
Getty Images sagt Fusion mit Shutterstock ab – Britische Wettbewerbsauflagen zu hoch
Der US-Bildanbieter kündigt das 3,7-Milliarden-Dollar-Abkommen auf, nachdem die britische Wettbewerbsbehörde den Verkauf des redaktionellen Geschäfts von Shutterstock zur Bedingung gemacht hatte.
Die geplante Fusion der beiden führenden Bild- und Videoanbieter Getty Images und Shutterstock ist gescheitert. Getty Images hat am Montag, dem 7. Juli, schriftlich die Kündigung des im Januar 2025 geschlossenen Fusionsvertrags übermittelt. Die Aktien von Getty Images gaben im Nachmittagshandel um 10 Prozent nach, die von Shutterstock fielen um 3 Prozent. Das US-Justizministerium hatte dem Zusammenschluss im April ohne Auflagen zugestimmt.
Zum Stolperstein wurde die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA). Sie hatte ihre Zustimmung im Mai an die Bedingung geknüpft, dass Shutterstock sein redaktionelles Geschäft – operative und archivierte Nachrichtenfotos und -videos – an einen von der Behörde genehmigten Käufer veräußert. Aus Londoner Sicht hätte die fusionierte Einheit auf dem britischen Markt für redaktionelle Inhalte eine marktbeherrschende Stellung erlangt, was zu einer erheblichen Wettbewerbsminderung und höheren Preisen für Medienkunden geführt hätte.
Der Verwaltungsrat von Getty Images hatte bereits am 30. Juni einstimmig beschlossen, die Transaktion nicht unter dieser Auflage fortzuführen, und setzte Shutterstock eine Frist bis zum 6. Juli. Da sich die Lage nicht änderte, erfolgte nun die Kündigung, die mit Zustellung wirksam wird. Die CMA bezeichnete den Rückzug als „kommerzielle Entscheidung“ und verwies darauf, dass beide Unternehmen ursprünglich selbst den Verkauf des redaktionellen Geschäfts angeboten hätten. Die Behörde habe in der Folge mit mehreren potenziellen Käufern Gespräche geführt; der Prozess sei zum Zeitpunkt der Getty-Ankündigung bereits weit fortgeschritten gewesen.
Mit dem Scheitern des Zusammenschlusses bleibt die Konsolidierung im globalen Markt für visuellen Content aus. Die beiden Unternehmen, die große Medienhäuser, Werbeagenturen und Kreativwirtschaft in Europa und weltweit beliefern, werden ihre Geschäfte unabhängig voneinander fortführen. Für den deutschsprachigen Raum, in dem beide Anbieter stark vertreten sind, entfällt damit die erwartete Marktkonzentration. Der nächste sachliche Meilenstein ist die endgültige Bestätigung der Vertragsauflösung und die Klärung etwaiger Kompensationsfragen zwischen den Parteien.
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.60 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Russland stellt das Scheitern der Fusion als rationale Geschäftsentscheidung dar: Getty lehnte übermäßige regulatorische Auflagen ab und zog sich zurück. Der Ton ist distanziert, ohne den britischen Regulierer oder das Unternehmen zu verurteilen.
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Der Mechanismus ist die Reduktion auf eine wirtschaftliche Tatsache: Die Nachricht wird von jeder politischen oder finanziellen Konnotation befreit und als unternehmerische Wahl zwischen zwei Optionen präsentiert.
Der Kontext von Gettys Schulden und die Marktreaktion werden ausgelassen, ebenso wie die Auswirkungen auf den Wettbewerb in der Stock-Foto-Branche.
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