
Trumps Krypto-Gewinne fließen in traditionelle Anlagen – Söhne profitieren von Rüstungsaufträgen
Während der US-Präsident Kleinanleger zu Kryptowährungen ermutigte, schichtete er Erlöse in Aktien und Anleihen um; seine Söhne investierten in Verteidigungsfirmen, die später Regierungsaufträge erhielten.
Die jüngste Vermögensoffenlegung von US-Präsident Donald Trump zeigt eine deutliche Umschichtung: Während er und seine Söhne öffentlich für Kryptoprojekte warben, vervierfachten sich seine traditionellen Aktien- und Anleihenportfolios binnen eines Jahres auf einen Wert zwischen 703 Millionen und 2,6 Milliarden Dollar. Allein 2025 flossen ihm über 1,4 Milliarden Dollar aus Familienprojekten wie World Liberty Financial und einem eigenen Memecoin zu. Timothy Massad, Direktor des Digital-Asset-Policy-Projekts an der Harvard Kennedy School, sieht darin ein Muster: „Die Strategie könnte darin bestehen, durch den Verkauf von Memecoins und Token schnelle Gewinne zu erzielen, um diese dann in traditionelle Anlagen umzuschichten.“
Parallel dazu haben die Söhne Donald Trump Jr. und Eric Trump massiv in junge Verteidigungstechnologieunternehmen investiert. Wie die Washington Post dokumentiert, erhielten diese Firmen nach den Beteiligungen Regierungsaufträge im Gesamtwert von mindestens 3,2 Milliarden Dollar – mit Optionen auf weitere 3,1 Milliarden. Zwei Unternehmen, SpaceX und Anduril, vereinen 97 Prozent der bereits vergebenen Kontrakte auf sich. Fünf der fünfzehn identifizierten Firmen erhielten ihren ersten Regierungsauftrag überhaupt erst nach dem Einstieg der Trump-Söhne. Aus Washingtoner Sicht wird dies durch eine Reihe von Präzedenzfällen begünstigt, die die Hürden für den Nachweis politischer Korruption stark erhöht haben.
Der schwedische USA-Experte Andreas Utterström verweist auf eine systematische Erosion von Normen: Das amerikanische System basiere weniger auf Gesetzen als auf Tradition und Erwartungen an einen Präsidenten. Trump ignoriere diese Konventionen, und die von ihm mitgeprägten Urteile des Obersten Gerichtshofs gewährten ihm eine „verschwommene, aber bedeutende Immunität“. Die Vielzahl gleichzeitiger Vorgänge führe zudem zu einer Abstumpfung der Öffentlichkeit, so Utterström. Russische Medienberichte ergänzen, Trump sei mehrfach durch auffälliges Marktverhalten aufgefallen – etwa durch Aktienkäufe nach von ihm selbst ausgelösten Kursstürzen oder durch Transaktionen vor marktbewegenden Reden.
Ein anderes Muster zeigt die Beziehung zu Michael Dell. Der Dell-Gründer und seine Frau spendeten im Dezember 6,25 Milliarden Dollar über ihre Stiftung an das staatliche Anlageprogramm „Trump Accounts“. Seither stieg die Dell-Aktie um 240 Prozent, der Konzern erhielt einen Rüstungsauftrag über 9,7 Milliarden Dollar, und der Präsident empfahl öffentlich den Kauf von Dell-Computern. Auch der Boom bei KI-Infrastruktur trieb das Geschäft an. Die nächste turnusmäßige Offenlegung der Vermögensverhältnisse des Präsidenten wird mit Spannung erwartet – sie dürfte weiteren Aufschluss über die Verflechtung von politischer Macht und privatem Vermögensaufbau geben.
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Das kontinentale Europa verurteilt den Nepotismus und die Korruption der Trump-Familie und fordert Transparenz.
Häuft Details über Verträge und Zufälle an, um ein Bild von Machtmissbrauch zu zeichnen.
Lässt die Möglichkeit außer Acht, dass Verträge nach Leistung vergeben wurden, wie das Weiße Haus behauptet.
Das progressive Lateinamerika entlarvt Trumps Heuchelei und verteidigt die betrogenen Kleinanleger.
Nutzt offizielle Finanzoffenlegungen als unwiderlegbaren Beweis für Trumps Doppelzüngigkeit.
Lässt jede Analyse der wirtschaftlichen Vorteile von Trumps Krypto-Projekten für die US-Wirtschaft aus.
Russland beobachtet mit Ironie die Widersprüche des amerikanischen Kapitalismus, ohne Stellung zu beziehen, aber die Heuchelei hervorhebend.
Berichtet Fakten in scheinbar neutraler Weise, aber die Wahl, den Widerspruch hervorzuheben, dient dazu, das amerikanische Modell zu delegitimieren.
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