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Kriminalität & KatastrophenFreitag, 26. Juni 2026

UNO meldet Rekorddrogenkonsum: 331 Millionen Menschen weltweit betroffen

Der neue Weltdrogenbericht zeigt einen starken Anstieg synthetischer Substanzen und eine Verschiebung der Märkte – mit gravierenden Folgen für Afrika und Asien.

Weltweit haben im Jahr 2024 schätzungsweise 331 Millionen Menschen mindestens eine psychoaktive Substanz konsumiert. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Weltdrogenbericht 2026 des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hervor. Der Anteil an der Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren stieg damit von 5,2 Prozent im Jahr 2014 auf 6,2 Prozent. Cannabis bleibt die am häufigsten konsumierte Droge, gefolgt von Opioiden, Amphetaminen, Kokain und Ecstasy.

Besorgnis löst vor allem die rasante Ausbreitung neuer synthetischer Substanzen aus. Laut UNODC wurden 2024 insgesamt 755 neue psychoaktive Stoffe (NPS) im Umlauf registriert, 118 davon erstmals. Die Zahl der bei Beschlagnahmungen identifizierten Drogentypen hat sich im Vergleich zur Zeit vor dem Jahr 2000 verfünffacht. Insbesondere synthetische Opioide wie Fentanyl und Nitazene drängen auf den Markt, nachdem das von den Taliban 2022 verhängte Anbauverbot für Schlafmohn in Afghanistan die Heroinversorgung einbrechen ließ. Die Kokainproduktion erreichte mit rund 4.100 Tonnen Reinstoff einen neuen Höchststand – eine Vervierfachung binnen eines Jahrzehnts –, während der Methamphetaminmarkt jährlich um etwa 13 Prozent wächst.

Aus afrikanischen Ländern werden teils dramatische regionale Zahlen gemeldet. In Kenia konsumieren nach einer Erhebung der nationalen Anti-Drogen-Behörde NACADA rund 4,7 Millionen Menschen zwischen 15 und 65 Jahren Drogen; die Küstenregion und insbesondere Mombasa weisen mit 34,4 Prozent die höchste Prävalenz auf. Nigerias Behörden sprechen von 14,3 Millionen Betroffenen, was 14,4 Prozent der Altersgruppe entspricht und fast dem Dreifachen des globalen Durchschnitts. In Ghana warnte der Innenminister vor einer wachsenden Bedrohung durch Cannabis und synthetische Opioide wie Tramadol. Indonesiens Gesundheitsministerium schätzt die Zahl der Konsumenten für 2026 auf 4,6 Millionen und fordert einen massiven Ausbau von Rehabilitationsangeboten.

In Europa und Ozeanien verzeichnen Frühwarnsysteme einen sprunghaften Anstieg der Meldungen zu synthetischen Opioiden: plus 80 Prozent in Europa, plus 150 Prozent in Ozeanien. In Nordamerika, wo Fentanyl Heroin bereits weitgehend verdrängt hat, stieg die Zahl der identifizierten NPS um 10 Prozent. Der Bericht konstatiert eine Verlagerung hin zu synthetischen Stoffen, die den globalen Opioidmarkt dauerhaft verändern könnte. Die UNODC spricht von einem „beispiellosen Anstieg“ neuer Drogentypen, von denen einige potenter und gefährlicher seien als bisher bekannte Substanzen. Die Untersuchung stützt sich auf Daten aus dem Jahr 2024; die Behörde weist darauf hin, dass die tatsächlichen Zahlen aufgrund der Illegalität der Märkte mit Unsicherheiten behaftet sind.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Subsaharisch-afrikanische PresseLateinamerikanische Presse
Subsaharisch-afrikanische Presse
PragmatismusAlarm

The record 331 million drug users worldwide is a wake-up call for sub-Saharan Africa, where trafficking fuels conflict and insecurity. The region calls for stronger international cooperation to disrupt narcotics routes and invest in prevention and treatment. The UN data confirm the need for a pragmatic approach combining security and development.

Lateinamerikanische Presse
EmpörungSkepsis

The new record in drug users proves the failure of the US-led war on drugs, which has criminalized millions without reducing consumption. Latin America demands a paradigm shift toward regulation and decriminalization, focusing on public health and human rights. The UN figures are evidence that repressive policies do not work.

