energy Institute zeigt: Die Vereinigten Staaten waren für ein Drittel des Emissionsanstiegs verantwortlich, während China zugleich Rekorde bei Kohle und Erneuerbaren verzeichnet.

Die Vereinigten Staaten haben im Jahr 2025 den stärksten Anstieg der energiebedingten CO2-Emissionen weltweit verursacht. Wie der jährliche Statistical Review of World Energy des Energy Institute in Partnerschaft mit Ember, dem Kearney Institute und KPMG ausweist, schnellte der amerikanische Kohleverbrauch um 10 Prozent in die Höhe – eine Umkehr des jahrelangen Abwärtstrends. Damit entfiel mehr als ein Drittel des globalen Emissionszuwachses von 1,1 Prozent auf 35,8 Milliarden Tonnen CO2 auf die USA. In Nordamerika stiegen die Emissionen entgegen dem Zehnjahrestrend, der einen durchschnittlichen Rückgang von 0,7 Prozent verzeichnet hatte.

Auslöser war ein preisbedingter Brennstoffwechsel: Höhere Gaspreise trieben Stromerzeuger zurück zur Kohle. Gleichzeitig wuchs der globale Energiebedarf ungebremst. Das Gesamtenergieangebot legte um 1,7 Prozent zu, wobei erneuerbare Energien mit einem Plus von 9,1 Prozent – getrieben von einem 30-prozentigen Solarzubau – den größten Beitrag lieferten. Dennoch reichte dies nicht, um den fossilen Zuwachs zu kompensieren. Die Stromnachfrage stieg um 3 Prozent, befeuert durch Elektrofahrzeuge, Rechenzentren und künstliche Intelligenz. Der globale Ölverbrauch kletterte auf 103 Millionen Barrel pro Tag, während die Produktion um 3,5 Prozent zulegte.

In Peking betrachtet man die eigene Energiepolitik durch das Prisma der Versorgungssicherheit. Der neue Fünfjahresplan bestätigt einen Doppelkurs: Bis 2030 soll die Hälfte des Stroms aus nichtfossilen Quellen stammen, die installierte Kapazität von Wind- und Solarenergie auf über 2.700 Gigawatt steigen. Zugleich verharrt die Kohleförderung mit 4,82 Milliarden Tonnen nahe dem Rekordniveau. Die zunehmende Nutzung von Kohle als Rohstoff für die chemische Industrie – von 20 Millionen Tonnen im Jahr 2005 auf geschätzt 320 bis 380 Millionen Tonnen im laufenden Jahr – schafft eine neue, emissionsintensive Nachfragesäule. Der kriegsbedingte Einbruch der chinesischen Rohölimporte auf ein Achtjahrestief im Mai 2026 könnte diesen Trend beschleunigen. In Europa stiegen die Emissionen um moderate 0,5 Prozent, während der Pro-Kopf-Verbrauch in Ländern wie der Schweiz rückläufig ist. Das Gasnachfragewachstum konzentrierte sich auf Europa, den Nahen Osten und Nordamerika.

Die Autoren des Berichts deuten einen möglichen Strukturwandel an: von einem System, in dem saubere Energie die fossilen ergänzt, hin zu einem, in dem sie diese zunehmend ersetzt. Noch aber wachsen alle Energieformen. Die nächste Ausgabe des Statistical Review wird zeigen, ob der amerikanische Kohleschub eine temporäre Reaktion auf Gaspreise war und ob Chinas Kohleverbrauch tatsächlich vor 2030 seinen Höhepunkt erreicht.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Atlantische / angloamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Wirtschaftlich
PragmatismusDistanz

Die rasante Expansion des chinesischen Technologiesektors verändert die Energieverbrauchsmuster und macht Nachfrageprognosen zunehmend unsicher. Dieser strukturelle Wandel erschwert die globalen Bemühungen, Emissionen zu verfolgen und einzudämmen, während der weltweit größte Energieverbraucher in eine neue Phase industriellen Wachstums eintritt.

Kontinentaleuropäische Presse/ DACH+
DringlichkeitPragmatismus

Der Wiederanstieg der US-Emissionen ist ein Rückschlag, aber die eigentliche Geschichte ist die sich beschleunigende globale Energiewende. China eilt bei den Erneuerbaren voraus, während es weiterhin auf Kohle setzt, und Europa muss die Hitzewellenkrise nutzen, um seine eigene Abkehr von fossilen Brennstoffen zu beschleunigen.

