
Gesamter Stromausfall in Kuba: Zehn Millionen Menschen ohne Elektrizität
Das nationale Stromnetz brach am Montag zusammen; die Behörden untersuchen die Ursachen des dritten Totalausfalls in diesem Jahr.
Am Montagmittag (Ortszeit) ist das gesamte kubanische Stromnetz kollabiert. Nach Angaben des staatlichen Energieversorgers Unión Eléctrica (UNE) kam es zu einer „vollständigen Trennung des nationalen Elektroenergiesystems“. Rund zehn Millionen Menschen auf der Karibikinsel waren dadurch ohne Strom. Das Ministerium für Energie und Bergbau bestätigte den Ausfall und teilte mit, die Protokolle zur Wiederherstellung der Versorgung seien aktiviert.
Es handelt sich um den dritten landesweiten Blackout im laufenden Jahr und den achten seit Ende 2024. Bereits vor dem Zusammenbruch waren nach offiziellen Angaben fast zwei Drittel des Landes von geplanten Abschaltungen betroffen. In der Hauptstadt Havanna dauern die täglichen Unterbrechungen inzwischen mehr als 24 Stunden, in ländlichen Regionen werden sie mit über 70 Stunden beziffert. Der öffentliche Nahverkehr ist weitgehend eingestellt, und nach Regierungsangaben mussten zehntausende chirurgische Eingriffe abgesagt werden.
Die kubanische Regierung führt die Energiekrise auf die veraltete Infrastruktur und auf den von Washington seit Januar verhängten Treibstoff-Blockade zurück. Die Regierung in Washington wiederum hat Strafzölle gegen Staaten angedroht, die Öl an Kuba liefern. Nach Darstellung Havannas durfte seit Jahresbeginn nur ein russischer Tanker mit 100.000 Tonnen Rohöl anlegen; die Lieferung von Ende März sei bereits im April aufgebraucht gewesen. Die eigene Förderung deckt nach offiziellen kubanischen Angaben lediglich 40 Prozent des Bedarfs. Die sieben überwiegend mehr als 40 Jahre alten Wärmekraftwerke fallen regelmässig aus oder müssen gewartet werden. Um die Abhängigkeit zu verringern, hat die Regierung mit chinesischer Hilfe 56 Solarparks errichtet, die inzwischen rund zehn Prozent der Stromproduktion liefern.
Die Vereinten Nationen haben die amerikanischen Treibstoffsanktionen als illegal kritisiert und erklären, sie behinderten das Recht des kubanischen Volkes auf Entwicklung sowie auf Nahrung, Bildung und Gesundheit. Der kubanische Aussenminister Bruno Rodríguez reiste nach eigenen Angaben am Montag nach New York, um vor der UN-Generalversammlung gegen die Blockade zu sprechen. Aus dem Aussenministerium in Havanna hiess es, Washington versuche, eine Abstimmung über die Auswirkungen der Sanktionen zu verhindern.
Die Ursache des aktuellen Zusammenbruchs ist weiterhin ungeklärt; die UNE hat Ermittlungen eingeleitet. Die Wiederherstellung des Netzes gilt als langwierig, da sie ein schrittweises Hochfahren aus einfachen Erzeugungsquellen erfordert. Mit einem Abschluss der Arbeiten wird nach früheren Erfahrungen erst in mehreren Tagen gerechnet.
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
|---|---|---|
| Indische & südasiatische Presse | −0.20 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.30 | critical |
| Iranische & verwandte Presse | −0.30 | critical |
The Cuban people are at their limit after months of blackouts, and now a total collapse plunges the island into darkness.
The narrative emphasizes human suffering and daily hardship to evoke empathy and implicit criticism of crisis management.
The US embargo is not mentioned as a factor worsening fuel shortages.
The collapse of Cuba's grid is a serious event, but the causes are to be found in technical and supply factors.
A neutral, factual tone is adopted, reporting events without emotional involvement to appear objective.
Cuba's grid is dilapidated and blackouts are now the norm, but this total collapse marks a new level of crisis.
The situation is described in an apparently neutral tone, but the use of adjectives like 'dilapidated' and 'common' implies a negative judgment on management.
The US embargo and the role of sanctions are not mentioned.
Cuba's crisis is the direct result of fuel scarcity and obsolete infrastructure.
The cause is attributed to material and technical factors, avoiding political or emotional judgments, to present an apparently objective explanation.
Human suffering and the context of protests or social unrest are not described.
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