
Taifun Maysak: Zwei Tote und Zehntausende Evakuierte nach Dammbrüchen in Südchina
Nach sintflutartigen Regenfällen in der Region Guangxi brachen mehrere Stauseen; die Behörden riefen die höchste Alarmstufe aus.
In der südchinesischen Region Guangxi sind nach heftigen Regenfällen infolge des Taifuns Maysak mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen, nachdem Stauseen brachen und Flüsse über die Ufer traten. Wie der Vizebürgermeister der Hauptstadt Nanning am Montagabend vor der Presse mitteilte, wurden allein in der Stadt 48.000 Einwohner in Sicherheit gebracht; rund 55.000 Menschen seien von den Überschwemmungen betroffen. In der weiter südlich gelegenen Stadt Fangchenggang evakuierten die Behörden nach Behördenangaben mehr als 800 Personen.
Während erste Meldungen zunächst von einem einzelnen Dammbruch und der Evakuierung einiger Hundert Anwohner sprachen, bestätigten die Behörden später Schäden an mindestens drei Stauanlagen. Am Liulan-Stausee im Kreis Hengzhou riss die Staumauer auf einer Länge von 50 Metern, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete; die Wassermassen ergossen sich in tiefer gelegene Gebiete. Auch der Yunbiao-Damm brach, der Liuwang-Stausee trat über die Ufer. In 66 Pegelstationen an 55 Flüssen Guangxis wurden am Montag Wasserstände oberhalb der Warnmarken gemessen, in der Gemeinde Luwei fielen binnen 24 Stunden 637 Millimeter Regen.
Das chinesische Katastrophenschutzministerium stufte die Hochwasserwarnung für die gesamte Region von Stufe III auf Stufe II herauf und entsandte 1.372 Einsatzkräfte, 140 Boote sowie 150.000 Hilfsgüter, darunter Zelte und Feldbetten. Zwei Wing-Loong-Drohnen wurden zur Unterstützung der Notfallkommunikation in das Katastrophengebiet verlegt. Das Finanzministerium und das Ministerium für Katastrophenschutz stellten nach offiziellen Angaben 160 Millionen Yuan für Soforthilfen in sechs betroffenen Provinzen bereit, die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform weitere 100 Millionen Yuan für den Wiederaufbau.
Der Taifun Maysak war am Freitag zunächst auf der Inselprovinz Hainan auf Land getroffen und hatte am Sonntag Vietnam erreicht, bevor er sich zu einem tropischen Sturm abschwächte. Nach Einschätzung chinesischer Meteorologen werden die Reste des Sturms zusammen mit saisonalen Südwestregen in den kommenden Tagen weiterhin ergiebige Niederschläge über Guangxi, Guizhou und Hunan bringen. Die Behörden in Nanning beließen die Hochwasser-Notfallstufe auf dem höchsten Niveau; die Aufräumarbeiten dauern an, das volle Ausmaß der Schäden ist noch nicht absehbar.
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Die chinesischen Behörden bewältigen den Notfall mit Promptheit und Transparenz und demonstrieren ihre Reaktionsfähigkeit.
Durch das Weglassen der Opferzahl konzentriert sich die Erzählung ausschließlich auf Kontrollmaßnahmen und suggeriert, dass die Situation unter Kontrolle ist.
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