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Dienstag, 30. Juni 2026

USA treiben globalen CO2-Anstieg 2025 an – Kohle-Rückkehr trotz Solarboom

Ein Bericht des Energy Institute zeigt: Die Vereinigten Staaten waren für ein Drittel des Emissionsanstiegs verantwortlich, während China zugleich Rekorde bei Kohle und Erneuerbaren verzeichnet.

Die Vereinigten Staaten haben im Jahr 2025 den stärksten Anstieg der energiebedingten CO2-Emissionen weltweit verursacht. Wie der jährliche Statistical Review of World Energy des Energy Institute in Partnerschaft mit Ember, dem Kearney Institute und KPMG ausweist, schnellte der amerikanische Kohleverbrauch um 10 Prozent in die Höhe – eine Umkehr des jahrelangen Abwärtstrends. Damit entfiel mehr als ein Drittel des globalen Emissionszuwachses von 1,1 Prozent auf 35,8 Milliarden Tonnen CO2 auf die USA. In Nordamerika stiegen die Emissionen entgegen dem Zehnjahrestrend, der einen durchschnittlichen Rückgang von 0,7 Prozent verzeichnet hatte.

Auslöser war ein preisbedingter Brennstoffwechsel: Höhere Gaspreise trieben Stromerzeuger zurück zur Kohle. Gleichzeitig wuchs der globale Energiebedarf ungebremst. Das Gesamtenergieangebot legte um 1,7 Prozent zu, wobei erneuerbare Energien mit einem Plus von 9,1 Prozent – getrieben von einem 30-prozentigen Solarzubau – den größten Beitrag lieferten. Dennoch reichte dies nicht, um den fossilen Zuwachs zu kompensieren. Die Stromnachfrage stieg um 3 Prozent, befeuert durch Elektrofahrzeuge, Rechenzentren und künstliche Intelligenz. Der globale Ölverbrauch kletterte auf 103 Millionen Barrel pro Tag, während die Produktion um 3,5 Prozent zulegte.

In Peking betrachtet man die eigene Energiepolitik durch das Prisma der Versorgungssicherheit. Der neue Fünfjahresplan bestätigt einen Doppelkurs: Bis 2030 soll die Hälfte des Stroms aus nichtfossilen Quellen stammen, die installierte Kapazität von Wind- und Solarenergie auf über 2.700 Gigawatt steigen. Zugleich verharrt die Kohleförderung mit 4,82 Milliarden Tonnen nahe dem Rekordniveau. Die zunehmende Nutzung von Kohle als Rohstoff für die chemische Industrie – von 20 Millionen Tonnen im Jahr 2005 auf geschätzt 320 bis 380 Millionen Tonnen im laufenden Jahr – schafft eine neue, emissionsintensive Nachfragesäule. Der kriegsbedingte Einbruch der chinesischen Rohölimporte auf ein Achtjahrestief im Mai 2026 könnte diesen Trend beschleunigen. In Europa stiegen die Emissionen um moderate 0,5 Prozent, während der Pro-Kopf-Verbrauch in Ländern wie der Schweiz rückläufig ist. Das Gasnachfragewachstum konzentrierte sich auf Europa, den Nahen Osten und Nordamerika.

Die Autoren des Berichts deuten einen möglichen Strukturwandel an: von einem System, in dem saubere Energie die fossilen ergänzt, hin zu einem, in dem sie diese zunehmend ersetzt. Noch aber wachsen alle Energieformen. Die nächste Ausgabe des Statistical Review wird zeigen, ob der amerikanische Kohleschub eine temporäre Reaktion auf Gaspreise war und ob Chinas Kohleverbrauch tatsächlich vor 2030 seinen Höhepunkt erreicht.

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Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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PragmatismusDistanz

Die rasante Expansion des chinesischen Technologiesektors verändert die Energieverbrauchsmuster und macht Nachfrageprognosen zunehmend unsicher. Dieser strukturelle Wandel erschwert die globalen Bemühungen, Emissionen zu verfolgen und einzudämmen, während der weltweit größte Energieverbraucher in eine neue Phase industriellen Wachstums eintritt.

Kontinentaleuropäische Presse/ DACH+
DringlichkeitPragmatismus

Der Wiederanstieg der US-Emissionen ist ein Rückschlag, aber die eigentliche Geschichte ist die sich beschleunigende globale Energiewende. China eilt bei den Erneuerbaren voraus, während es weiterhin auf Kohle setzt, und Europa muss die Hitzewellenkrise nutzen, um seine eigene Abkehr von fossilen Brennstoffen zu beschleunigen.

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