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Verteidigung & SicherheitFreitag, 26. Juni 2026

Krim verhängt Notstand nach ukrainischer Drohnenwelle – Selenskyj kündigt 40-tägige Operation an

Russlands Verteidigungsministerium meldet den Abschuss von 660 Drohnen in einer Nacht; die Halbinsel leidet unter Treibstoff- und Strommangel.

Die von Russland annektierte Halbinsel Krim hat am Freitag den regionalen Notstand ausgerufen. Wie der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow mitteilte, soll der Rechtsrahmen eine schnellstmögliche Aufrechterhaltung der Versorgung in allen essenziellen Sektoren ermöglichen und erlaubt bei Bedarf Einschränkungen für die Bevölkerung. Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium erklärt, in der Nacht seien 660 ukrainische Langstreckendrohnen über zwölf Regionen – darunter das Gebiet Moskau, die Krim sowie das Schwarze und das Asowsche Meer – abgefangen worden. In der Stadt Nowomoskowsk südlich von Moskau wurde nach Behördenangaben ein Industriebetrieb getroffen, bei dem es sich unbestätigten Berichten zufolge um das für die Sprengstoffproduktion bedeutsame Chemiewerk Azot handelt; eine Frau wurde verletzt, Stromleitungen wurden beschädigt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte wenige Stunden zuvor eine vierzigtägige „Einflussoperation“ des Inlandsgeheimdienstes SBU angekündigt. Aus Kiewer Sicht zielen die massierten Drohnenangriffe darauf ab, die russische Treibstoff- und Militärlogistik zu stören und Moskau zu Verhandlungen zu zwingen. Nach Darstellung Selenskyjs hat der SBU in den vergangenen Monaten mit verschiedenen Drohnentypen eine hohe Schlagkraft bewiesen; zudem meldete er neue Treffer auf Öldepots in der Region Krasnodar und Raffinerien in Ufa. Ukrainische Sicherheitskreise reklamierten außerdem Angriffe auf zwei Minenleger der Schwarzmeerflotte sowie eine Fähre im Hafen von Kertsch für sich.

Auf der Krim haben die Angriffe nach Angaben der lokalen Verwaltung zu gravierenden Engpässen bei Treibstoff und Elektrizität geführt; der Verkauf von Benzin an Privatpersonen wurde untersagt, in Sewastopol gilt eine nächtliche Ausgangssperre für den Handel. Parallel warnte Selenskyj vor einem fast abgeschlossenen Ausbau militärischer Infrastruktur entlang der belarussisch-ukrainischen Grenze – darunter Straßen, Munitions- und Treibstofflager –, die nach Kiewer Lesart ausschließlich militärischen Zwecken dient. Die belarussische Opposition im Exil hatte zuvor eine Liste von Warnsignalen übergeben, die auf einen bevorstehenden Kriegseintritt Minsks an der Seite Moskaus hindeuteten. Nach ukrainischen Angaben akzeptierte der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko inzwischen ein Ultimatum zur Entfernung von Kommunikationsausrüstung, die russische Drohnenangriffe unterstützt haben soll.

Die neue Eskalation fällt in eine Phase festgefahrener Friedensbemühungen. Westliche Diplomaten verweisen darauf, dass die von Washington vermittelten Gespräche im vergangenen Jahr ohne Durchbruch blieben. Beim G7-Gipfel sicherten die Vereinigten Staaten und andere Partner der Ukraine nach Darstellung Selenskyjs weitere Unterstützung zu, um den Druck auf den Kreml zu erhöhen. Der für kommenden Monat anberaumte Nato-Gipfel gilt Beobachtern in Brüssel als möglicher Wendepunkt für eine weitere Stärkung der ukrainischen Streitkräfte. Derweil hat der Krieg mit mehr als 1.500 Tagen die Dauer des Ersten Weltkriegs überschritten; Umfragen zufolge rechnet rund die Hälfte der Ukrainer nicht mit einem Ende vor dem kommenden Jahr.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Atlantische / angloamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Sicherheit
AlarmDringlichkeit

Die Ukraine hat eine ihrer größten Drohnenoffensiven des Krieges gestartet und über 600 unbemannte Flugzeuge gegen ein Dutzend russische Regionen und die illegal annektierte Krim geschickt. Der Angriff ist Teil einer anhaltenden Langstreckenkampagne, die den Konflikt nach Russland tragen soll, wobei Kiews Drohnen immer tiefer hinter den feindlichen Linien zuschlagen. Die russische Luftabwehr behauptete, 660 Drohnen abgefangen zu haben, doch das Ausmaß der Operation unterstreicht die wachsende Fähigkeit der Ukraine, Macht zu projizieren.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
AlarmPragmatismus

Russland behauptet, 660 ukrainische Drohnen in einem der größten Nachtangriffe seit Kriegsbeginn abgefangen zu haben, wobei Drohnen auf Moskau, die Krim und andere Regionen zielten. Der Angriff spiegelt die erklärte Strategie Kiews wider, den Krieg auf russischen Boden zu tragen, wie Präsident Selenskyj gewarnt hatte. Unterdessen wurde Berichten zufolge ein Chemiewerk in Tula getroffen, was die Reichweite der ukrainischen Drohnenkampagne verdeutlicht.

