
Nach dem WM-Aus gegen Paraguay: Nagelsmann vor dem Abschied, Klopp als Favorit gehandelt
Die deutsche Nationalmannschaft scheitert im Sechzehntelfinale an Paraguay – der dritte frühe K.o. in Folge, der Trainer steht vor der Entlassung, Jürgen Klopp gilt als Wunschkandidat.
Deutschland ist bei der Weltmeisterschaft 2026 bereits im Sechzehntelfinale gescheitert. Gegen Paraguay, das im FIFA-Ranking 31 Plätze hinter der DFB-Elf lag, verlor die Mannschaft von Julian Nagelsmann mit 3:4 im Elfmeterschießen, nachdem es nach Verlängerung 1:1 gestanden hatte. Julio Enciso brachte den Außenseiter kurz vor der Pause in Führung, Kai Havertz glich nach Wiederbeginn aus. In der Verlängerung erzielte Deutschland ein weiteres Tor, das jedoch aberkannt wurde. Im Elfmeterschießen parierte Paraguays Torhüter Gill zwei Versuche, während Jonathan Tah seinen Schuss über das Tor setzte. Paraguay trifft nun im Achtelfinale auf Frankreich.
Für den viermaligen Weltmeister ist es das dritte frühe Ausscheiden in Folge: Nach den Vorrunden-Aus 2018 und 2022 war es die erste K.-o.-Partie seit dem Titelgewinn 2014. Die Differenz von 31 Ranglistenplätzen markiert laut Statistiken den viertgrößten Überraschungserfolg der WM-Geschichte. In der deutschen Presse wurde der Auftritt als verkrampft und orientierungslos beschrieben; die Mannschaft habe gegen Ecuador und Paraguay kaum zu ihrem Spiel gefunden.
Unmittelbar nach der Rückkehr aus dem Quartier in Winston-Salem kam die DFB-Führung um Präsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler, Liga-Präsident Hans-Joachim Watzke und Geschäftsführer Andreas Rettig mit Nagelsmann zu einer dreistündigen Krisensitzung zusammen. Wie mehrere deutsche Medien übereinstimmend berichten, wurde dem 38-Jährigen nahegelegt, von sich aus zurückzutreten; andernfalls drohe die Entlassung. Im Raum steht eine Abfindung von rund sieben Millionen Euro. Nagelsmanns Vertrag war erst im Januar 2025 vorzeitig bis 2028 verlängert worden. Eine endgültige Entscheidung wird spätestens Anfang kommender Woche erwartet.
Als aussichtsreichster Nachfolger wird in deutschen Medien Jürgen Klopp gehandelt. Der ehemalige Dortmunder und Liverpooler Erfolgstrainer ist derzeit als globaler Fußballchef bei Red Bull tätig. Der frühere DFB-Präsident Reinhard Grindel bestätigte nun, dass Klopp bereits 2019 als Wunschkandidat für die Nachfolge von Joachim Löw im Jahr 2022 galt. Laut übereinstimmenden Berichten von Sky und der Süddeutschen Zeitung besteht eine informelle Vereinbarung, dass Klopp Red Bull für das Bundestraineramt verlassen dürfte. Klopp selbst hatte sich zuletzt bei TV-Auftritten auffällig zurückhaltend, aber nicht abgeneigt gezeigt.
Während Paraguay am Samstag in Philadelphia auf Frankreich trifft, steht der DFB vor einer richtungsweisenden Personalentscheidung. Sollte Nagelsmann gehen, wäre es nach Löw, Flick und Nagelsmann der dritte Trainerwechsel binnen fünf Jahren – ein Zeichen für die anhaltende sportliche Krise des deutschen Fußballs auf der großen Bühne.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.50 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
Wir haben verloren, aber wenigstens haben wir Eier.
Selbstironie und gezieltes Lob verwandeln die Niederlage in einen Moment des nationalen Zusammenhalts und verhindern eine Vertrauenskrise.
Tiefgehende Analysen der taktischen Gründe für die Niederlage und Aussagen der Spieler fehlen.
Die wichtigen Nachrichten sind hier, nicht auf einem deutschen Fußballplatz.
Durch das Auslassen der Geschichte wird implizit die Priorität innerstaatlicher Angelegenheiten und die geringe Relevanz des deutschen Fußballs für das russische Publikum betont.
Die gesamte Geschichte des deutschen Ausscheidens wird ausgelassen, ebenso wie jeder internationale Sportkontext.
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