
Trump attackiert europäische Verbündete: Vorwurf mangelnder Unterstützung im Iran-Konflikt
Nach dem Rücktritt des britischen Premiers Starmer kritisiert der US-Präsident London, Rom und Berlin scharf – und stellt die Beistandsbereitschaft der NATO infrage.
Im Oval Office hat US-Präsident Donald Trump die Weigerung europäischer NATO-Partner, Washington im militärischen Konflikt mit Iran beizustehen, als Ausdruck mangelnder Bündnistreue gebrandmarkt. Aus Washingtoner Sicht hätten insbesondere das Vereinigte Königreich, Italien und Deutschland trotz jahrzehntelanger amerikanischer Schutzgarantien und Finanztransfers in Billionenhöhe jede Unterstützung verweigert. Die Äußerungen fielen unmittelbar nach dem angekündigten Rücktritt des britischen Premierministers Keir Starmer, dem Trump vorwarf, sich durch energie- und migrationspolitische Entscheidungen selbst geschadet zu haben – und dem er bescheinigte, „nicht Winston Churchill“ zu sein.
In den europäischen Hauptstädten wird die verbale Eskalation mit Zurückhaltung aufgenommen. Aus Rom verlautet, die Regierung Meloni setze auf eine Linie des Schweigens, nachdem frühere Attacken bereits zurückgewiesen worden seien. Britische Regierungskreise verweisen auf die enge, wenngleich zuletzt belastete Beziehung zwischen Trump und Starmer; die BBC berichtet, der Präsident habe den scheidenden Premier dennoch als „sehr netten Mann“ und „eine Art Freund“ bezeichnet. Deutsche Regierungsvertreter äußerten sich zunächst nicht öffentlich zu dem Vorwurf, Deutschland habe sich „sehr schlecht“ verhalten.
Die Vorhaltungen erhalten ihr Gewicht durch die konkrete Drohkulisse, die Trump aufbaut. Er stellte nicht nur die Höhe der amerikanischen NATO-Beiträge – „600 Milliarden Dollar jährlich“ – als „Wahnsinn“ dar, sondern deutete auch an, dass die Vereinigten Staaten künftig ihrerseits Hilfe verweigern könnten, wenn Verbündete bei „kleinen Dingen“ nicht beisprängen. Laut Berichten aus Teheraner und arabischen Quellen hat Trump zudem eine Überprüfung der Truppenstationierung in Italien und Spanien ins Spiel gebracht. Diese Signale fallen in eine Phase, in der der neue NATO-Generalsekretär Mark Rutte zu seinem Antrittsbesuch in Washington erwartet wird, um die angeschlagenen Bündnisstrukturen zu stabilisieren.
Aus Sicht europäischer Sicherheitsanalysten rührt die Auseinandersetzung an den Kern der transatlantischen Lastenteilung. Die seit Jahren schwelende Debatte über Verteidigungsausgaben wird nun durch eine operative Belastungsprobe überlagert: Washingtons Erwartung, dass Bündnispartner sich auch an Militäroperationen außerhalb des Bündnisgebiets beteiligen, prallt auf die in vielen europäischen Hauptstädten vorherrschende Zurückhaltung gegenüber einer Ausweitung des Iran-Konflikts. Die Weigerung Londons, US-Stützpunkte für eine Bombardierungskampagne freizugeben, gilt in Washington als Symbol dieser Asymmetrie.
Das Dossier bleibt in Bewegung. Der für Dienstag bis Donnerstag angesetzte Besuch Ruttes im Weißen Haus und im Pentagon wird nach übereinstimmender Einschätzung von NATO-Diplomaten und Beobachtern in Brüssel zum entscheidenden Test, ob die USA ihre Beistandsverpflichtung nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrags weiterhin uneingeschränkt mittragen oder an Bedingungen knüpfen. Parallel dazu wird in europäischen Außenministerien die Frage erörtert, wie auf die von Trump geforderte stärkere militärische Lastenübernahme reagiert werden kann, ohne die eigene sicherheitspolitische Souveränität preiszugeben.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Trump wirft den europäischen Verbündeten scharf vor, die USA im Iran-Konflikt nicht unterstützt zu haben, und nennt Italien, Deutschland und Großbritannien. Die europäischen Führer werden als unzuverlässig dargestellt, während Washington Billionen für die NATO ausgegeben haben will. Der Angriff schürt Ängste vor einem transatlantischen Bruch und stellt die kollektiven Verteidigungsverpflichtungen infrage.
Trump sendet vor dem Treffen mit NATO-Generalsekretär Rutte eine scharfe Botschaft an Europa und wirft den Verbündeten vor, Washington im Iran-Konflikt nicht unterstützt zu haben. Die Kritik, ohne operative Einzelheiten, kommt in einem sensiblen Moment für die regionale Sicherheit. Die Golfstaaten beobachten pragmatisch, im Wissen, dass der US-Druck die Verteidigungsgleichgewichte verändern könnte.
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