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Freitag, 26. Juni 2026

Krim verhängt Notstand nach ukrainischer Drohnenwelle – Selenskyj kündigt 40-tägige Operation an

Russlands Verteidigungsministerium meldet den Abschuss von 660 Drohnen in einer Nacht; die Halbinsel leidet unter Treibstoff- und Strommangel.

Die von Russland annektierte Halbinsel Krim hat am Freitag den regionalen Notstand ausgerufen. Wie der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow mitteilte, soll der Rechtsrahmen eine schnellstmögliche Aufrechterhaltung der Versorgung in allen essenziellen Sektoren ermöglichen und erlaubt bei Bedarf Einschränkungen für die Bevölkerung. Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium erklärt, in der Nacht seien 660 ukrainische Langstreckendrohnen über zwölf Regionen – darunter das Gebiet Moskau, die Krim sowie das Schwarze und das Asowsche Meer – abgefangen worden. In der Stadt Nowomoskowsk südlich von Moskau wurde nach Behördenangaben ein Industriebetrieb getroffen, bei dem es sich unbestätigten Berichten zufolge um das für die Sprengstoffproduktion bedeutsame Chemiewerk Azot handelt; eine Frau wurde verletzt, Stromleitungen wurden beschädigt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte wenige Stunden zuvor eine vierzigtägige „Einflussoperation“ des Inlandsgeheimdienstes SBU angekündigt. Aus Kiewer Sicht zielen die massierten Drohnenangriffe darauf ab, die russische Treibstoff- und Militärlogistik zu stören und Moskau zu Verhandlungen zu zwingen. Nach Darstellung Selenskyjs hat der SBU in den vergangenen Monaten mit verschiedenen Drohnentypen eine hohe Schlagkraft bewiesen; zudem meldete er neue Treffer auf Öldepots in der Region Krasnodar und Raffinerien in Ufa. Ukrainische Sicherheitskreise reklamierten außerdem Angriffe auf zwei Minenleger der Schwarzmeerflotte sowie eine Fähre im Hafen von Kertsch für sich.

Auf der Krim haben die Angriffe nach Angaben der lokalen Verwaltung zu gravierenden Engpässen bei Treibstoff und Elektrizität geführt; der Verkauf von Benzin an Privatpersonen wurde untersagt, in Sewastopol gilt eine nächtliche Ausgangssperre für den Handel. Parallel warnte Selenskyj vor einem fast abgeschlossenen Ausbau militärischer Infrastruktur entlang der belarussisch-ukrainischen Grenze – darunter Straßen, Munitions- und Treibstofflager –, die nach Kiewer Lesart ausschließlich militärischen Zwecken dient. Die belarussische Opposition im Exil hatte zuvor eine Liste von Warnsignalen übergeben, die auf einen bevorstehenden Kriegseintritt Minsks an der Seite Moskaus hindeuteten. Nach ukrainischen Angaben akzeptierte der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko inzwischen ein Ultimatum zur Entfernung von Kommunikationsausrüstung, die russische Drohnenangriffe unterstützt haben soll.

Die neue Eskalation fällt in eine Phase festgefahrener Friedensbemühungen. Westliche Diplomaten verweisen darauf, dass die von Washington vermittelten Gespräche im vergangenen Jahr ohne Durchbruch blieben. Beim G7-Gipfel sicherten die Vereinigten Staaten und andere Partner der Ukraine nach Darstellung Selenskyjs weitere Unterstützung zu, um den Druck auf den Kreml zu erhöhen. Der für kommenden Monat anberaumte Nato-Gipfel gilt Beobachtern in Brüssel als möglicher Wendepunkt für eine weitere Stärkung der ukrainischen Streitkräfte. Derweil hat der Krieg mit mehr als 1.500 Tagen die Dauer des Ersten Weltkriegs überschritten; Umfragen zufolge rechnet rund die Hälfte der Ukrainer nicht mit einem Ende vor dem kommenden Jahr.

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Atlantische / angloamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Sicherheit
AlarmDringlichkeit

Die Ukraine hat eine ihrer größten Drohnenoffensiven des Krieges gestartet und über 600 unbemannte Flugzeuge gegen ein Dutzend russische Regionen und die illegal annektierte Krim geschickt. Der Angriff ist Teil einer anhaltenden Langstreckenkampagne, die den Konflikt nach Russland tragen soll, wobei Kiews Drohnen immer tiefer hinter den feindlichen Linien zuschlagen. Die russische Luftabwehr behauptete, 660 Drohnen abgefangen zu haben, doch das Ausmaß der Operation unterstreicht die wachsende Fähigkeit der Ukraine, Macht zu projizieren.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
AlarmPragmatismus

Russland behauptet, 660 ukrainische Drohnen in einem der größten Nachtangriffe seit Kriegsbeginn abgefangen zu haben, wobei Drohnen auf Moskau, die Krim und andere Regionen zielten. Der Angriff spiegelt die erklärte Strategie Kiews wider, den Krieg auf russischen Boden zu tragen, wie Präsident Selenskyj gewarnt hatte. Unterdessen wurde Berichten zufolge ein Chemiewerk in Tula getroffen, was die Reichweite der ukrainischen Drohnenkampagne verdeutlicht.

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