
Trump trifft Selenskyj und al-Scharaa am Rande des NATO-Gipfels in Ankara
Der US-Präsident will mit dem ukrainischen Staatschef über ein Ende des Krieges sprechen und danach mit Putin Kontakt aufnehmen; das Treffen mit dem syrischen Präsidenten bleibt inhaltlich offen.
Am Rande des NATO-Gipfels in Ankara wird US-Präsident Donald Trump am Mittwoch getrennte bilaterale Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa führen. Nach Angaben des Weißen Hauses ist für den Nachmittag zunächst eine einstündige Unterredung mit Selenskyj vorgesehen, gefolgt von der Begegnung mit al-Scharaa und einer abschließenden Pressekonferenz. Trump reist am Dienstag an und trifft zuerst den türkischen Gastgeber Recep Tayyip Erdoğan.
Aus Washingtoner Sicht steht das Gespräch mit Selenskyj im Zeichen einer erneuten Initiative zur Beendigung des Krieges in der Ukraine. Ein hochrangiger Regierungsvertreter erklärte, das Schlachtfeld sei in den vergangenen Monaten „eingefroren“, keine Seite erziele nennenswerte Fortschritte, und der Präsident verspüre eine „echte Dringlichkeit“, dem ein Ende zu setzen. Trump werde im Anschluss an die Unterredung mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Kontakt aufnehmen. Zuvor hatte Selenskyj nach einem Telefonat mit Trump zum US-Unabhängigkeitstag von einer „echten Aussicht auf ein Ende des Krieges“ gesprochen. Aus Moskau verlautete, Putin habe bei einem anderthalbstündigen Gespräch mit Trump die Bereitschaft bekräftigt, eine rasche Einstellung der Kampfhandlungen und friedliche Lösungen zu suchen.
Das Treffen mit al-Scharaa findet vor dem Hintergrund amerikanischer Vorstöße statt, Syrien zu einem militärischen Vorgehen gegen die Hisbollah im Libanon zu bewegen. Trump hatte dies mehrfach öffentlich angeregt. Aus Damaskus hieß es dagegen, man strebe wirtschaftliche Kanäle zum Libanon an und lehne eine militärische Intervention ab. Offizielle Stellen in Washington machten zu den Zielen der Unterredung keine näheren Angaben. Europäische Diplomaten verweisen darauf, dass die transatlantischen Beziehungen durch den von den USA und Israel geführten Krieg gegen Iran sowie durch Trumps Forderung nach einer Anhebung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts belastet sind. Mehrere Bündnispartner hatten den Vereinigten Staaten die Nutzung von Militärbasen für Präventivschläge verweigert und sich nicht an der Öffnung der Straße von Hormus beteiligt.
Der Gipfel in der türkischen Hauptstadt, der am 7. und 8. Juli die 32 Mitgliedstaaten versammelt, ist der erste seit der Eskalation im Iran-Konflikt. Nach Angaben des Kommunikationsdirektors des türkischen Präsidialamts stehen Bedrohungen für den euroatlantischen Raum, die Ukraine und die Südflanke des Bündnisses im Mittelpunkt. Aus europäischer Sicht wächst die Sorge, dass die anhaltende Fokussierung Washingtons auf den Nahen Osten die Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Krieg weiter lähmt. Die US-Regierung hat zudem angekündigt, 5000 Soldaten aus Europa abzuziehen und die militärischen Krisenressourcen deutlich zu reduzieren. Beobachter in Ankara erwarten, dass Trump die Verbündeten zu raschen und konkreten Zusagen bei den Verteidigungsausgaben drängen wird. Eine gemeinsame Abschlusserklärung des Bündnisses ist für den zweiten Gipfeltag vorgesehen.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | −0.30 | critical |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.40 | critical |
European diplomacy frames the Putin-Trump call as a necessary step to prepare the NATO summit, highlighting the EU's role as mediator.
The temporal sequence of events is emphasized to create a causal link between the call and the summit, normalizing dialogue with Russia.
Internal EU divisions on the approach to Moscow and criticisms of the handling of the Ukraine conflict are omitted.
Iran celebrates its fallen leader as a martyr and promises revenge, presenting the NATO summit as an external threat that unites the nation.
Religious and nationalist language is used to turn a tragic event into an opportunity for cohesion and defiance.
Internal criticism of the regime, repression, and economic hardships that could undermine the narrative of unity are omitted.
Arab media expose the Khamenei funeral as a regime show, warning against US and Israel maneuvers at the NATO summit.
A tone of denunciation is adopted, contrasting regime rhetoric with political reality to delegitimize Iran and criticize the West.
The fact that many Arab states have normalized ties with Israel and share concerns about Iran is omitted.
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