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Kriminalität & KatastrophenMontag, 6. Juli 2026

Waldbrände in Südeuropa: Tausende evakuiert, Tour de France ohne Zuschauer

In Frankreich, Spanien, Portugal und Griechenland wüten schwere Waldbrände; die dritte Etappe der Tour de France findet ohne Publikum statt.

In den südfranzösischen Pyrénées-Orientales sind nach amtlichen Angaben mehr als 10.000 Menschen vor einem sich rasch ausbreitenden Waldbrand in Sicherheit gebracht worden. Die dritte Etappe der Tour de France, die am Montag von Granollers nach Les Angles führt, wird auf französischem Gebiet ohne Zuschauer und ohne die übliche Werbekarawane ausgetragen, wie der Präfekt Pierre Regnault de la Mothe mitteilte.

Nach Angaben der Präfektur wurden bei dem Brand, der seit Samstagabend nahe Trévillach wütet, fünf Personen verletzt, darunter zwei Feuerwehrleute. Ein Bewohner und ein Einsatzkraft schweben demnach in Lebensgefahr. Etwa 50 Gebäude seien in unterschiedlichem Ausmaß beschädigt worden. Die Flammen haben nach jüngsten Behördenangaben eine Fläche von 4.600 Hektar erfasst; am Sonntagabend war noch von rund 2.000 Hektar die Rede.

Die Zahl der Evakuierten wird von verschiedenen Stellen unterschiedlich beziffert. Während die Präfektur von 10.000 Betroffenen aus 26 Gemeinden spricht, meldete der Sender BFMTV zunächst 5.000. Auch die Ausdehnung des Feuers variiert in den Meldungen: Satellitendaten des EU-Programms Copernicus wiesen für Sonntag eine Brandfläche von 1.650 Hektar aus, spanische Medien berichteten von 2.200 Hektar in Katalonien. Die Behörden betonten, der Brand sei am Montagmorgen noch nicht unter Kontrolle.

Parallel dazu kämpfen Einsatzkräfte in weiteren südeuropäischen Ländern gegen schwere Vegetationsbrände. In Zentralportugal hat ein Feuer nahe Vouzela nach Angaben des Zivilschutzes rund 13.000 Hektar Wald und Buschland zerstört; der Brand sei zu 80 Prozent eingedämmt. In Griechenland mussten Anwohner mehrerer Vororte von Thessaloniki wegen eines Brandes in einer Recyclinganlage ihre Häuser verlassen; die Behörden warnten vor giftigem Rauch. In Spanien stabilisierte die katalanische Feuerwehr einen Brand in der Region Girona, der etwa 2.200 Hektar erfasste.

Die Brände treten im Zuge einer ungewöhnlich frühen Hitzewelle auf. Der französische Wetterdienst Météo-France stufte sieben Départements im Südosten des Landes mit der höchsten Waldbrand-Warnstufe ein. In Griechenland nahm die Polizei einen 76-Jährigen fest, der das Feuer bei Thessaloniki fahrlässig verursacht haben soll; nach Angaben der Feuerwehr gehen rund 85 Prozent der Brände im Land auf Fahrlässigkeit zurück. Die Behörden in Katalonien ermitteln ebenfalls wegen des Verdachts der Fahrlässigkeit. Die Lage bleibt nach Einschätzung der örtlichen Einsatzkräfte angespannt, da starker Wind und Trockenheit die Löscharbeiten erschweren.

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Waldbrände in Südeuropa: Tausende evakuiert, Tour de France ohne Zuschauer

In Frankreich, Spanien, Portugal und Griechenland wüten schwere Waldbrände; die dritte Etappe der Tour de France findet ohne Publikum statt.

In den südfranzösischen Pyrénées-Orientales sind nach amtlichen Angaben mehr als 10.000 Menschen vor einem sich rasch ausbreitenden Waldbrand in Sicherheit gebracht worden. Die dritte Etappe der Tour de France, die am Montag von Granollers nach Les Angles führt, wird auf französischem Gebiet ohne Zuschauer und ohne die übliche Werbekarawane ausgetragen, wie der Präfekt Pierre Regnault de la Mothe mitteilte.

Nach Angaben der Präfektur wurden bei dem Brand, der seit Samstagabend nahe Trévillach wütet, fünf Personen verletzt, darunter zwei Feuerwehrleute. Ein Bewohner und ein Einsatzkraft schweben demnach in Lebensgefahr. Etwa 50 Gebäude seien in unterschiedlichem Ausmaß beschädigt worden. Die Flammen haben nach jüngsten Behördenangaben eine Fläche von 4.600 Hektar erfasst; am Sonntagabend war noch von rund 2.000 Hektar die Rede.

Die Zahl der Evakuierten wird von verschiedenen Stellen unterschiedlich beziffert. Während die Präfektur von 10.000 Betroffenen aus 26 Gemeinden spricht, meldete der Sender BFMTV zunächst 5.000. Auch die Ausdehnung des Feuers variiert in den Meldungen: Satellitendaten des EU-Programms Copernicus wiesen für Sonntag eine Brandfläche von 1.650 Hektar aus, spanische Medien berichteten von 2.200 Hektar in Katalonien. Die Behörden betonten, der Brand sei am Montagmorgen noch nicht unter Kontrolle.

Parallel dazu kämpfen Einsatzkräfte in weiteren südeuropäischen Ländern gegen schwere Vegetationsbrände. In Zentralportugal hat ein Feuer nahe Vouzela nach Angaben des Zivilschutzes rund 13.000 Hektar Wald und Buschland zerstört; der Brand sei zu 80 Prozent eingedämmt. In Griechenland mussten Anwohner mehrerer Vororte von Thessaloniki wegen eines Brandes in einer Recyclinganlage ihre Häuser verlassen; die Behörden warnten vor giftigem Rauch. In Spanien stabilisierte die katalanische Feuerwehr einen Brand in der Region Girona, der etwa 2.200 Hektar erfasste.

Die Brände treten im Zuge einer ungewöhnlich frühen Hitzewelle auf. Der französische Wetterdienst Météo-France stufte sieben Départements im Südosten des Landes mit der höchsten Waldbrand-Warnstufe ein. In Griechenland nahm die Polizei einen 76-Jährigen fest, der das Feuer bei Thessaloniki fahrlässig verursacht haben soll; nach Angaben der Feuerwehr gehen rund 85 Prozent der Brände im Land auf Fahrlässigkeit zurück. Die Behörden in Katalonien ermitteln ebenfalls wegen des Verdachts der Fahrlässigkeit. Die Lage bleibt nach Einschätzung der örtlichen Einsatzkräfte angespannt, da starker Wind und Trockenheit die Löscharbeiten erschweren.

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