
Trump teilt KI-Video: Diät-Cola als Heilmittel gegen „Trump-Derangement-Syndrom“
Der US-Präsident veröffentlichte ein Deepfake-Video, in dem er als Arzt seinen Kritikern eine ungewöhnliche Behandlung verschreibt – und setzt damit seine Reihe provokativer KI-Posts fort.
Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social ein rund 90-sekündiges, mit künstlicher Intelligenz generiertes Video veröffentlicht, in dem er sich als Arzt inszeniert und die Diagnose „Trump Derangement Syndrome“ (TDS) stellt. In dem Clip, der am späten Mittwochabend online ging, empfiehlt eine KI-generierte Version Trumps im weißen Kittel, „Fake News abzuschalten“ und bei Angstgefühlen eine Diät-Cola zu trinken. Als Patienten treten täuschend echt wirkende Avatare prominenter Kritiker auf – darunter Whoopi Goldberg, Robert De Niro, Julia Roberts, Rosie O’Donnell, Edward Norton und John Leguizamo –, die vorgeblich unter den Symptomen des TDS leiden und durch die „Therapie“ Linderung erfahren.
Der Beitrag reiht sich in eine Serie von KI-generierten Bildern und Videos ein, die Trump in den vergangenen Monaten verbreitet hat. US-Medienberichten zufolge war das Video zwischen zwei Clips platziert, die Erfolge seiner Regierung und ein neues Abkommen über die Präsidentenmaschine Air Force One mit Katar hervorheben. Bereits im April hatte Trump ein KI-Bild geteilt, das ihn als Jesus Christus zeigte, was selbst unter republikanischen Amtsträgern Kritik auslöste und später gelöscht wurde. Weitere Darstellungen zeigten ihn als überdimensionalen Atlas mit der Weltkugel oder beim Rauchen einer kubanischen Zigarre. Aus Sicht politischer Beobachter in Washington dienen diese Posts der gezielten Mobilisierung der eigenen Anhängerschaft, indem sie Gegner lächerlich machen und die Nachrichtenagenda dominieren.
Der Begriff „Trump Derangement Syndrome“ wird von Trump und seinen Unterstützern seit Jahren genutzt, um Kritik pauschal als irrationale Besessenheit abzutun. Er geht auf die Wortschöpfung „Bush Derangement Syndrome“ des konservativen Kommentators Charles Krauthammer aus dem Jahr 2003 zurück. Im Video gestehen die KI-Prominenten ihre vermeintliche Erkrankung: De Niros Avatar klagt über Schlaflosigkeit und ständige Wut, Roberts’ Abbild fühlt sich um 20 Jahre gealtert. Die angebotene „Heilung“ – Verzicht auf Nachrichten und der Konsum von Diät-Cola – zielt direkt auf jene Medien, die Trump regelmäßig als „Fake News“ bezeichnet. In der US-amerikanischen politischen Debatte verstärkt dies das Narrativ einer feindseligen Medienlandschaft, die es zu ignorieren gelte.
Europäische Medienanalysten weisen darauf hin, dass der Einsatz von Deepfake-Technologie durch ein amtierendes Staatsoberhaupt die Grenzen zwischen Satire und Desinformation verschwimmen lässt. Auch wenn das Video als KI-generiert erkennbar ist, werfe die Verbreitung über offizielle Kanäle Fragen zur Normalisierung synthetischer Medien in der politischen Kommunikation auf. In der russischen Berichterstattung wurde der Clip als humorvolle Provokation eingeordnet, während arabische Medien die begriffsgeschichtlichen Wurzeln des TDS hervorhoben. Eine Reaktion der dargestellten Prominenten oder des Weißen Hauses blieb zunächst aus. Das Video ist weiterhin auf Truth Social abrufbar; angesichts der bisherigen Häufigkeit solcher Posts wird mit weiteren KI-generierten Inhalten gerechnet.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der US-Präsident teilte ein Deepfake-Video, das ihn als Arzt zeigt, der Diet Coke zur Heilung des 'Trump-Derangement-Syndroms' verschreibt und prominente Kritiker offen verspottet. Der Clip wird als weiterer bizarrer nächtlicher Beitrag dargestellt, der politische Opposition durch KI-generierte Parodie verharmlost.
Der amerikanische Führer veröffentlichte ein KI-generiertes Video, in dem er als Arzt einen humorvollen 'Behandlungsplan' für politische Gegner anbietet, die am sogenannten 'Trump-Derangement-Syndrom' leiden. Das Ereignis wird sachlich, ohne zusätzlichen Kommentar oder Wertung, wiedergegeben.
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