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Freitag, 26. Juni 2026

UNO meldet Rekorddrogenkonsum: 331 Millionen Menschen weltweit betroffen

Der neue Weltdrogenbericht zeigt einen starken Anstieg synthetischer Substanzen und eine Verschiebung der Märkte – mit gravierenden Folgen für Afrika und Asien.

Weltweit haben im Jahr 2024 schätzungsweise 331 Millionen Menschen mindestens eine psychoaktive Substanz konsumiert. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Weltdrogenbericht 2026 des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hervor. Der Anteil an der Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren stieg damit von 5,2 Prozent im Jahr 2014 auf 6,2 Prozent. Cannabis bleibt die am häufigsten konsumierte Droge, gefolgt von Opioiden, Amphetaminen, Kokain und Ecstasy.

Besorgnis löst vor allem die rasante Ausbreitung neuer synthetischer Substanzen aus. Laut UNODC wurden 2024 insgesamt 755 neue psychoaktive Stoffe (NPS) im Umlauf registriert, 118 davon erstmals. Die Zahl der bei Beschlagnahmungen identifizierten Drogentypen hat sich im Vergleich zur Zeit vor dem Jahr 2000 verfünffacht. Insbesondere synthetische Opioide wie Fentanyl und Nitazene drängen auf den Markt, nachdem das von den Taliban 2022 verhängte Anbauverbot für Schlafmohn in Afghanistan die Heroinversorgung einbrechen ließ. Die Kokainproduktion erreichte mit rund 4.100 Tonnen Reinstoff einen neuen Höchststand – eine Vervierfachung binnen eines Jahrzehnts –, während der Methamphetaminmarkt jährlich um etwa 13 Prozent wächst.

Aus afrikanischen Ländern werden teils dramatische regionale Zahlen gemeldet. In Kenia konsumieren nach einer Erhebung der nationalen Anti-Drogen-Behörde NACADA rund 4,7 Millionen Menschen zwischen 15 und 65 Jahren Drogen; die Küstenregion und insbesondere Mombasa weisen mit 34,4 Prozent die höchste Prävalenz auf. Nigerias Behörden sprechen von 14,3 Millionen Betroffenen, was 14,4 Prozent der Altersgruppe entspricht und fast dem Dreifachen des globalen Durchschnitts. In Ghana warnte der Innenminister vor einer wachsenden Bedrohung durch Cannabis und synthetische Opioide wie Tramadol. Indonesiens Gesundheitsministerium schätzt die Zahl der Konsumenten für 2026 auf 4,6 Millionen und fordert einen massiven Ausbau von Rehabilitationsangeboten.

In Europa und Ozeanien verzeichnen Frühwarnsysteme einen sprunghaften Anstieg der Meldungen zu synthetischen Opioiden: plus 80 Prozent in Europa, plus 150 Prozent in Ozeanien. In Nordamerika, wo Fentanyl Heroin bereits weitgehend verdrängt hat, stieg die Zahl der identifizierten NPS um 10 Prozent. Der Bericht konstatiert eine Verlagerung hin zu synthetischen Stoffen, die den globalen Opioidmarkt dauerhaft verändern könnte. Die UNODC spricht von einem „beispiellosen Anstieg“ neuer Drogentypen, von denen einige potenter und gefährlicher seien als bisher bekannte Substanzen. Die Untersuchung stützt sich auf Daten aus dem Jahr 2024; die Behörde weist darauf hin, dass die tatsächlichen Zahlen aufgrund der Illegalität der Märkte mit Unsicherheiten behaftet sind.

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Subsaharisch-afrikanische PresseLateinamerikanische Presse
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PragmatismusAlarm

The record 331 million drug users worldwide is a wake-up call for sub-Saharan Africa, where trafficking fuels conflict and insecurity. The region calls for stronger international cooperation to disrupt narcotics routes and invest in prevention and treatment. The UN data confirm the need for a pragmatic approach combining security and development.

Lateinamerikanische Presse
EmpörungSkepsis

The new record in drug users proves the failure of the US-led war on drugs, which has criminalized millions without reducing consumption. Latin America demands a paradigm shift toward regulation and decriminalization, focusing on public health and human rights. The UN figures are evidence that repressive policies do not work.

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